Sicherheitsforscher haben eine Methode der Predator-Spyware entdeckt, die die Kamera- und Mikrofon-Warnpunkte auf iPhones stumm schaltet. Die grünen und orangenen Indikatoren, die Nutzer vor heimlicher Überwachung warnen sollen, werden damit wirkungslos. Diese Enthüllung folgt auf eine Serie kritischer Notfall-Updates von Apple.
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So umgeht die Spyware den iPhone-Schutz
Die Schadsoftware manipuliert den SpringBoard-Prozess, das Herz der iOS-Benutzeroberfläche. Mit einem gezielten Eingriff auf Kernel-Ebene blockiert sie die Weitergabe von Sensoraktivitäten. Für den Nutzer bleibt die Überwachung damit unsichtbar.
Die Angreifer nutzen keine neue Zero-Day-Lücke, sondern hebeln mit bereits erlangten hohen Zugriffsrechten ein zentrales Datenschutz-Feature aus. Apple hatte die Indikatoren 2020 mit iOS 14 eingeführt, um heimliches Abhören zu verhindern. Jetzt zeigt sich: Selbst diese visuellen Warnungen sind nicht mehr sicher.
Apple schließt eilig Zero-Day-Lücken
Die Spyware-Enthüllung trifft Apple in einer heißen Phase. Erst Mitte Februar veröffentlichte der Konzern das Notfall-Update iOS 26.3. Es schloss 39 Sicherheitslücken, darunter eine kritische Zero-Day-Schwachstelle im Dynamic Link Editor (dyld).
Über diese Lücke konnten Angreifer Sicherheitsprotokolle umgehen und Schadcode ausführen, bevor die Schutzmechanismen griffen. Parallel bereitet Apple bereits iOS 26.4 vor, um eine weitere aktiv genutzte Schwachstelle zu stopfen. Der Druck auf das Unternehmen wächst.
Wer ist das Ziel der Angriffe?
Experten betonen: Diese hochkomplexe Spyware richtet sich nicht an normale Nutzer. Söldner-Spyware wie Predator ist extrem teuer in Entwicklung und Einsatz. Sie zielt auf spezifische Personen wie Journalisten, Aktivisten oder Diplomaten.
Seit 2021 verschickt Apple regelmäßig Warnungen an betroffene Nutzer in über 150 Ländern. Doch die Grenzen verschwimmen. Einmal entdeckte Exploits werden oft von anderen kriminellen Gruppen adaptiert. Das Risiko für alle Nutzer steigt.
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So schützen Sie Ihr iPhone
Die wichtigste Regel bleibt einfach: Installieren Sie Updates sofort. Nur so schließen Sie bekannte Lücken. Internationale Cybersicherheitsbehörden raten zudem zum wöchentlichen Neustart des Geräts.
Dieser einfache Schritt beendet im Speicher laufende Prozesse und entfernt nicht-persistente Spyware. Für Hochrisiko-Personen bietet Apple den Lockdown Mode an. Dieser stark restriktive Modus schränkt die Funktionalität ein und minimiert die Angriffsfläche.
Ein neues Level im Katz-und-Maus-Spiel
Die jüngsten Entwicklungen markieren eine Eskalation. Früher konzentrierten sich Angreifer darauf, unbemerkt auf Geräte zu gelangen. Jetzt manipulieren sie gezielt die sichtbaren Warnmechanismen für langfristige, unsichtbare Überwachung.
Das zeigt das massive Know-how und die Ressourcen der Spyware-Firmen. Für Apple bedeutet das permanenten Druck, die Sicherheitsarchitektur mit jedem Update zu überarbeiten. Das Vertrauen der Nutzer hängt zunehmend von der Reaktionsgeschwindigkeit des Herstellers ab.





