Eine Boeing 737-800 der australischen Fluggesellschaft Qantas musste am 5. September 2026 auf dem Weg von Neuseeland nach Australien aufgrund eines Triebwerksschadens außerplanmäßig landen. Der Flug mit der Nummer QF122, der ursprünglich von Queenstown nach Sydney führen sollte, wurde nach dem Auftreten von Flammen am linken Triebwerk zum Flughafen von Christchurch umgeleitet.
Zwischenfall kurz nach dem Start in Queenstown
Der Flug startete planmäßig um 16:05 Uhr Ortszeit in Queenstown. An Bord der Maschine mit dem Kennzeichen VH-VZQ befanden sich etwa 160 Passagiere. Augenzeugen am Boden berichteten kurz nach dem Abheben von beunruhigenden Beobachtungen: Lauten Explosionen folgten orangefarbene Flammen, die aus dem linken Triebwerk des Flugzeugs schlugen.
In der Kabine sorgte der Vorfall für Unruhe. Wie die Passagierin Liza-Jayne Loch berichtete, kam es während des Fluges zu flackernder Kabinenbeleuchtung und Schreien unter den Reisenden. Die Besatzung leitete umgehend die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ein und steuerte den Flughafen Christchurch als Ausweichziel an. Nach einer Flugzeit von 52 Minuten setzte die Boeing um 16:57 Uhr sicher auf der Landebahn in Christchurch auf.
Einsatz von Rettungskräften und Evakuierung
Am Zielflughafen wurden Vorbereitungen für eine Notlandung getroffen. Rettungsdienste und Feuerwehr standen bereit, um die Maschine nach dem Aufsetzen in Empfang zu nehmen. Trotz der dramatischen Berichte über die Flammenbildung verlief die Landung ohne weitere Komplikationen.
Nach Angaben der Behörden gab es bei dem Vorfall keine Verletzten. Die Passagiere konnten das Flugzeug nach der Landung ohne Zwischenfälle verlassen. Qantas kümmerte sich in der Folge um die Unterbringung und organisierte die Umbuchung der rund 160 Reisenden auf alternative Flugverbindungen, um deren Weiterreise nach Australien sicherzustellen.
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Unstimmigkeiten bei der Ursachenforschung
Die genaue Ursache für den Triebwerksdefekt ist derzeit Gegenstand technischer Untersuchungen. Unmittelbar nach dem Vorfall wurde spekuliert, dass ein Vogelschlag die Flammenbildung ausgelöst haben könnte.
Die neuseeländische Zivilluftfahrtbehörde CAA (Civil Aviation Authority) bestätigte diese Vermutung zunächst, ruderte jedoch in einer späteren Stellungnahme wieder zurück und konnte einen Vogelschlag vorerst nicht mehr als definitive Ursache bestätigen.
Qantas selbst sprach in einer ersten offiziellen Mitteilung von einem vermuteten Triebwerksschaden, der die Piloten zur Umleitung der Maschine gezwungen habe. Das betroffene Flugzeug wurde nach der Landung in Christchurch am Boden gehalten und für detaillierte technische Inspektionen gesperrt.
Untersuchung zur Flugsicherheit eingeleitet
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Der Vorfall hat eine offizielle Untersuchung nach sich gezogen. Experten für Flugsicherheit werden in den kommenden Tagen die Daten des Flugschreibers sowie das beschädigte Triebwerk analysieren, um den genauen Hergang zu rekonstruieren. Solche Untersuchungen sind bei Triebwerksbränden oder schweren technischen Defekten Standard, um potenzielle Risiken für die gesamte Flotte zu identifizieren.
Für Qantas stellt der Zwischenfall eine logistische Herausforderung dar, da die Boeing 737-800 bis zum Abschluss der Untersuchungen und einer erfolgreichen Reparatur nicht für den regulären Flugbetrieb zur Verfügung steht. Der Fokus der Ermittler liegt nun darauf, festzustellen, ob ein externes Ereignis wie ein Vogelschlag oder ein internes technisches Versagen am Triebwerk für die Flammenbildung verantwortlich war.

