Ein getarnter Prototyp hat die Gaming-Hardware-Community in Aufruhr versetzt. Bei einem großen Valorant-Turnier nutzte ein Profi offenbar die nächste Flaggschiff-Maus von Razer. Sie soll einen neuen Leistungsrekord setzen.
Razer bereitet offenbar die nächste Generation seiner beliebten Viper-Maus vor. Bei einem Turnier der Valorant Champions Tour (VCT) Americas wurde kürzlich ein getarnter Prototyp gesichtet, der als kommender Viper V4 Pro gehandelt wird. Der Profispieler „Rose“ vom Team BBL nutzte das Gerät – ein starkes Indiz für einen baldigen Marktstart.
Das Erscheinen bei einem hochkarätigen E-Sport-Event zeigt: Razer sammelt in der finalen Testphase Feedback von der Elite. Ein öffentlicher Launch noch 2026 gilt als wahrscheinlich. Für Spieler könnte dies den neuen Maßstab in Sachen Reaktionsgeschwindigkeit bedeuten.
Unter der Tarnfolie: Bewährtes Design, neue Technik
Die Tarnung verbarg zwar Details, doch die charakteristische symmetrische Form der Vorgänger scheint erhalten. Ein entscheidendes Detail fiel jedoch auf: ein neu gestalteter Dome-Empfänger für die drahtlose Verbindung.
Dieser Receiver ist identisch mit dem des kürzlich erschienenen DeathAdder V4 Pro. Das legt nahe, dass die Viper V4 Pro mit derselben Spitzentechnologie ausgestattet wird. Razers Strategie wird deutlich: Gleiche Top-Leistung für verschiedene Griffstile, nur in unterschiedlichen Gehäuseformen.
Die erwarteten Leistungssprünge
Der neue Empfänger ist der stärkste Hinweis auf ein technisches Upgrade. Spekulationen zufolge wird die Maus den Focus Pro 45K Optical Sensor Gen-2 erhalten. Noch bedeutender ist der erwartete Sprung auf eine drahtlose Polling-Rate von 8KHz.
Diese Technologie überträgt Daten bis zu achtmal häufiger pro Sekunde an den PC als der alte 1KHz-Standard. Das Ergebnis: ein spürbar flüssigerer Cursor und minimierte Latenz. In kompetitiven Spielen, in denen Millisekunden über Sieg oder Niederlage entscheiden, kann dies den entscheidenden Vorteil bringen. Zudem wird mit einer weiteren Gewichtsreduzierung gerechnet, um mit dem Trend zu ultraleichten Mäusen Schritt zu halten.
Ein hart umkämpfter Markt zwingt zu Innovation
Der erwartete Launch der Viper V4 Pro fällt in eine Phase heftigen Wettbewerbs. Der Markt für High-Performance-Gaming-Mäuse brodelt. Konkurrenten treiben Gewicht und Leistung gleichermaßen voran.
Erst diese Woche kündigte Ninjutso seine Sora V3 Maus für Februar 2026 an. Sie soll mit unter 39 Gramm und 8KHz-Polling die Ultralight-Krone erobern. Auch Epomaker hat mit der Carbonis eine Maus mit hochwertigem PixArt-Sensor und 8KHz angekündigt.
Die Botschaft ist klar: 8KHz Polling wird zum neuen Standard für Flaggschiff-Mäuse, und die Gewichtsspirale dreht sich weiter nach unten. Razer muss mit der Viper V4 Pro also nicht nur die eigene Vorgängergeneration übertreffen, sondern auch die Konkurrenz in Schach halten.
Wann kommt die Maus und für wen?
Offizielle Angaben zu Release, Preis und finalen Specs stehen von Razer noch aus. Die Sichtung nährt auch Gerüchte über eine mögliche „Viper V4 Pro Mini“-Variante für Spieler mit kleineren Händen.
Die fortgeschrittenen Profi-Tests deuten auf eine Vorstellung noch in diesem Jahr hin. In dem sich rasant entwickelnden E-Sport-Hardware-Wettrennen positioniert sich Razer mit der Viper V4 Pro als klare Antwort auf die Konkurrenz: maximale drahtlose Performance im bewährten, symmetrischen Design.





