Razer Viper V4 Pro: Neue Gaming-Maus wiegt nur 49 Gramm

Unabhängige Tests bestätigen Razers FrameSync-Technologie. Die neue Viper V4 Pro und weitere Peripherie im Detail.

Unabhängige Tests bestätigen: Razers FrameSync-Technologie synchronisiert Mausbewegungen direkt mit der Bildwiederholrate des Monitors. Das Verfahren soll Mikroruckler reduzieren und die Zielgenauigkeit verbessern – ein entscheidender Vorteil für kompetitive Gamer.

Die Bestätigung kommt am selben Tag, an dem Razer die Viper V4 Pro vorstellt, eine kabellose Gaming-Maus der Spitzenklasse. Sie wiegt nur 49 Gramm – neun Prozent weniger als das Vorgängermodell V3 Pro – und setzt auf den hauseigenen 50K Optical Sensor Gen-3 mit einer maximalen Empfindlichkeit von 50.000 DPI. Die optischen Schalter der dritten Generation sind für 100 Millionen Klicks ausgelegt. Ein halbkugelförmiger Dongle ermöglicht die drahtlose Verbindung mit einer Abfragerate von 8.000 Hertz.

Technische Messdaten im Detail

Die unabhängigen Tests liefern konkrete Zahlen zur Leistungsfähigkeit weiterer Razer-Modelle:

  • DeathAdder V3 HyperSpeed: Die Ende-zu-Ende-Latenz beträgt 12,3 Millisekunden – 37 Prozent weniger als beim Vorgänger V2 Pro. In einem achtstündigen Dauertest trat kein einziger Frame-Verlust auf. Allerdings zeigte sich: Die Nutzung von USB-2.0-Hubs erhöht das Jitter-Rauschen spürbar.
  • Basilisk V3 Focus Pro 4K: Neue Firmware und das Update auf Synapse 4 v2.06 erlauben nun eine feinjustierbare Lift-Off-Distance (LOD). Auf der niedrigsten Stufe hebt der Sensor bereits bei 0,32 Millimetern ab, auf der höchsten erst bei 1,45 Millimetern.
  • Huntsman V3 Pro: Die optische Tastatur-Serie erreicht eine durchschnittliche Latenz von 0,2 Millisekunden – deutlich schneller als herkömmliche mechanische Schalter. Eine interessante Nebenerkenntnis: Die Synchronisation der RGB-Beleuchtung über Razer Chroma erhöht die GPU-Auslastung um rund elf Prozent.

Wachsender Wettbewerb im High-End-Segment

Die Konkurrenz schläft nicht. Erst am vergangenen Dienstag kündigte Attack Shark das Modell RS6 Ultra an. Es nutzt den PixArt PAW3955MAX-Sensor und einen Nordic nRF54L15-Mikrocontroller. Das Gehäuse besteht aus karbonfaserverstärktem Hohlkörper, der Akku ist magnetisch und hot-swappable. Die Abfragerate liegt bei 8 kHz kabellos, die Klicklatenz im High-Speed-Modus unter 0,168 Millisekunden.

Im Bereich der Spezial-Eingabegeräte bereitet Kensington die Markteinführung des Expert Mouse Pro TB900 EQ für Ende des dritten Quartals 2026 vor. Der Trackball verfügt über zwei optische Sensoren, vier Verbindungsoptionen und eine Abfragerate von 1 kHz – ein klares Zeichen, dass hochfrequente Datenübertragung längst nicht mehr nur Gaming-Mäusen vorbehalten ist.

Monitore jenseits der 400-Hertz-Marke

Damit Technologien wie FrameSync ihre volle Wirkung entfalten können, braucht es passende Displays. Die Hersteller liefern: Aktuell kommen Monitore auf den Markt, die die 400-Hertz-Schwelle deutlich überschreiten.

Der Philips 27M2N5500X ist ein 27-Zoll-2K-Fast-IPS-Monitor mit nativen 400 Hertz, übertaktbar auf 425 Hertz. Die Reaktionszeit liegt bei einer Millisekunde (Grau-zu-Grau), G-Sync-Kompatibilität ist gegeben. Das Asus ROG Strix XG259QNSR Ace setzt noch einen drauf: Das 24,5-Zoll-Full-HD-Display erreicht übertaktet 420 Hertz und bietet mit ELMB Sync sowie Variable Overdrive 2.0 spezielle Features zur Bewegungsunschärfe-Reduktion.

Doch nicht alle Hersteller liefern Spitzenleistung. Tests des günstigeren Rapoo VT9S zeigen: Bei schwachem Akku können die Latenzspitzen auf bis zu 20 Millisekunden ansteigen – ein deutlicher Hinweis, dass im High-End-Segment die Qualität der Stromversorgung und Signalverarbeitung mindestens so wichtig ist wie die reinen Sensor-Spezifikationen.