Procreate-Kurs: Berlins Künstler entdecken die digitale Leinwand

Das Berliner Künstlerbildungswerk bietet einen subventionierten Grundlagenkurs für die Zeichen-App Procreate an, um traditionelle Künstler für den digitalen Arbeitsmarkt zu qualifizieren.

Die digitale Kunst erobert Berlin – und die Künstlerschaft rüstet sich für den Wandel. Das bildungswerk des bbk berlin bietet ab dem 19. Januar einen neuen Grundlagenkurs für die beliebte Zeichen-App Procreate an. Das Ziel: traditionelle Künstler fit für den digitalen Arbeitsmarkt machen.

Der eintägige Workshop „Procreate for Beginners“ richtet sich explizit an Einsteiger. Sie lernen, ihre analogen Fähigkeiten auf das iPad zu übertragen. Geleitet wird der Kurs von der Illustratorin Giulia Bona. Sie vermittelt die Grundlagen der Software, die sich mit ihrer intuitiven Bedienung zum Industriestandard für digitale Kunst entwickelt hat.

Vom Skizzenblock zum professionellen Export

Was erwartet die Teilnehmer? Der Kurs geht weit über simples Ausprobieren hinaus. Auf dem Lehrplan stehen die essenziellen Werkzeuge für professionelles Arbeiten. Die Künstler navigieren durch das Interface, passen Pinsel und Leinwände an ihren Stil an und lernen, mit Ebenen und Masken präzise zu arbeiten. Ein zentraler Punkt ist der finale Export: Wie bereitet man seine Kunstwerke korrekt für Druck oder Web auf?

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Doch warum ist diese Qualifikation so wichtig? Die Kunstbranche verlangt zunehmend Hybridfähigkeiten. Ob Illustration, Storyboarding oder Fine Art – wer heute erfolgreich sein will, muss sowohl analog als auch digital denken können. Der Kurs des bbk reagiert genau auf diese Nachfrage.

Kunst-Förderung zum Mini-Preis

Ein entscheidender Vorteil ist der Preis: Dank Fördermitteln der Europäischen Union (ESF) und des Landes Berlin kostet der gesamte Seminartag nur 40 Euro. Diese Subventionierung durchbricht eine hohe Einstiegsbarriere für freischaffende Künstler. Spezialisierte Software-Trainings sind oft teuer und für Selbstständige kaum erschwinglich.

„Die Teilnehmer müssen lediglich ihr eigenes iPad mit installierter Procreate-App mitbringen“, heißt es vom Bildungswerk. So halten sich die Kosten niedrig und die Künstler lernen direkt auf ihrem vertrauten Gerät. Die Platzzahl ist begrenzt, um eine intensive Betreuung zu gewährleisten.

Startrampe für eine digitale Karriere

Der Anfängerkurs ist nur der Auftakt. Er bildet die Basis für eine ganze Reihe vertiefender Workshops im ersten Quartal 2026. Bereits am 30. Januar folgt ein Seminar zu „Storyboard and Frame-by-frame Animation“. Im Februar schließt sich ein „Procreate Studio Lab“ an.

Diese modulare Struktur ist klug. Künstler können so innerhalb weniger Wochen vom Grundwissen zu komplexen Animationen und narrativen Techniken aufsteigen. Diese „stapelbaren“ Fähigkeiten werden auf dem Arbeitsmarkt immer wertvoller. Das Bildungswerk positioniert sich damit als zentraler Anbieter für zeitgemäße, künstlerische Weiterbildung.

Die Anmeldung für den Startkurs am 19. Januar läuft. Für Berlins kreative Szene könnte dies der Startschuss in ein digitales Jahr 2026 sein. Weitere Workshops zu Mixed Media und digitaler Collage sind bereits in Planung. Die Botschaft ist klar: Die Zukunft der Kunst ist hybrid – und Berlin bereitet seine Künstler darauf vor.