Der Amazon Prime Day 2026, der vom 23. bis 26. Juni lief, bescherte Käufern historische Tiefstpreise bei Prozessoren, SSDs und Gaming-Monitoren. Doch während die Verbraucher jubeln, kämpft Dell an der Börse mit Gegenwind.
Hochleistungskomponenten zu Tiefstpreisen
Besonders im High-End-Segment fielen die Preise deutlich. Der Intel Core Ultra 9 285K – ein 24-Kern-Prozessor mit bis zu 5,7 GHz Takt – war am 26. Juni für rund 445 Euro zu haben. Das entspricht einem Rabatt von 26 Prozent gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung von 599 Euro und markierte den tiefsten Stand seit 30 Tagen. Bei Abholung im Geschäft drückte MicroCenter den Preis sogar noch um weitere zehn Euro.
Auch bei den Speichermedien tat sich einiges. Die WD Black SN8100 4TB PCIe 5.0 SSD mit Lesegeschwindigkeiten von 14.900 MB/s fiel auf 669,99 Euro – ein Nachlass von 14 Prozent. Ein echtes Schnäppchen bot sich Käufern im AMD-Lager: Ein AM5-Bundle bestehend aus Ryzen 5 9600X, Gigabyte B850 Aorus Elite Mainboard und Samsung 990 Pro 1TB SSD gab es mit satten 36 Prozent Rabatt. Die Ersparnis: rund 250 Euro.
Gaming-Laptops und Monitore im Preissturz
Die Notebook-Angebote deckten sämtliche Leistungsklassen ab. Das Acer Predator Helios Neo 16 AI verbilligte sich um stolze 600 Euro auf 1.600 Euro. Noch tiefer in die Tasche griff Dell beim eigenen Modell: Das Dell 16 DC16256 mit Ryzen 7 und 1TB SSD fiel um 45 Prozent auf 599,99 Euro.
Ein neues Allzeittief erreichte der 32-Zoll Samsung Odyssey G55C Gaming-Monitor: Am 25. Juni kostete er nur noch 190 Euro. Die SteelSeries Apex Pro Mini Wireless Tastatur mit OmniPoint-2.0-Technologie war am selben Tag für 144 Euro zu haben – fast die Hälfte des regulären Preises.
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Dells Börsen-Talfahrt
Ganz anders die Lage bei Dell Technologies. Der Aktienkurs des Konzerns fiel am 25. Juni um 6,48 Prozent und setzte seine Talfahrt am Folgetag mit weiteren 2,18 Prozent auf 352,00 Euro fort. Auslöser war eine Herabstufung durch Morgan Stanley: Die Analysten senkten ihr Rating von „Overweight“ auf „Underweight“. Ihre Sorge: Steigende DRAM- und NAND-Kosten könnten die Gewinnmargen schmelzen lassen.
Dabei hatte Dell erst kürzlich seinen Firmensitz von Delaware nach Texas verlegt – ein Schritt, den 97 Prozent der Aktionäre befürworteten. Und die langfristige Bilanz ist beeindruckend: Im vierten Quartal stieg der Umsatz um 88 Prozent, die Sparte Infrastructure Solutions verdreifachte ihre Erlöse.
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Indien: Apple dreht an der Preisschraube
Während in Westeuropa und den USA die Rabatte purzelten, schlug Apple in Indien den entgegengesetzten Weg ein. Berichten zufolge stiegen die Preise für MacBook-Modelle dort drastisch – ausgelöst durch höhere Komponentenkosten. Das MacBook Air M5 13 Zoll verteuerte sich um umgerechnet rund 330 Euro, das MacBook Pro 14 Zoll M5 sogar um knapp 770 Euro. Die Folge: Ein Run auf Restbestände zu alten Preisen bei Drittanbietern wie Flipkart.

