Raspberry Pi bringt eigene Premium-USB-Sticks auf den Markt

Raspberry Pi ergänzt sein Ökosystem mit offiziellen Flash-Laufwerken, die hohe Dauergeschwindigkeit und Robustheit für professionelle Anwendungen bieten.

Raspberry Pi erweitert sein Ökosystem um offizielle Flash-Laufwerke für höchste Ansprüche. Mit den neuen USB-Sticks will der britische Hersteller Enthusiasten und Industriekunden eine zuverlässige Highspeed-Speicherlösung bieten – und wird damit zum Komplettanbieter für sein Einplatinen-Ökosystem.

Die „Raspberry Pi Flash Drive“ sind ab sofort im Handel erhältlich. Nutzer können zwischen einem 128-GB-Modell für 30 Euro und einer 256-GB-Version für 55 Euro wählen. Damit positioniert sich das Unternehmen im Premium-Segment. Die Preise rechtfertigt Raspberry Pi mit überlegener Performance, robuster Verarbeitung und garantierter Zuverlässigkeit. Viele Anwender hätten bisher Probleme mit billigen No-Name-Produkten, die langsam seien, kaputt gingen oder weniger Speicher böten als angegeben.

Technische Daten: Fokus auf konstante Geschwindigkeit

Im Kern der neuen Sticks steht eine ausgewogene Performance für den Dauerbetrieb. Beide Modelle nutzen eine USB-3.0-Gen-1×1-Schnittstelle mit Standard-Type-A-Anschluss. Während der 128-GB-Stick mit einer anhaltenden Schreibgeschwindigkeit von 75 MB/s aufwartet, verdoppelt die 256-GB-Variante diesen Wert auf 150 MB/s.

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Für hohe Burst-Geschwindigkeiten setzt Raspberry Pi auf QLC-Flash-Speicher mit einem pseudo-SLC-Cache. So lassen sich kurzzeitig nahezu die maximalen Übertragungsraten der USB-3.0-Schnittstelle erreichen. Das Unternehmen betont jedoch die konstanten Leistungswerte als realistisches Maß für den Alltagseinsatz – besonders, wenn der Cache einmal voll ist.

Noch wichtiger für den Betrieb eines Betriebssystems sind die zufälligen Lese-/Schreiboperationen (IOPS). Hier liefert der 128-GB-Stick 16.000 Lese- und 21.000 Schreib-IOPS (4 kB). Die 256-GB-Version steigert diese Werte leicht auf 18.000 beziehungsweise 22.000 IOPS. Diese Spezifikationen deuten darauf hin, dass der größere Stick als Boot-Laufwerk für einen Raspberry Pi 5 eine spürbare Performance-Verbesserung gegenüber hochwertigen microSD-Karten bieten dürfte.

Robustheit und Zuverlässigkeit als Verkaufsargument

Ein zentrales Verkaufsargument ist die physische und technische Widerstandsfähigkeit. Jeder Stick steckt in einem schlanken, vollständig aus Aluminium gefertigten Gehäuse. Diese hochwertige Konstruktion soll die bei billigen Plastikmodellen häufigen mechanischen Defekte verhindern.

Intern haben die Laufwerke umfangreiche Tests durchlaufen. Raspberry Pi gibt an, sie seien für den rauen Alltagseinsatz qualifiziert – inklusive plötzlicher Stromunterbrechungen. Die Sticks wurden demnach über zehntausende zufällige Stromzyklen unter intensiver I/O-Last geprüft, um die Datenintegrität sicherzustellen.

Moderne Speicherverwaltungs-Features runden das Paket ab: SMART zur Überwachung des Laufwerkszustands und TRIM für dauerhaft optimale Performance. Zudem unterstützen die Sticks das effiziente USB Attached SCSI (UAS)-Protokoll und fallen bei Bedarf auf den älteren USB Mass Storage (UMS)-Standard zurück.

Strategische Ergänzung des Raspberry-Pi-Ökosystems

Der Launch eigener USB-Sticks ist der logische nächste Schritt für Raspberry Pi. Damit komplettiert das Unternehmen sein Trio aus First-Party-Speicherlösungen nach microSD-Karten und SSDs. Die Strategie zielt direkt auf die Kernzielgruppe aus Bastlern, Entwicklern und Industriekunden ab, die eine stabile und vorhersehbare Speicherbasis für ihre Projekte benötigen.

Für OEM- und Industrieanwendungen vereinfacht ein klar spezifiziertes und stets verfügbares Speichermedium die Qualifizierung, Testung und den Einsatz über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg.

Die neuen Sticks bieten eine attraktive Alternative zu anderen Speicherformaten. Zwar liefern per HAT angeschlossene NVMe-SSDs die höchste Performance, doch sie belegen den einzigen PCIe-Lane des Raspberry Pi 5. Das kann zu Konflikten mit anderen Peripheriegeräten führen – wie dem kürzlich vorgestellten AI HAT+ 2, der ebenfalls den PCIe-Steckplatz benötigt. Die USB-Sticks bieten nun eine Highspeed-Option, die die USB-3.0-Ports nutzt und den PCIe-Lane für andere Erweiterungen freihält. Eine ideale Lösung also für alle, die sowohl beschleunigte KI-Fähigkeiten als auch schnellen Speicher brauchen.

Mit den eigenen Flash-Laufwerken festigt Raspberry Pi sein Ökosystem und unterstreicht das Markenversprechen von Qualität und Zuverlässigkeit. Indem das Unternehmen Design und Spezifikationen seiner essenziellen Peripheriegeräte kontrolliert, kann es ein nahtloseres und verlässlicheres Nutzererlebnis garantieren. Der höhere Preis im Vergleich zu Billigprodukten dürfte ernsthafte Hobbyisten und gewerbliche Kunden nicht abschrecken, die langfristige Stabilität über den Anschaffungspreis stellen.

Während Raspberry Pi weiter in anspruchsvollere Anwendungsgebiete wie On-Device-KI oder Industrieautomatisierung vordringt, wird die Verfügbarkeit hochwertiger, offiziell unterstützter Peripherie immer wichtiger. Die Einführung der Raspberry Pi Flash Drive ist ein klares Signal: Das Unternehmen will eine komplette, Ende-zu-Ende-Plattform für Innovation bieten – bei der selbst der bescheidene USB-Stick den eigenen, hohen Standards genügt.

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