Punkt MC03: Neues Schweizer Smartphone will Sicherheit und Alltag versöhnen

Das MC03 von Punkt Tronics trennt das System in eine sichere Proton-Umgebung und eine sandboxierte Android-Umgebung. Das Premium-Gerät wird über ein Abo-Modell vertrieben und zielt auf Professionals.

Ein Schweizer Hersteller lanciert ein Smartphone mit zwei getrennten Betriebsumgebungen – eine radikale Antwort auf die Datenschutz-Debatte. Punkt Tronics stellte am Freitag das Flaggschiff MC03 vor. Das Gerät soll den Dauerkonflikt zwischen Privatsphäre und Nutzerkomfort auflösen.

Die Zwei-Klassen-Gesellschaft im Smartphone

Der Kern der Innovation ist das proprietäre Betriebssystem AphyOS. Es teilt das Gerät in zwei strikt getrennte Bereiche: den „Tresor“ und das „Wilde Web“.

Im abgeschotteten „Tresor“ laufen ausschließlich geprüfte, datenschutzfreundliche Apps. Hier ist die Suite des Schweizer Anbieters Proton (Mail, Kalender, Drive, VPN) vorinstalliert. Diese Umgebung soll Datenlecks von vornherein minimieren und sensible Informationen vor Trackern schützen.

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Der zweite Bereich, das „Wilde Web“, ist eine sandboxierte Android-Umgebung. Hier lassen sich normale Apps aus dem Google Play Store installieren. Ein „Ledger“-System überwacht jedoch in Echtzeit deren Datenflüsse und Energieverbrauch. Nutzer erhalten so eine detaillierte Kontrolle über Berechtigungen.

„Dieser Ansatz formalisiert, was Datenschutz-Enthusiasten bisher mit zwei Geräten lösten“, kommentiert ein Branchenbeobachter. „Ein sicheres für Kommunikation, ein zweites für Alltags-Apps.“

Premium-Hardware mit Abo-Modell

Das in Deutschland gefertigte MC03 bietet Hardware auf Mittelklasse-Niveau: ein 6,7-Zoll-OLED-Display mit 120 Hz, eine 64-Megapixel-Kamera und einen ungewöhnlichen herausnehmbaren 5.200-mAh-Akku. Die Wasserschutzklasse IP68 rundet das Paket ab.

Der Preis von 699 Euro beinhaltet das erste Jahr der AphyOS-Dienste. Danach soll ein monatliches Abonnement von etwa 12 Euro fällig werden, um Sicherheitsupdates und Privatsphäre-Funktionen weiter zu nutzen. Dieses Modell ist umstritten: Es bindet die Einnahmen des Herstellers an den Nutzerschutz, könnte aber die Masse der Käufer abschrecken.

Strategische Allianz für „Swiss Privacy“

Die enge Integration der Proton-Dienste ist strategisch. Beide Schweizer Unternehmen positionieren sich als souveräne europäische Alternative zu den US-amerikanischen und asiatischen Plattellen. Die Partnerschaft zielt auf eine out-of-the-box-Erfahrung, die sichere Kommunikation ohne komplexe Einrichtung ermöglicht.

Kann der Markt für „Privacy-Phones“ endlich boomen?

Das MC03 trifft auf einen Markt, in dem Datenschutz vom Nischenthema zum Mainstream-Anliegen geworden ist. Die EU mit dem Digital Markets Act treibt diese Entwicklung voran. Bislang scheiterten viele „Privacy-Phones“ jedoch an mangelndem Komfort oder schlechter App-Unterstützung.

Der duale Ansatz des MC03 erkennt an, dass Nutzer beides wollen: geschützte Daten und Zugang zur bequemen App-Welt. Konkurrenten wie Purism setzen eher auf Open Source und Hardware-Killswitches. Punkt zielt dagegen auf Professionals, die ein poliertes, zuverlässiges Werkzeug suchen.

Bereits beobachten die Großen den Trend: Samsungs gerüchteter „Private Display“ oder Googles „Private Space“ in Android 15 deuten ähnliche Richtungen an. Das MC03 geht jedoch weiter und bietet eine radikalere Trennung.

Die Auslieferung in Europa beginnt sofort, Nordamerika folgt im Frühjahr 2026. Der Erfolg wird zeigen, ob der Kompromiss aus Tresor und wildem Web ein Privatsphäre-Smartphone hervorbringt, das sich nicht wie ein Verzicht anfühlt.

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