Proton Mail: Neue Importwerkzeuge sollen den Wechsel von Gmail erleichtern

GMX erreicht im Vertrauensranking den Spitzenplatz; Proton entwickelt Werkzeuge für den Wechsel von Google-Diensten.

•

Für die private digitale Kommunikation empfiehlt das Fachmagazin t3n in einem Bericht vom 18.10.2026 den Verzicht auf marktbeherrschende US-Dienste wie Gmail und Outlook. Stattdessen sollten Verbraucher auf europäische E-Mail-Anbieter setzen, um den Schutz persönlicher Daten zu stärken.

Der Preis scheinbar kostenloser Basisdienste

Wie t3n-Autor Marvin Fuhrmann in dem Beitrag darlegt, sind Postfächer wie Gmail und Outlook in ihrer Grundversion zwar kostenfrei nutzbar, Anwender bezahlten die Nutzung jedoch mit ihren persönlichen Daten als alternativer Währung. Während Basisfunktionen ohne direkte Gebühren bereitgestellt werden, verlangen die US-Konzerne für zusätzlichen Speicherplatz oder tiefergehende Integrationen von künstlicher Intelligenz gesonderte Zahlungen.

Vor diesem Hintergrund wächst der Fokus auf Dienste, die ihren Sitz im europäischen Rechtsraum haben und damit strengeren Vorgaben bezüglich des Schutzes der Privatsphäre unterliegen.

Proton plant vereinfachten Wechsel von Google-Diensten

Ein wesentliches Hindernis für den Wechsel zu datenschutzfreundlicheren Lösungen stellt häufig der Aufwand dar, bestehende Konten und Dateien zu übertragen. Der Schweizer Anbieter Proton arbeitet laut einem Bericht vom 17.10.2026 an neuen Werkzeugen, um die Migration von Gmail zu Proton Mail sowie von Google Drive zu Proton Drive deutlich zu vereinfachen.

Vorgesehen ist demnach unter anderem ein Import von Gmail-Inhalten direkt über die mobile Proton-Mail-App, ohne dass hierfür ein Webbrowser erforderlich ist. Nutzer sollen ihre bestehende Gmail-Adresse zudem weiterhin zum Empfangen und Beantworten von Nachrichten verwenden können. Für den Cloudspeicher plant Proton eine direkte Kopplung an Google Drive, die einen manuellen Download und erneuten Upload von Dateien überflüssig macht.

Anzeige

Wer sich für einen Wechsel zu datenschutzfreundlicheren Alternativen entscheidet, sollte auch die Sicherheit seiner Messenger-Kommunikation kritisch hinterfragen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie in wenigen Minuten zu einer sicheren Alternative wechseln und Ihre Privatsphäre effektiv schützen. Telegram Startpaket jetzt kostenlos anfordern

Darüber hinaus kündigte das Unternehmen funktionale Verbesserungen an, darunter eine erweiterte Volltextsuche in Proton Mail, eine Inhaltssuche für Proton Drive sowie Aktualisierungen für Proton VPN, den Passwortmanager Proton Pass und den hauseigenen KI-Assistenten Lumo. Die Einführung dieser Neuerungen wird nach Angaben des Unternehmens innerhalb der kommenden sechs Monate erwartet.

Vertrauenswerte und Testergebnisse deutscher Anbieter

Dass europäische Anbieter bei den Nutzern im Hinblick auf Verlässlichkeit punkten, spiegeln auch aktuelle Erhebungen wider. Im Vertrauensranking 2026 der WirtschaftsWoche, das auf einer Untersuchung des Analyseinstituts ServiceValue mit 595.142 Verbraucherurteilen zu 1.967 Unternehmen aus 105 Branchen basiert, belegte GMX im Bereich der E-Mail-Anbieter die Spitzenposition. Mit einem Kundenvertrauensindex von 74,2% erhielt der Dienst das Prädikat Höchstes Vertrauen.

Im selben Ranking folgte WEB.DE mit 73,6% und der Wertung Sehr hohes Vertrauen, während Gmail mit 72,0% ebenfalls als Sehr hohes Vertrauen eingestuft wurde. Yahoo Mail erreichte 66,1% und die Einstufung Hohes Vertrauen. GMX platzierte sich damit um 2,2 Prozentpunkte vor Gmail und um 8,1 Prozentpunkte vor Yahoo Mail.

Anzeige

Neben der Wahl des richtigen Anbieters ist der Schutz vor unbefugten Zugriffen entscheidend für die digitale Sicherheit. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, wie die neue Passkey-Technologie Ihre Online-Konten bei Amazon, WhatsApp und Co. künftig ohne unsichere Passwörter absichert. Kostenlosen Report zur passwortlosen Anmeldung sichern

Auch bei vergleichenden Warentests schneiden regionale Anbieter positiv ab: Im E-Mail-Test der Stiftung Warentest in der Ausgabe 9/2026, bei dem zehn Anbieter mit insgesamt 18 Produkten untersucht wurden und die Privatsphäre 30% der Gesamtwertung ausmachte, ging GMX FreeMail als Testsieger unter den kostenlosen Angeboten hervor, während GMX ProMail mit der Note Gut bewertet wurde.