PS6-Handheld: 600-Dollar-Preisziel rückt wegen Speicherkosten in Ferne

Steigende LPDDR5X-Preise durch KI-Nachfrage verteuern Gaming-Handhelds. Ein PS6-Portable für 600 Dollar gilt laut Brancheninsider als unrealistisch.

Ein handlicher PlayStation-6-Handheld für 600 US-Dollar rückt in weite Ferne. Das erklärte der als zuverlässig geltende Leaker Kepler_L2 am 24. August 2026 und bezeichnete ein solches Preisziel als definitiv nicht möglich. Auslöser sind stark steigende Preise für LPDDR5X-Arbeitsspeicher, die durch die Nachfrage von KI-Rechenzentren angetrieben werden.

Speicherkosten treiben Preise nach oben

Laut Kepler_L2 seien 600 US-Dollar für einen PS6-Handheld nicht realistisch. Sony habe die Existenz einer PS6 bislang nicht offiziell bestätigt, dennoch kursieren bereits konkrete technische Details zu einem möglichen Handheld-Ableger.

Der Leaker verweist darauf, dass auch andere Hersteller ihre Preise angesichts der Speicherknappheit anheben müssen. Als Beispiel nennt er das Lenovo Legion Go S, dessen Version mit 32GB Arbeitsspeicher und 1TB Speicherplatz mittlerweile 1.580 US-Dollar kostet.

Für den PS6-Handheld selbst liege die Bill of Materials – also die reinen Herstellungskosten der Komponenten – nach Angaben von Kepler_L2 bei fast 1.000 US-Dollar. Das habe direkte Folgen für die aktuelle Produktpalette: PS5 und PS5 Pro würden nach seiner Einschätzung höchstwahrscheinlich zum Selbstkostenpreis verkauft.

Für Verbraucher bleiben die PS5-Preise vorerst dennoch stabil, da Sony sich nach Angaben des Leakers ausreichend Speicherkomponenten für 2026 gesichert habe.

Technische Spekulationen zum Handheld

Anzeige

Die Nachricht vom PS6-Handheld-Preisziel überrascht viele Gamer – doch die Gründe liegen in den stark gestiegenen Speicherkosten. Unser kostenloser Leitfaden zeigt, welche Handhelds aktuell das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten und worauf Sie beim Kauf achten sollten. Jetzt kostenlosen Handheld-Leitfaden anfordern

Zu den Spezifikationen des möglichen PS6-Handhelds kursieren mehrere Gerüchte aus dem Umfeld von Kepler_L2. Demnach könnte das Gerät mit LPDDR5X-8533-Speicher, einem 192-Bit-Bus und wahlweise 18, 24 oder 36 GB Arbeitsspeicher ausgestattet werden.

In einer weiteren Version der Gerüchte ist von 24GB LPDDR5X in Kombination mit einer AMD-APU namens „Canis“ die Rede. Ein Projekt mit dem Namen „Amethyst“, das eine sogenannte Universal Compression nutzt, könnte laut Berichten den Speicherbedarf des Handhelds senken und damit die Kostenbelastung abfedern.

Marktweite Auswirkungen der DRAM-Knappheit

Die Entwicklung beschränkt sich nicht auf Sony. Sony-CEO Hiroki Totoki geht davon aus, dass die DRAM-Knappheit bis 2027 anhalten wird, weshalb das Unternehmen seine Preisstrategie überdenke. Auch der Handheld-Hersteller GPD ist von den steigenden Speicherkosten betroffen: Der GPD WIN Max 3 startet wegen der hohen LPDDR5X-Kosten bei 1.750 US-Dollar.

Das Gerät bietet mindestens 32GB LPDDR5X, ist aber bis zu 128GB konfigurierbar, verfügt über ein 9,06-Zoll-OLED-Display und einen Ryzen-AI-Max-Prozessor. Vorbestellungen sollen ab dem 2. September über Indiegogo starten.

Anzeige

Bevor Sie sich für einen neuen Handheld entscheiden, sollten Sie die aktuellen Preistrends kennen. Unser Leitfaden erklärt, warum die Speicherkosten die Preise treiben und gibt Ihnen eine Checkliste an die Hand, mit der Sie den richtigen Kaufzeitpunkt finden. Leitfaden jetzt kostenlos sichern

Die Preisstaffelung bei GPD verdeutlicht, wie stark sich Speicherausstattung auf den Endpreis auswirkt: Eine Konfiguration mit 64GB Arbeitsspeicher und 2TB Speicherplatz kostet 500 US-Dollar mehr als das Basismodell, während die Topversion mit 128GB bei 3.499 US-Dollar liegt.

Die Häufung solcher Preissteigerungen bei mehreren Herstellern deutet darauf hin, dass die Knappheit bei LPDDR5X-Speicher die gesamte Handheld-Branche vor Herausforderungen stellt – mit Konsequenzen, die sich nach Einschätzung von Branchenbeobachtern erst über die kommenden Produktgenerationen hinweg vollständig zeigen dürften.