QR-Code-Betrug: 211.000 Euro Schaden bei Energieversorger PG&E

Per QR-Code täuschen Kriminelle PG&E-Kunden und erbeuten hohe Summen. Der Durchschnittsschaden pro Opfer steigt drastisch an.

000 Euro. Die Täter drohen mit sofortiger Stromsperre und setzen ihre Opfer massiv unter Druck.

Allein in der ersten Jahreshälfte 2026 haben Betrüger mit gefälschten Zahlungsaufforderungen zugeschlagen. Die Masche ist perfide: Per QR-Code oder Barcode sollen die Opfer schnell bezahlen – sonst drohe die sofortige Abschaltung. PG&E warnt eindringlich: Das Unternehmen fordere niemals Zahlungen über QR-Codes, Prepaid-Karten oder Dienste wie Zelle an.

Schaden pro Opfer steigt drastisch

Der finanzielle Schaden hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschärft. 2025 verloren PG&E-Kunden insgesamt rund 301.000 Euro durch verschiedene Betrugsmaschen – im Schnitt 590 Euro pro Opfer. Mitte 2026 liegt der Durchschnittsschaden bereits bei 969 Euro. Besonders betroffen ist Alameda County mit 399 gemeldeten Fällen, gefolgt von Contra Costa County mit 278 Vorfällen.

Neue Sicherheitsmaßnahmen bei Energieversorgern

Als Reaktion auf die wachsende Bedrohung setzen andere Anbieter auf neue Sicherheitsvorkehrungen. In Indiana führte der Versorger NIPSCO am 1. Juli 2026 eine neue Regel ein: Alle Außendienstmitarbeiter tragen nun standardisierte weiße Schutzhelme. So sollen Kunden echte Mitarbeiter leichter erkennen können.

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Das Unternehmen betont: NIPSCO-Mitarbeiter führen stets einen Lichtbildausweis mit sich. Niemand werde telefonisch zu sofortigen Zahlungen aufgefordert, und Prepaid-Karten kämen nicht zum Einsatz.

Bundesweiter Trend: Identitätsbetrug auf dem Vormarsch

Die Betrugswelle bei Versorgern ist Teil eines größeren Problems. Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC verzeichnete 2025 Verluste von rund 3,5 Milliarden Euro durch Identitätsbetrug – fast jeder dritte gemeldete Betrugsfall fällt in diese Kategorie. Bankbetrug verursachte mit einer Milliarde Euro die höchsten Einzelschäden.

Eine Umfrage von JD Power aus Mai 2026 zeigt: 37 Prozent der US-Verbraucher wurden bereits Opfer eines Identitätsbetrugs. Besonders alarmierend: 71 Prozent der Betroffenen bezeichnen ihre finanzielle Lage als angeschlagen. Und jeder vierte Betrugsfall bleibt ungemeldet – aus Scham.

Auch Justiz und Immobilien im Visier

Die Betrüger beschränken sich nicht auf Energieversorger. In Wythe County droht einem Ehepaar am 16. Juli 2026 die Zwangsversteigerung ihres Hauses. Sie waren auf einen langjährigen Hypothekenbetrug hereingefallen und hatten von Anfang 2025 bis April 2026 Zahlungen an einen angeblichen Bankmitarbeiter überwiesen.

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Auch örtliche Polizeibehörden schlagen Alarm. Das Sheriff-Büro im Campbell County (Virginia) meldete am 30. Juni 2026 mindestens drei Fälle, in denen sich Betrüger als Polizisten ausgaben und Geld für angeblich versäumte Gerichtstermine forderten. Ähnliche Vorfälle gab es in Berks County, Pennsylvania. Die Staatsanwaltschaft warnt: Das Sheriff-Büro verlange niemals Geld am Telefon oder Einzahlungen an Kryptowährungsautomaten.

In Kentucky ermitteln die Behörden in einem fall, bei dem ein Opfer am 29. Juni 2026 stolze 4.500 Euro an einen angeblichen Polizisten verlor. Die Botschaft der Ermittler ist klar: Keine Behörde verlangt Zahlungen per Geschenkkarte, Überweisung oder Kryptowährung.