RAW Supersampler: Nikon-Videos schrumpfen in Full HD um bis zu 94 Prozent

Die Mac-Software reduziert Nikon-RAW-Dateien je nach Auflösung und Profil um bis zu 94 Prozent, während wichtige Bearbeitungsdaten erhalten bleiben.

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Die neue Mac-Anwendung RAW Supersampler ermöglicht es, Videoaufnahmen von ausgewählten Nikon-Kameras nachträglich zu verkleinern, ohne dabei die Eigenschaften eines echten Rohdatenformats zu verlieren.

Das Werkzeug richtet sich an Filmschaffende, die den Speicherbedarf ihrer Projekte reduzieren wollen, wie das Fachportal slashcam.de am 14.10.2026 berichtete. Die Software unterstützt N-RAW-Dateien (.NEV) der Nikon-Modelle Zf, Z9, Z8 und Z6 III sowie das R3D-NE-Format der Zf.

Variable Bitraten und Erhalt sämtlicher Metadaten

Ausgangspunkt für die Verarbeitung sind Quellclips in Auflösungen von 8K oder 6K. Bei der Ausgabe können Nutzer wahlweise das ursprüngliche Format beibehalten oder eine Konvertierung zwischen R3D NE und N-RAW in beide Richtungen vornehmen. Technisch setzt das Programm auf eine variable Bitrate (VBR) anstelle der kameraseitig oft genutzten festen Bitrate (CBR). Zusätzlich lässt sich ein optionales Supersampling direkt im Bayer-Muster anwenden.

Trotz der starken Reduzierung des Datenvolumens bleiben für die Postproduktion relevante Bildparameter vollständig editierbar. Dazu zählen die sensorbezogenen Metadaten, Objektivkorrekturen, der Weißabgleich sowie die ISO-Werte. Auch der Timecode und die PCM-Tonspuren werden ohne Einschränkungen übernommen, einschließlich der 32-Bit-Float-Audioaufnahmen der Nikon Zf.

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Abstufbare Qualitätsstufen und deutliche Platzeinsparungen

Für die Kompression stellt die Anwendung vier Profile bereit. Q1 steht für maximale Qualität, gefolgt von Q3 für gehobene Ansprüche. Das Profil Q5 fungiert als Standardeinstellung für Schnitt sowie Grading und wird vom Entwickler empfohlen. Für platzsparende Arbeitskopien steht das Profil Q7 zur Verfügung.

Angaben des Entwicklers zufolge zeigen Tests anhand von drei 6K-Clips einer Nikon Zf im Format R3D NE ein beachtliches Einsparpotenzial. Bei Beibehaltung der nativen 6K-Auflösung verringert sich die Dateigröße um 30 Prozent bei Q1 und um bis zu 56 Prozent bei Q7. Wird das Material auf Ultra HD herunterskaliert, liegt die Ersparnis zwischen 65 und 81 Prozent, wobei das Profil Q5 eine Reduktion um 75 Prozent erzielt. Bei einer Skalierung auf Full HD sinkt der Speicherbedarf sogar um 91 bis 94 Prozent.

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Hohe Rechenleistung auf Apple-Silicon-Rechnern

Die Verarbeitung erfolgt laut Entwicklerangaben mit hoher Geschwindigkeit. Auf einem MacBook Pro mit M3 Max erreicht die Anwendung bei der Umwandlung von 6K nach 6K im Profil Q5 eine Verarbeitungsgeschwindigkeit von über 300 Bildern pro Sekunde.

Voraussetzung für den Betrieb ist ein Mac mit Apple-Silicon-Prozessor sowie mindestens macOS 13. Eine Fassung für Windows befindet sich laut dem Bericht zwar in der Entwicklung, verfügt bislang jedoch über keinen Veröffentlichungstermin. Im deutschen Mac App Store ist die Vollversion zum Preis von 159 Euro erhältlich. Zum Ausprobieren der Arbeitsabläufe steht zudem eine Testversion bereit, die das Ausgabematerial mit einem Wasserzeichen versieht.