PrEggNut-Studie: 2.137 Schwangere zeigen keinen Allergieschutz fürs Kind

Die PrEggNut-Studie fand bei Kindern im ersten Lebensjahr keinen signifikanten Allergieschutz durch höheren mütterlichen Ei- und Erdnussverzehr.

Eine gezielte Erhöhung des Konsums von allergenen Nahrungsmitteln während der Schwangerschaft und Stillzeit bietet Kindern keinen zusätzlichen Schutz vor entsprechenden Lebensmittelallergien.

Zu diesem Ergebnis kommt die randomisierte PrEggNut-Studie unter der Leitung von Palmer et al., die am 17. September 2026 im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde. Die Untersuchung ging der Frage nach, ob der intensive mütterliche Verzehr von Hühnereiern und Erdnüssen das spätere Allergierisiko des Nachwuchses messbar senken kann.

Untersuchung zu Verzehrmengen in Schwangerschaft und Stillzeit

Für die PrEggNut-Studie wurden insgesamt 2.137 Schwangere randomisiert, bei denen mindestens zwei blutsverwandte Familienmitglieder eine ärztlich diagnostizierte Allergie aufwiesen. Die Intervention startete vor der 23. Schwangerschaftswoche und wurde fortgeführt, bis das Stillen endete oder das jeweilige Kind das vierte Lebensmonat erreichte.

Die Probandinnen wurden in zwei unterschiedliche Gruppen aufgeteilt:
– In der Hochverzehr-Gruppe nahmen 1.070 Frauen wöchentlich mindestens 6 Eier sowie 60 Erdnusskerne zu sich.
– In der Standardverzehr-Gruppe konsumierten 1.067 Frauen höchstens 3 Eier und maximal 30 Erdnusskerne pro Woche.

Das primäre Ziel des Studienteams bestand darin, das Auftreten einer IgE-vermittelten Ei- oder Erdnussallergie im Alter von einem Jahr zu erfassen.

Keine signifikante Schutzwirkung im ersten Lebensjahr

Die Erhebungen nach Ablauf des ersten Lebensjahres der Kinder zeigten ein eindeutiges Bild bezüglich der Allergiehäufigkeit. In der Hochverzehr-Gruppe wiesen 83 von 1.066 nachuntersuchten Kindern (7,8 %) eine IgE-vermittelte Ei- oder Erdnussallergie auf. In der Gruppe mit Standardverzehr waren es 89 von 1.064 Kindern (8,4 %).

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Die PrEggNut-Studie mit 2.137 Schwangeren zeigt: Eine besonders ei- und erdnussreiche Ernährung bringt keinen zusätzlichen Allergieschutz fürs Baby. Was stattdessen zählt, ist eine ausgewogene Ernährung — ohne extreme Verzehrmengen und ohne Verunsicherung. Unser kostenloser Leitfaden fasst die wichtigsten Erkenntnisse für Sie zusammen. Jetzt kostenlosen Ernährungs-Leitfaden sichern

Daraus ergab sich ein relatives Risiko von 0,93 bei einem 95%-Konfidenzintervall von 0,69 bis 1,26 und einem P-Wert von 0,65. Damit ließ sich kein statistisch signifikanter Schutzeffekt durch den erhöhten Konsum nachweisen. Hinsichtlich der Sicherheit wurden in beiden Studienarmen vergleichbare Profile verzeichnet.

Einordnung der wissenschaftlichen Datenlage

Die Erkenntnisse der PrEggNut-Studie reihen sich in die breitere Diskussion über den Einfluss der mütterlichen Ernährung auf die kindliche Immunprägung ein.

Ein weiterer Fachartikel von informatii-medicale.ro thematisierte im September 2026 eine Beobachtungsstudie zu allergenen Lebensmitteln und berichtete ebenfalls von keinem signifikanten Zusammenhang zwischen der mütterlichen Ernährung in Schwangerschaft sowie Stillzeit und der Vorbeugung von Nahrungsmittelallergien bei Säuglingen.

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Im Gegensatz zur methodisch streng kontrollierten PrEggNut-Studie nannte dieser Bericht jedoch weder konkrete Stichprobengrößen noch genaue Resultate oder eine spezifische Studienquelle.

Aus medizinischer Sicht raten Fachleute dazu, Allergene in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht allein zur vermeintlichen Allergieprävention zu meiden. Betroffene sollten sich vielmehr an individuelle ärztliche Vorgaben halten und auf eine ausgewogene Ernährung achten, anstatt eigenständig extreme Verzehrmengen anzustreben.