PowerPoint: Firmeneigene Logos und Farben ab Juli direkt nutzbar

Microsoft integriert firmeneigene Logos und Farben direkt in PowerPoint. Drittanbieter wie Anyword und Lytho bieten ergänzende KI-Lösungen.

PowerPoint-Nutzer sollen künftig direkt in der Präsentationssoftware auf firmeneigene Logos, Farben und Bilder zugreifen können – ohne lästige Suche in Ordnern oder Styleguides.

Der Softwarekonzern Microsoft hat eine neue Funktion für PowerPoint angekündigt, die im Juli 2026 für Windows, Mac und das Web verfügbar sein soll. Das Feature mit der Roadmap-ID 566351 wurde am 25. Juni in den Microsoft-365-Fahrplan aufgenommen und zielt darauf ab, die Markenkonsistenz in Unternehmen zu verbessern.

Schluss mit der Logosuche

Bislang mussten Mitarbeiter oft mühsam in geteilten Laufwerken oder E-Mail-Anhängen nach den aktuellen Firmenlogos suchen. Das neue System integriert genehmigte Marken-Assets direkt in die PowerPoint-Oberfläche. „Das spart Zeit und verhindert, dass veraltete oder falsche Versionen verwendet werden“, heißt es in Branchenkreisen.

Die native Anbindung von Markenrichtlinien kommt zu einem Zeitpunkt, an dem künstliche Intelligenz die Erstellung von Präsentationen bereits um 50 bis 80 Prozent beschleunigt. Microsoft bereitet mit den internen Markenwerkzeugen den Boden für eine noch stärkere Automatisierung.

Drittanbieter drängen auf den Markt

Parallel zu Microsofts Eigenentwicklung bringen auch externe Anbieter Lösungen für die Markenpflege in Microsoft 365 auf den Markt. Am 25. Juni kündigte Anyword eine Integration mit Word und PowerPoint an. Der Dienst erlaubt es Unternehmen, Texte zu generieren, die exakt der gewünschten Markenstimme und Zielgruppe entsprechen – inklusive Vorhersagen zur erwarteten Performance.

Ebenfalls neu: Lytho hat KI-gestützte Prüfungen vorgestellt, die in Echtzeit Marken- und Compliance-Vorgaben überwachen. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Der Getränkehändler Endeavour Drinks verkürzte seine Überprüfungszeiten um 40 Prozent, bei Kiwa stieg die Content-Produktion um 82 Prozent. Laut Lytho schaffen 80 Prozent aller Projekte den Durchlauf in nur 1,5 Prüfzyklen.

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Live-Updates und smartere Meetings

Auch die Zusammenarbeit in Echtzeit wird verbessert. Seit dem 24. Juni bietet PowerPoint Live in Microsoft Teams zwei neue Funktionen: „Erklären“ und „Aktualisieren“. Mit „Erklären“ können Meeting-Teilnehmer per Copilot bestimmte Folieninhalte näher erläutern lassen. Die „Aktualisieren“-Funktion erlaubt es, während einer laufenden Präsentation die gesamte Folienreihenfolge zu ändern – ohne die Sitzung zu unterbrechen.

Für spezielle Anwendungsfälle hat XLsoft die eLearning-Software von iSpring Solutions in seinem überarbeiteten US-Onlineshop gestartet. Die Tools, darunter iSpring Suite AI, verwandeln Standard-PowerPoint-Präsentationen in interaktive, SCORM-konforme Schulungskurse. Perceptus AI bietet zudem eine Integration über einen Claude-MCP-Server an, mit der sich Präsentationen erstellen lassen, die später per Microsoft Copilot in Videoformate konvertiert werden können.

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Weitere Neuerungen im Microsoft-365-Universum

Die PowerPoint-Updates sind Teil einer größeren Welle von Neuerungen im gesamten Microsoft-365-Ökosystem:

  • Excel: Im Juni 2026 führt Microsoft „Skills“ für Copilot in Excel ein. Damit lassen sich wiederverwendbare Arbeitsabläufe für Datenbereinigung und Dashboard-Erstellung definieren.
  • Bildung: Neue KI-Lehrwerkzeuge, darunter Unterrichtsplanung und ein „Study & Learn Agent“, sollen im Juli 2026 erscheinen. Hintergrund: Umfragen zufolge nutzen bereits 92 Prozent der Studierenden KI für ihre Aufgaben.
  • OneDrive: Eine neue Bibliotheksansicht für die Webversion von OneDrive kommt Mitte Juli 2026. Sie ersetzt die bisherige „Weitere Orte“-Ansicht durch verbesserte Sortier- und Filteroptionen.
  • SharePoint: Microsoft hat SharePoint Copilot Apps gestartet, die vorhandene Unternehmensdaten nutzen, um KI-Workflows für Personalabteilungen, Vertrieb und Support zu betreiben.