Google hat am 2. November 2026 die Einführung einer automatischen Sicherung von Fotos und Videos von Android-Smartphones auf Windows-Rechner bestätigt. Die Übertragung erfolgt über das Teilen-Werkzeug Quick Share und wird ohne den Umweg über Cloud-Speicher oder kostenpflichtige Abonnements abgewickelt.
Entsprechende Hinweise führt der US-Konzern in den Versionshinweisen zu den Systemdiensten für November 2026 im Bereich für Gerätekonnektivität auf. Die Funktion wird im Rahmen der Google-Play-Dienste in Version 26.43 verteilt.
Lokale Synchronisation im gemeinsamen Heimnetzwerk
Erste Hinweise auf das Vorhaben tauchten bereits im April in Quellcode-Analysen des Portals Android Authority auf, gefolgt von weiteren Details aus einer Vorabversion der Google-Play-Dienste mit der Kennung 26.26.33 im Juli.
Die Einrichtung des Dienstes beginnt auf dem Computer innerhalb des Programms Quick Share für Windows. Um eine Verbindung herzustellen, müssen das Android-Smartphone und der Ziel-PC im selben lokalen Netzwerk eingebucht, eingeschaltet und in räumlicher Nähe zueinander sein. Zudem verlangt das System, dass beide Geräte mit demselben Google-Konto verknüpft sind.
Anwender können festlegen, welche Ordner auf dem Mobiltelefon für die Datensicherung herangezogen werden sollen. Nach der Konfiguration kopiert das System neue Medieninhalte selbstständig auf die Festplatte des Rechners. Eine manuelle Übertragung von Dateien bleibt parallel dazu weiterhin jederzeit möglich.
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Tägliche Sicherungsläufe ohne Anbindung an Server
Laut den zuvor entdeckten Programmabläufen stößt das System die Sicherung täglich an, sobald sich Smartphone und Computer in Reichweite zueinander und im identischen WLAN befinden. In den Einstellungen steht dafür ein Schalter sowie eine Schaltfläche zur sofortigen manuellen Auslösung bereit.
Da der Kopiervorgang rein lokal abgewickelt wird, fließen keine Bilddateien über externe Google-Server. Das schont den belegten Speicherplatz im Nutzerkonto. Löschen Anwender später Fotos oder Videos auf dem Smartphone, bleiben die bereits übertragenen Dateien im Backup-Verzeichnis des Windows-PCs vollständig erhalten.
Die Neuerung schließt eine Lücke im Zusammenspiel zwischen Android und Desktop-Rechnern, nachdem der Dienst Google Drive für Desktop die direkte Sicherung von Google Fotos vor Monaten eingestellt hatte.
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Schrittweise Verteilung und offene Gerätefragen
Die Freischaltung der Funktion erfolgt schrittweise über Hintergrundaktualisierungen der Google-Play-Dienste. Das Fachmedium 9to5Google merkte diesbezüglich an, dass die Aufnahme in die offiziellen Änderungsprotokolle nicht mit einer unmittelbaren weltweiten Verfügbarkeit gleichzusetzen sei, da manche Neuerungen mehrere Monate für den breiten Rollout benötigten.
Den aktuellen Status der Systemdienste können Nutzer auf ihrem Smartphone über den Pfad der Systemeinstellungen unter den Google-Diensten, dem Unterpunkt für alle Dienste sowie dem Bereich Datenschutz und Sicherheit überprüfen. Google hat bislang keine Liste der unterstützten Regionen oder kompatiblen Geräte publiziert.
Zuvor durchgeführte Code-Analysen von Android Authority im Juli und Oktober deuteten darauf hin, dass Modelle von Samsung – sowohl Smartphones als auch Computer des Herstellers – von der automatischen Sicherung ausgeschlossen sein könnten. In den offiziellen Veröffentlichungshinweisen von Google wird eine solche Einschränkung für Samsung-Geräte bislang jedoch nicht aufgeführt, und das Unternehmen hat derartige Ausschlüsse bisher nicht bestätigt.
Neben der Backup-Funktion brachten die Systemhinweise für November Aktualisierungen für den Google Passwortmanager mit einer Konfliktauswahl, Anpassungen für Google Wallet, Neuerungen für das Familienportal sowie Version 53.9 des Google Play Store.

