PowerToys: Microsofts Antwort auf die starre Windows-11-Taskbar

Microsoft testet ein anpassbares Dock-Tool für Windows 11, das eine bewegliche Symbolleiste bietet und die starre Taskbar umgeht. Das Experimentalfeature richtet sich an professionelle Nutzer.

Microsoft bietet Power-Usern einen Ausweg aus den starren Grenzen von Windows 11. Ein neues Experimentaltool namens „Command Palette Dock“ soll eine bewegliche, anpassbare Symbolleiste als Alternative zur fest verankerten Taskbar liefern. Das Feature, das derzeit im Entwicklerzweig der kostenlosen PowerToys-Suite getestet wird, könnte eines der größten Ärgernisse für professionelle Nutzer entschärfen.

Ein beweglicher Werkzeugkasten für den Desktop

Der „Command Palette Dock“ ist als flexible, sekundäre Benutzeroberfläche konzipiert. Nutzer können ihn an jeden Bildschirmrand anheften – oben, unten, links oder rechts. Damit kehrt eine zentrale Flexibilität zurück, die viele mit dem Wechsel von Windows 10 zu Windows 11 vermissten: die freie Positionierung der Hauptsteuerleiste.

Laut einem Vorschlag auf GitHub fungiert der Dock als kombinierter Starter und Status-Balken. Er kann beliebige PowerToys-Erweiterungen als Widgets anzeigen – von Echtzeit-Systemmonitoren für CPU und Arbeitsspeicher über Mediensteuerungen bis zur Zwischenablage-Historie. „Er bietet schnellen Zugriff, ohne den Arbeitsfluss zu unterbrechen“, beschreibt Senior Product Manager Niels Laute das Tool.

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Workaround für ein umstrittenes Design-Update

Die Unbeweglichkeit der Windows-11-Taskbar war seit Veröffentlichung des Betriebssystems ein Dauerärgernis. Microsofts offizielle Lösung: Statt den Kern des Systems zu ändern, delegiert das Unternehmen die gewünschte Flexibilität an die PowerToys. Diese Sammlung von Experimentier-Tools dient immer öfter als Testfeld für Funktionen, die Power-User fordern, aber nicht zum vereinfachten Gesamtkonzept von Windows 11 passen.

Der neue Dock bietet einen robusten Workaround. Wer die Leiste oben am Bildschirm fixiert, erhält eine Optik ähnlich der macOS-Menüleiste oder eines Linux-Desktop-Panels. Drei Andockpositionen – Anfang, Mitte, Ende – erlauben eine präzise Anpassung. Die native Taskbar bleibt zwar unverändert, verliert für viele Arbeitsabläufe aber an Bedeutung.

Volle Anpassung und nahtlose Integration

Wie für PowerToys typisch, setzt das Feature stark auf Customization. Die Leiste lässt sich thematisieren, mit Transparenzstufen und Hintergrundfarben an den eigenen Desktop anpassen. Entscheidend ist die nahtlose Integration: Jede Erweiterung für die bestehende „Command Palette“ kann ohne zusätzlichen Programmieraufwand als Widget im Dock angeheftet werden.

Dieser modulare Ansatz öffnet die Tür für komplexe interaktive Widgets in der Zukunft. Das Tool soll den bestehenden Windows-Shell ergänzen, nicht ersetzen, und kann jederzeit ein- oder ausgeblendet werden. Es handelt sich um eine offizielle, sichere Alternative zu Drittanbieter-Tools wie Start11 oder ExplorerPatcher, die Systemdateien modifizieren und bei Updates Probleme verursachen können.

Experimentelle Phase mit offenem Ausgang

Zum aktuellen Zeitpunkt (31. Januar 2026) befindet sich der Command Palette Dock in einer frühen Experimentierphase. Er ist noch nicht in der stabilen Version der PowerToys enthalten. Mutige Nutzer können den Code jedoch bereits aus einem speziellen GitHub-Branch kompilieren und testen.

Das Entwicklungsteam bittet aktiv um Community-Feedback. Welche Erweiterungen sind für die Dock-Ansicht besonders nützlich? Die Antworten darauf werden das finale Feature mitgestalten. Zeigt sich in der Testphase große Beliebtheit, könnte der Dock noch 2026 in einem regulären PowerToys-Update erscheinen.

Langfristig spekulieren Beobachter, dass Microsoft bei Erfolg des Konzepts ähnliche Modularität direkt in künftige Windows-Versionen integrieren könnte. Vorerst bleibt es ein vielversprechendes Experiment – und ein klares Signal, dass der Software-Riese die Wünsche seiner anspruchsvollsten Nutzer doch nicht überhört.

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