Razer Blade 18 und MacBook Neo: Neue Notebooks im Test

Neue High-End-Notebooks von Razer und Dell stehen Lieferengpässen bei Apple sowie einer Sicherheitslücke in M5-Chips gegenüber.

Der Markt für portable Computer erlebt im Mai 2026 einen Umbruch: Während Hersteller wie Razer und Alienware neue High-End-Modelle präsentieren, locken saisonale Rabatte preisbewusste Studenten und Berufstätige.

Doch die technischen Neuerungen kommen zu einem schwierigen Zeitpunkt. Lieferengpässe bei Premium-Mac-Modellen und neue Sicherheitslücken in der aktuellen Chip-Generation überschatten die Produkteinführungen. Was bedeuten diese Entwicklungen für Käufer in Deutschland und Europa?

Razer Blade 18: Leistungsmonster für Kreativprofis

Am 14. Mai 2026 stellte Razer das aktualisierte Blade 18 vor. Das Notebook richtet sich an anspruchsvolle Kreative und Power-User. Herzstück ist der Intel Core Ultra 9 290HX Plus mit 24 Kernen und einer Taktfrequenz von bis zu 5,5 GHz.

Der Einstiegspreis liegt bei rund 3.700 Euro (umgerechnet 3.999,99 US-Dollar) für die Version mit Nvidia RTX 5070 Ti. Wer maximale Grafikleistung braucht, kann auf RTX 5080 oder RTX 5090 aufrüsten – die Spitzenkonfiguration kostet über 4.700 Euro.

Besonders innovativ: Der Dual-Mode-Bildschirm wechselt zwischen UHD+ bei 240 Hz und FHD+ bei 440 Hz. Das ermöglicht je nach Arbeitsbereich entweder gestochen scharfe Darstellung oder extrem flüssige Bewegungen.

Dell XPS 16: Solide Leistung für unterwegs

Einen ausgewogeneren Ansatz verfolgt Dell mit dem XPS 16 (2026). Tests vom 13. Mai zeigen: Die Konfiguration für rund 2.200 Euro – mit Intel Core Ultra X7 358H und 32 GB RAM – überzeugt durch starke Akkulaufzeit und ein brillantes 16-Zoll-OLED-Display.

Allerdings liegt die Performance rund 4,5 Prozent unter den teureren Core Ultra X9-Modellen. Für anspruchsvolle Spiele reicht es nur bedingt: In aktuellen Titeln mit Ultra-Einstellungen erreicht das Gerät lediglich 41 Bilder pro Sekunde.

iBUYPOWER: Rabattaktion für Desktop-Ersatz

Wer auf maximale Leistung setzt und auf Mobilität verzichten kann, sollte einen Blick auf die Memorial-Day-Aktion von iBUYPOWER werfen. Vom 13. bis 26. Mai gibt es Rabatte von bis zu 350 Euro auf High-End-Systeme mit Ryzen 9 9950X3D und RTX 5080. Diese Desktop-Alternativen werden für Studenten und Berufstätige zunehmend interessant, die Spitzenleistung priorisieren.

Alienware 15: Mittelklasse mit Kritikpunkten

Am 14. Mai veröffentlichte Alienware Details zum neuen Alienware 15. Der Einstiegspreis von rund 1.200 Euro (1.299,99 US-Dollar) sorgte allerdings für Kritik. Das Basismodell kommt mit AMD Ryzen 5 oder Intel Core 5 sowie einer RTX 3050 oder 4050.

Die Preisgestaltung liegt über der mancher Wettbewerber. Dafür bietet die Serie hochfrequente IPS-Displays, die sowohl fürs Studium als auch für gelegentliche Spiele taugen.

MacBook Neo: Der neue Budget-Star im Apple-Universum

Im macOS-Ökosystem hat sich das MacBook Neo zur ersten Wahl für preisbewusste Nutzer entwickelt. Nachdem Apple Anfang Mai den 549-Euro-Mac-mini eingestellt hat, füllt das Neo die Lücke.

Ein Zweimonats-Test vom 15. Mai 2026 bestätigt: Für rund 550 Euro (599 US-Dollar) bietet das Gerät mit A18-Pro-Chip solide Verarbeitung und ausreichende Leistung für Standardaufgaben. Die Einschränkung: Es unterstützt nur einen externen Monitor. Hochwertige Funktionen der Pro-Serie wie erweitertes Touch ID fehlen.

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macOS 26.5: Wichtige Updates für Unternehmen

Apple hat am 14. und 15. Mai macOS 26.5 veröffentlicht. Das Update behebt kritische Fehler für Geschäftskunden. So stürzten MacBook Air und MacBook Pro mit M5-Chips bei Verwendung von Inhaltsfiltern unerwartet ab – dieser Bug ist nun behoben.

Eine neue Funktion für Mac mini und Mac Studio: Die Geräte lassen sich jetzt automatisch starten, sobald sie mit Strom versorgt werden. Das adressiert Kritik an der schwer zugänglichen Hardware-Taste.

Sicherheitsrisiko: Neue Lücke in M5-Chips

Am 15. Mai präsentierten Sicherheitsforscher von Calif beunruhigende Erkenntnisse. Bereits am 25. April entdeckten sie eine Sicherheitslücke, die den Memory Integrity Enforcement (MIE)-Schutz von M5-Systemen umgeht.

Die Forscher nutzten ein KI-Modell, um die Sicherheitsmechanismen von macOS 26 zu überwinden – und demonstrierten den Exploit erfolgreich am 1. Mai. Zwar war für den Angriff noch menschliches Fachwissen nötig, doch der Fall zeigt: Die nächste Generation von Hardware-Sicherheitslücken ist bereits Realität.

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Lieferengpässe: Apples Chip-Probleme

Die Verfügbarkeit von High-End-Notebooks könnte 2026 durch erhebliche Logistikprobleme beeinträchtigt werden. Berichte vom 13. Mai zeigen: Apple kämpft mit Lieferengpässen, ausgelöst durch die immense Nachfrage nach KI-Infrastruktur.

Im zweiten Quartal 2026 prognostizierte das Management, dass diese Engpässe mehrere Mac-Modelle über Monate betreffen würden. Analyst Ming-Chi Kuo berichtete am 15. Mai, dass Apple seine Chip-Produktion diversifiziert habe. Zwar bleibt TSMC mit über 90 Prozent Marktanteil der Hauptlieferant, doch Apple fertigt nun auch Low-End- und Legacy-Prozessoren bei Intel mit dem 18A-P-Serie-Verfahren.

Der Haken: Der Großteil dieser Produktion fließt ins iPhone, nicht in die Mac-Reihe.

Ausblick: Was Käufer 2026 erwartet

Die Schere zwischen Premium-Workstations und günstigen portablen Geräten wird sich weiter öffnen. Während Razer Blade 18 und Dell XPS 16 neue Maßstäbe setzen, treiben ihre hohen Preise viele Nutzer zu saisonalen Rabattaktionen oder günstigeren Alternativen wie dem MacBook Neo.

Branchenbeobachter erwarten auf den kommenden Entwicklerkonferenzen mehr Klarheit zur nächsten Hardware-Generation. Doch die aktuellen Lieferengpässe deuten darauf hin: Stark erwartete Upgrades wie das erste MacBook Pro mit Touchscreen oder M5-basierte Aktualisierungen für iMac und Mac Studio werden wohl erst 2027 erscheinen.

Für die Rückkehr an die Hochschulen 2026 heißt das: Studenten und Berufstätige müssen sich auf hohe Nachfrage und begrenzte Verfügbarkeit der beliebtesten Konfigurationen einstellen.