Microsoft hat mit PowerToys 0.97.0 ein großes Update für seine beliebte Open-Source-Toolsammlung veröffentlicht. Die am Dienstag erschienene Version setzt klare Schwerpunkte auf Effizienz und Personalisierung für erfahrene Nutzer. Kern der Neuerungen sind ein cleveres Maus-Navigationswerkzeug und eine komplett überarbeitete Kommandozentrale.
CursorWrap: Die Maus springt über Bildschirmkanten
Die größte Neuerung heißt CursorWrap. Dieses Tool löst ein echtes Ergonomie-Problem bei der Arbeit mit mehreren Monitoren. Wer große oder viele Bildschirme nutzt, kennt das: Um den Mauszeiger von einem Rand zum anderen zu bewegen, sind oft weite, wiederholte Armbewegungen nötig.
CursorWrap macht Schluss damit. Das Prinzip ist einfach: Bewegt man den Zeiger über den rechten Rand des rechtesten Monitors, erscheint er sofort am linken Rand des linkesten Monitors – und umgekehrt. Das funktioniert auch vertikal. Die Funktion passt sich automatisch an die in Windows definierte Bildschirmanordnung an und unterstützt Konfigurationen mit bis zu neun Monitoren.
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„Das ist ein Game-Changer für alle, die in großen digitalen Arbeitsumgebungen unterwegs sind“, sagt ein Microsoft-Sprecher. Besonders Profis aus Finanzwesen, Softwareentwicklung und Kreativbranchen dürften von der reduzierten physischen Belastung und der höheren Navigationsgeschwindigkeit profitieren.
Kommando-Palette: Jetzt voll anpassbar und tief integriert
Während CursorWrap die Mausbedienung revolutioniert, hat die Command Palette eine Generalüberholung erhalten. Aus der simplen Befehlszeile ist eine mächtige Steuerzentrale geworden.
Erstmals lässt sich das Erscheinungsbild der Palette umfassend personalisieren. Nutzer können eigene Hintergrundbilder hochladen, Farbtöne festlegen sowie Unschärfe und Deckkraft anpassen. Damit erfüllt Microsoft eine langjährige Community-Forderung nach besserer optischer Integration in den eigenen Desktop.
Die Funktionalität wurde ebenfalls massiv erweitert. Ein neues „Fallback-Ranking“ gibt Nutzern die Kontrolle über die Reihenfolge von Suchergebnissen. So lässt sich priorisieren, welche Tools bei mehrdeutigen Suchanfragen zuerst erscheinen.
Die tiefere Integration ist der vielleicht größte Fortschritt. Nutzer können nun andere PowerToys-Werkzeuge direkt aus der Palette steuern – etwa den „Light Switch“ umschalten, FancyZones-Layouts wechseln oder den Color Picker aktivieren. Die Einbindung der „Peek“-Funktion ermöglicht zudem Vorschauen von Dateien und Ordnern direkt in den Suchergebnissen.
Mehr Automatisierung und Feinschliff
Microsoft baut die Automatisierungmöglichkeiten weiter aus. In Version 0.97.0 erhalten drei weitere Utilities – FancyZones, Image Resizer und File Locksmith – eine Kommandozeilenschnittstelle (CLI). Systemadministratoren und Power-User können so komplexe Aufgaben wie das Anlegen von Fensterlayouts oder das Stapelverarbeiten von Bildern per Skript automatisieren.
Unter der Haube gibt es zahlreiche Optimierungen. Der „Quick Access“-Dialog startet nun deutlich schneller, da er vom Haupteinstellungsprozess entkoppelt wurde. Das Systemleistensymbol unterstützt zudem einen monochromen Stil, um sich besser in die Windows-11-Taskleiste einzufügen.
Bestehende Tools wurden verfeinert: Der „Light Switch“ bietet jetzt einen „Follow Night Light“-Modus, der den Dark Mode automatisch mit dem Windows-Nachtlicht synchronisiert. „Advanced Paste“ kann nun auch Bilder für KI-Transformationen verarbeiten, und die Zwischenablagegeschichte zeigt hexadezimale Farbvorschauen an – eine kleine, aber wertvolle Verbesserung für Designer.
Strategische Bedeutung und Ausblick
Das Update zeigt Microsofts Strategie: PowerToys dient als Innovationslabor für Funktionen, die später in Windows selbst einfließen könnten. Mit der hochgradig anpassbaren Command Palette stellt sich Microsoft zudem direkt gegen Drittanbieter-Launcher wie Raycast oder Alfred, die im macOS-Ökosystem dominieren.
Der Fokus auf Ergonomie und Effizienz spiegelt einen Branchentrend wider. Immer größere und zahlreichere Bildschirme erfordern neue Lösungen für die physische Interaktion.
Was kommt als Nächstes? Der Entwicklungsfahrplan deutet auf ein „PowerDisplay“-Tool und eine neue „Shortcut Guide“-Erfahrung hin. Die Community bleibt ein starker Treiber – Funktionen wie die Pinyin-Unterstützung für Chinesisch stammen direkt von Open-Source-Mitarbeitern.
Mit Version 0.97.0 legt Microsoft die Latte für Utility-Software im Jahr 2026 hoch. Die Betonung liegt nicht mehr auf bloßen neuen Tools, sondern auf smarter Integration und Performance.
PowerToys 0.97.0 steht ab sofort über GitHub und den Microsoft Store zum Download für Windows 10 und 11 bereit.
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