Project Perception: Microsofts KI-Plattform gegen Zero-Day-Lücken

Microsoft launcht Project Perception zur Schwachstellensuche und rüstet Copilot mit neuen Funktionen für Unternehmen aus.

Project Perception: KI gegen Sicherheitslücken

Im Juli 2026 führt Microsoft die Sicherheitsplattform Project Perception ein. Das System soll Software-Schwachstellen automatisch aufspüren. Entwickelt wurde es unter der Leitung von Sicherheitschefin Hayete Gallot. Die Plattform kombiniert Modelle von Microsoft, OpenAI und Anthropic und setzt auf eine intelligente Routinge-Technologie. Diese wählt für jede Aufgabe das kosteneffizienteste und leistungsfähigste KI-Modell aus.

Bereits Anfang Juli identifizierte der hauseigene MDASH-Scanner 16 Zero-Day-Schwachstellen im Windows-Betriebssystem – vier davon als kritisch eingestuft. Die kommerzielle Version von Project Perception baut auf diesem Scanner auf und arbeitet mit Microsoft Defender sowie GitHub zusammen. Unternehmen erhalten damit eine umfassende Abwehrplattform.

Copilot wird leistungsfähiger

Microsoft rüstet seinen KI-Assistenten Copilot mit neuen Funktionen aus. Dazu gehören die Bildschirm- und Kameraerkennung, die Verbesserung von E-Mails in Outlook sowie eine optimierte Excel-Suche mit mehreren KI-Agenten. Neu ist auch der Agent Store: Ein Marktplatz für behördlich freigegebene KI-Assistenten.

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Die Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen bündelt Microsoft im Entra Suite-Paket. Es kostet zwölf Euro pro Nutzer und Monat bei Jahresabschluss. Die Suite schützt vor sogenannten Prompt-Injection-Angriffen und verhindert, dass vertrauliche Daten in KI-Anfragen auftauchen.

Für Entwickler hat Microsoft Consulting Services eine Methode zur Gestaltung von KI-Agenten veröffentlicht. Sie nutzt Sequenzdiagramme und textbasierte Anwendungsfälle. Für Routineaufgaben kommt DeepSeek V4 Flash zum Einsatz, für die erste Ideenfindung Gemini Pro.

Unternehmen setzen auf KI-Agenten

Mehrere Firmen haben bereits mit dem großflächigen Einsatz von Microsofts KI-Tools begonnen:

Der Logistikdienstleister Evri setzt Microsoft-KI für die Paketverfolgung von 25 Millionen Kunden in Großbritannien ein. Das Unternehmen sparte durch Automatisierung in drei Jahren umgerechnet rund 40 Millionen Euro. Bis September 2026 sollen 6.000 Copilot-Lizenzen ausgerollt werden. Fünf spezialisierte Agenten unterstützen künftig Kuriere, Kunden und Partner.

Das Startup Decide AI arbeitet mit der nigerianischen Co-Working-Kette Cafe One zusammen. Die Lösung „Decide for Work“ automatisiert Tabellenanalysen, Recherchen und Datenverarbeitung in Westafrika.

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Am 18. Juli 2026 brachte Model ML KI-Plugins für Word, Excel, PowerPoint und Teams auf den Markt. Ein einzelner Agent kann nun kontextübergreifend arbeiten – etwa eine Notiz in Word verfassen und gleichzeitig die dazugehörigen Dateien in Excel oder PowerPoint aktualisieren.

Technische Grundlagen und Effizienzgewinne

Microsoft hat zudem Leitlinien für den Bau von MCP-Tools (Model Context Protocol) auf Azure veröffentlicht. Unternehmen können damit ihre bestehenden Systeme über eine Pipeline aus API-Management, Logic Apps und verwalteten Identitäten in KI-Agenten verwandeln.

Wie groß die Effizienzpotenziale sind, zeigt eine Studie von EnergieSchweiz: In Wohngebäuden in Zürich und Genf senkten intelligente Ventile den Heizenergiebedarf um bis zu 66 Prozent. In einem Zürcher Projekt sparte die Technik umgerechnet 1,3 Millionen Euro bei der Investition in eine neue Wärmepumpe.

Um den Umstieg auf die neue Technologie zu erleichtern, bietet Microsoft den Frontier Learning Journey an. Das 86-stündige Schulungsprogramm umfasst zehn Projektmodule zu Copilot und Fabric IQ.

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