Project Online endet 30. September: BrightWork beschleunigt Migration

BrightWork veröffentlicht ein Tool zur beschleunigten Migration von Microsoft Project Online vor dessen endgültiger Abschaltung am 30. September 2026.

Die Zeit drängt: Am 30. September 2026 schaltet Microsoft Project Online endgültig ab. Ein neues Migrationstool soll den Umstieg beschleunigen.

Der Softwareanbieter BrightWork hat am 17. Juni eine aktualisierte Version seiner Projektmanagement-Plattform veröffentlicht. BrightWork 365 Version 4.2 richtet sich gezielt an Unternehmen, die noch immer auf Microsoft Project Online setzen und nun unter Zeitdruck stehen. Denn der Dienst wird in gut drei Monaten eingestellt – wer seine Daten nicht rechtzeitig sichert, verliert den Zugriff unwiderruflich.

Der Countdown läuft

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Der Zeitplan von Microsoft ist unerbittlich. Bereits am 1. Oktober 2025 stoppte der Konzern den Verkauf neuer Lizenzen für Project Online. Am 1. April 2026 folgte die Blockade neuer Project-Web-App-Seiten (PWA). Einen Tag später endete der Support für SharePoint-2013-Workflows – ein zentrales Element vieler älterer Projektmanagement-Umgebungen.

Branchenexperten schätzen, dass komplexe Migrationen bis zu 20 Wochen dauern können. Wer jetzt noch nicht begonnen hat, handelt auf den letzten Drücker. Der finale Stichtag ist der 30. September 2026. Danach gibt es keinen Zugriff mehr auf die Plattform und die dort gespeicherten Projektdaten.

Beschleunigte Migration in Rekordzeit

BrightWork positioniert sein Update als Turbo für den Umstieg. Die Software soll Teams den Wechsel auf die Microsoft Power Platform und Dataverse erleichtern. Herzstück ist eine Import-Engine, die laut Hersteller bis zu 2.500 Projekte in weniger als sechs Stunden migrieren kann.

Das Toolkit bietet zudem automatisierte Datenzuordnung, Governance-Vorlagen und eine Funktion namens „Parallelbetrieb“. Damit können Anwender beide Systeme während der Übergangsphase gleichzeitig nutzen. Die neue Version enthält außerdem einen Power-BI-Vorlagenhub mit 28 vorkonfigurierten Berichten und einen Stage-Gate-Workflow-Builder.

Nach Angaben des Anbieters lässt sich der gesamte Migrationsaufwand um bis zu 60 Prozent reduzieren. Erste Pilotprojekte laufen bereits bei mehreren Fortune-500-Unternehmen, die Portfolios mit über 5.000 aktiven Projektplänen verwalten.

Die Alternativen von Microsoft

Der Konzern selbst verweist seine Kunden auf mehrere interne Nachfolgelösungen:

  • Planner Premium für einfaches Aufgabenmanagement
  • Project Server Subscription Edition für Nutzer, die eine vertraute Umgebung bevorzugen
  • Dynamics 365 Project Operations für Unternehmen mit integriertem Finanz- und Ressourcenmanagement

Besonders Dynamics 365 Project Operations gilt als strategischer Nachfolger. Die Plattform integriert künstliche Intelligenz für die Projektabwicklung. Interne Daten zeigen, dass 84 Prozent der Nutzer durch KI-gestützte Erkenntnisse eine höhere Effizienz melden. Analysten erwarten, dass sich der Markt für KI im Projektmanagement bis 2028 mehr als verdoppeln wird.

Wettbewerb und Kostenvergleich

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Auch externe Anbieter buhlen um die Project-Online-Kunden. Smartsheet startet bei neun bis 19 Euro pro Nutzer und Monat. Microsofts aktuelle Planner- und Project-Tarife liegen zwischen zehn und 30 Euro pro Nutzer und Monat. Während Smartsheet für seine Flexibilität geschätzt wird, bleibt Microsoft Project bei komplexen Planungen im etablierten Microsoft-365-Ökosystem die erste Wahl.

Zeitfenster schließt sich

Um Datenverluste zu vermeiden, empfehlen Service-Provider allen verbliebenen Project-Online-Nutzern, ihre Migration spätestens Anfang August 2026 zu starten. Dieser Zeitplan berücksichtigt die notwendige Anforderungsanalyse, Datenzuordnung und Benutzerschulungen für einen stabilen Übergang auf eine neue Plattform.