RAM-Preise explodieren: DDR5-Module um 485 Prozent teurer

Best Buy und B&H senken MacBook-Preise deutlich. Parallel explodieren RAM-Kosten, was den Gebrauchtmarkt für Elektronik stärkt.

Amazon und Best Buy haben im Rahmen des Best-Buy-Jubiläumsverkaufs zu seinem 60-jährigen Bestehen Rabatte von bis zu 500 US-Dollar auf Apples aktuelle MacBook-Pro-Generation mit M5-Pro- und M5-Max-Chips gestartet. Das 14-Zoll-Modell mit M5 Pro, 24 GB RAM und 1 TB Speicher kostet dort statt 2.499 US-Dollar nun 2.299 US-Dollar. Das 16-Zoll-Topmodell mit M5-Max-Chip, 48 GB RAM und 2 TB Speicher ist um 500 US-Dollar reduziert und kostet 4.499 US-Dollar.

Weitere Apple-Rabatte bei B&H

Auch der Elektronikhändler B&H bietet Preisnachlässe auf die aktuelle MacBook-Pro-reihe. Das 14-Zoll-Modell mit M5-Chip, 16 GB RAM und 1 TB Speicher inklusive 96-Watt-Netzteil ist dort um 320 US-Dollar auf 1.699 US-Dollar reduziert, die Variante mit 24 GB RAM und 1 TB Speicher kostet 2.199 US-Dollar. Modelle mit M5-Pro- und M5-Max-Chips sind bei B&H um bis zu 600 US-Dollar günstiger, dazu kommt kostenloser Zwei-Tage-Versand.

Rabattaktionen über den gesamten Markt

Die Preisnachlässe beschränken sich nicht auf Apple-Geräte. Best Buy reduziert im selben Jubiläumsverkauf auch Samsungs Galaxy Book 4 Edge mit Snapdragon-X-Elite-Prozessor, 16 GB RAM und 512 GB Speicher von 1.450 auf 699,99 US-Dollar – ein Nachlass von 750 US-Dollar.

Ergänzend gibt es Rabatte auf den Odyssey-G40H-Monitor für 180 US-Dollar und die Galaxy Buds 3 Pro für 140 US-Dollar. In Großbritannien reduziert Samsung zudem das Galaxy Book 6 Ultra um 300 britische Pfund und das Galaxy Book 6 um 200 Pfund mit dem Code GB6SAVE, hinzu kommen Trade-in-Boni von bis zu 460 Pfund beim Ultra-Modell beziehungsweise 324 Pfund bei der Basisversion.

Auch im Einstiegssegment gibt es Bewegung: Best Buy verkauft im selben Anniversary Sale Chromebooks bereits ab 179 US-Dollar mit Rabatten von bis zu 250 US-Dollar. Das Lenovo IdeaPad Slim 3 mit 14-Zoll-2K-Touchscreen kostet statt 419 nur noch 189 US-Dollar, das Acer Chromebook 315 ist für 199 statt 379 US-Dollar erhältlich.

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Das Acer Chromebook Plus 516 kostet 349 US-Dollar (regulär 479 US-Dollar), das HP-Chromebook-Plus-Modell mit 14-Zoll-2K-Touchscreen 399 US-Dollar statt 599 US-Dollar.

Auch Dell und Asus bewerben derzeit reduzierte Angebote: Dell bietet das XPS 13 (2026) für Studierende zum Preis von 599,99 US-Dollar an, statt regulär 699,99 US-Dollar.

Asus führt im Rahmen seiner Back-to-School-Aktion 2026 zahlreiche Rabatte durch, darunter bis zu 700 US-Dollar Nachlass auf das ROG Zephyrus G14 und bis zu 900 US-Dollar auf das ROG Flow Z13.

Preisdruck bei Arbeitsspeicher belastet den Markt

Die Rabattwelle steht im Kontrast zu einer gegenläufigen Entwicklung beim Arbeitsspeicher. Laut Marktbeobachtungen sind die Preise für RAM-Module massiv gestiegen: Ein 64-GB-DDR5-5600-Kit kostete demnach im August 2025 noch 191 US-Dollar, aktuell wird der gleiche Kit-Typ für 1.118 US-Dollar gehandelt – ein Anstieg von rund 485 Prozent.

Auch DDR5-6000-Module verteuerten sich um etwa 473 Prozent, 32-GB-Kits um rund 429 Prozent. Ein 128-GB-DDR5-6400-Kit kostet inzwischen 3.399 US-Dollar, nahezu das Zehnfache des bisherigen historischen Tiefstpreises von 329 US-Dollar.

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Als Reaktion auf die gestiegenen Speicherkosten bringen Hersteller wieder verstärkt Laptops mit lediglich 8 GB Arbeitsspeicher auf den Markt, etwa das Lenovo IdeaPad Vibe mit Ryzen-AI-Prozessor. Microsoft hat parallel Windows 11 mit Speicheroptimierungen für Geräte mit geringerem RAM-Ausbau angepasst.

Gebrauchtmarkt gewinnt an Bedeutung

Vor dem Hintergrund steigender Komponentenpreise gewinnt der Gebrauchtmarkt für Elektronik an Relevanz. Einer Untersuchung von Best Buy Canada und Angus Reid zufolge haben 63 Prozent der Befragten bereits gebrauchte oder generalüberholte Technik gekauft. Bei der Generation Z liegt dieser Anteil bei 71 Prozent, bei Babyboomern bei 55 Prozent.

Als wichtigster Kaufgrund gilt der Kostenfaktor, den 86 Prozent der Generation X und 69 Prozent der Babyboomer nennen. Umweltaspekte spielen für 44 Prozent der Generation Z und 29 Prozent der Babyboomer eine Rolle. Der Kauf generalüberholter Geräte spart der Untersuchung zufolge im Schnitt 28 Prozent gegenüber Neupreisen.