Der Markt für magnetische Powerbanks erlebt einen regelrechten Boom. Angetrieben durch den neuen Qi2.2-Standard und eine Welle leistungsstarker Neuvorstellungen hat sich das Segment in den letzten Monaten rasant entwickelt. Schon im Februar 2026 zählte die Branche über 637 zertifizierte Produkte – ein klares Zeichen für den Trend weg von simplen Notfall-Akkus hin zu leistungsfähigen Ladezentralen.
Neue Modelle für die Smartphone-Generation
Gleich mehrere Hersteller haben Mitte Juli 2026 neue magnetische Powerbanks auf den Markt gebracht. Am 18. Juli präsentierte CUKTECH das Modell CP13 mit 10.000 mAh Kapazität. Es bietet 15W Qi2-Wireless-Laden sowie 30W bidirektionales USB-C-Schnellladen. Mit einem Gewicht von 220 Gramm und einer Hülle aus Liquid Silicone liegt das Gerät angenehm in der Hand. Laut Herstellerangaben lässt sich ein iPhone 17 damit rund 1,7 Mal aufladen, ein Samsung Galaxy S25 etwa 1,45 Mal.
Parallel dazu weitet Ugreen die Verfügbarkeit seiner MagFlow Air Magnetic Power Bank aus. Das ultradünne Gerät mit 5.000 mAh war ursprünglich im März 2026 in Europa gestartet und kommt nun nach Nordamerika. Mit nur 8,6 Millimetern Dicke und 127 Gramm Gewicht bietet es 15W Wireless Charging und 20W über USB-C.
Auch Belkin hat seine Roadmap für 2026 aktualisiert. Die BoostCharge Slim Magnetic Power Bank-Serie gibt es in den Varianten 5.000 und 10.000 mAh – gestartet im zweiten Quartal. Dem vorausgegangen waren der UltraChargePro 10K im Februar und ein 27.000-mAh-Modell mit 240W für Laptops im März.
Der Qi2.2-Standard als Treiber
Die treibende Kraft hinter der aktuellen Entwicklung ist der Qi2.2-Standard. Er ermöglicht kabelloses Laden mit 25W – und erreicht damit die Geschwindigkeit herkömmlicher MagSafe-Verbindungen. Beide großen mobilen Betriebssysteme haben nachgezogen: iOS 26 unterstützt seit Juli 2026 Qi2.2 für aktuelle iPhone-Modelle, die Samsung Galaxy S26-Serie erhielt bereits Anfang des Jahres die Qi2.2.1-Zertifizierung.
Der Baseus PicoGo AM52 ist einer der prominentesten Vertreter der neuen Generation. Das 10.000-mAh-Modell nutzt Qi2.2 für 25W kabellosen Output. Anker hat mehrere Varianten im Angebot: den MagGo 10K Qi2 mit integriertem Kickstand für freihändige Nutzung und den Nano 10K mit ausziehbarem USB-C-Kabel für 45W kabelgebundenes Laden.
Die Zertifizierungszahlen sprechen eine deutliche Sprache: Waren im Dezember 2025 erst 64 Qi2.2-Powerbanks zertifiziert, ist die Zahl seither massiv gestiegen. Hersteller rüsten auf, um die 25W-Fähigkeiten der neuesten Flaggschiffe voll auszuschöpfen.
Spezielle Lösungen für hohe Ansprüche
Neben den Standard-Modellen gibt es 2026 auch spezialisierte Ladegeräte für anspruchsvolle Nutzer. Der Anker Prime 26K liefert bis zu 300W Gesamtleistung, der UGREEN Nexode 25K immerhin 200W – genug für leistungsstarke Notebooks.
Für den Outdoor-Einsatz hat sich die NESTOUT 15K 32W als robuste Wahl etabliert. Einen ganz anderen Ansatz verfolgt Trozk: Das Unternehmen bringt eine 10.000-mAh-Powerbank im Retro-Look einer klassischen Diskette auf den Markt – mit 22,5W USB-C und optional integriertem Speicher.
Wichtig für Reisende: Powerbanks mit 10.000 mAh (etwa 37 Wh) sind im Handgepäck erlaubt, sofern sie die Sicherheitszertifikate für Lithium-Ionen-Akkus erfüllen. Die Hersteller setzen zunehmend auf GaN-Technologie (Galliumnitrid), um hohe Leistungen in kompakten Gehäusen zu realisieren – wie die neuen 67W- und 165W-Mehrfachladegeräte zeigen.

