AMD bereitet offenbar den nächsten großen Sprung bei Grafikkarten vor. Erste Tests deuten auf deutliche Leistungssteigerungen hin.
Branchenkreisen und Hardware-Tests zufolge, die Mitte Juli 2026 bekannt wurden, könnte die kommende RDNA-4-Architektur von AMD erhebliche Fortschritte bei den Taktfrequenzen und der Software-Unterstützung bringen. Sowohl für die neuen als auch für ältere Grafikkarten-Generationen zeichnen sich Verbesserungen ab.
Rekord-Taktfrequenzen in Sicht
Bereits am heutigen Samstag, dem 18. Juli 2026, wurden Details zu ersten Muster-Chips (Engineering Samples) der RDNA-4-Architektur bekannt. Diese sollen demnach Boost-Takte zwischen 3,0 GHz und 3,3 GHz erreichen. Das wäre ein potenzielles Plus von rund 20 Prozent im Vergleich zu den maximalen Frequenzen der Vorgänger-Generation RDNA 3. Die ältere Architektur war zwar ebenfalls für Taktraten jenseits der 3-GHz-Marke ausgelegt, erreichte diese in den Verkaufsprodukten jedoch nicht durchgängig.
Die neuen Chips sollen auf dem TSMC-N4P-Fertigungsprozess basieren und eine Die-Größe zwischen 300 und 350 Quadratmillimetern aufweisen. Sollten die hohen Taktraten und die Anzahl der Recheneinheiten in den Serienmodellen Bestand haben, könnte die neue Generation eine Leistungssteigerung von etwa 20 Prozent gegenüber der aktuellen Radeon RX 7900 XT bieten. Analysten spekulieren, ob es sich bei RDNA 4 um eine verfeinerte, prozessskalierte Version von RDNA 3 handelt oder ob AMD dedizierte Hardware für Raytracing und KI-gestütztes Hochskalieren integriert.
Erste Tests der RX-9000-Serie
Parallel zu den Architektur-Leaks deuten Berichte vom 17. Juli 2026 darauf hin, dass der Hersteller Sapphire mit internen Leistungstests für mehrere kommende Modelle begonnen hat. Darunter befinden sich die RX 9060 XT, die RX 9070 und die RX 9070 XT. Die Tests wurden offenbar in den Auflösungen 1080p bis 4K mit dem Spiel „Assassin’s Creed Black Flag Resynced“ durchgeführt. Verglichen wurde die native Leistung mit Ergebnissen unter AMDs neuester FidelityFX Super Resolution (FSR) 4 und der Frame-Generation-Technologie.
Weitere Hinweise auf die Entwicklung der RX-9000-Serie fanden sich im aktuellen Adrenalin-26.6.2-WHQL-Treiber. In den Treiberdateien wurden am 17. Juli Hinweise auf eine 8-fache Multi-Frame-Generation entdeckt. Diese Technologie zielt darauf ab, die 6-fache Frame-Generation der Konkurrenz zu übertreffen. Die Dateien verweisen zudem auf neue Funktionen wie einen FSR Ray Regeneration Denoiser und FSR Neural Radiance Caching. Allerdings bleiben Bedenken hinsichtlich möglicher Eingabeverzögerungen (Input Lag) und Bildfehlern bei einer so hohen Anzahl generierter Zwischenbilder bestehen.
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FSR 4 auch für ältere Grafikkarten
Einem Update von Valves Proton Experimental vom 17. Juli 2026 zufolge wird die neue FSR-4-Hochskalierungstechnologie nicht exklusiv für die RDNA-4-Hardware bleiben. Während AMD zunächst die Unterstützung für die RX-9000-Serie bestätigte, deuten die Leaks darauf hin, dass FSR 4.1 auch für RDNA-3-GPUs (RX-7000-Serie) und RDNA-3.5-Grafikeinheiten (Radeon 890M) vorbereitet wird.
Die Einführung von FSR 4.1 für die RX-7000-Serie wird noch für Ende Juli 2026 erwartet. Ein Release für die RX-6000-Serie ist für Anfang 2027 geplant. Berichten zufolge soll die Bildqualität auf älteren RDNA-3-Karten mit der der neuen RDNA-4-Generation identisch sein. Valve testet diese Funktionen derzeit im Rahmen von SteamOS, um die Leistung für Linux-basierte Spiele und Geräte wie die Steam Machine zu verbessern, die auf RDNA-3-Grafikhardware setzen.
Neue Treiber für KI und Workstations
Bereits am 16. Juli 2026 hat AMD seinen ROCm-7.14-Software-Stack von der Vorschauphase in die finale Produktionsversion überführt. Das Update führt das „TheRock“-Build-System ein und erweitert die Unterstützung für Enterprise-Hardware, darunter den Instinct MI350 PCIe-Beschleuniger.
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Der Software-Update finalisiert zudem die Unterstützung für die Ryzen AI Max PRO 400-Serie von Prozessoren, die zuvor unter dem Codenamen „Gorgon Halo“ bekannt war. Die Serie umfasst:
* Den Ryzen AI Max+ PRO 495 mit 16 Zen5-Kernen und Radeon-8065S-Grafik mit 40 Compute Units.
* Den PRO 490 mit 12 Kernen und Radeon-8050S-Grafik mit 32 Compute Units.
* Den PRO 485 mit 8 Kernen und derselben 32-Einheiten-Radeon-8050S-Grafik.
Systeme mit diesen neuen mobilen Prozessoren von Herstellern wie HP und Lenovo werden für das dritte Quartal 2026 erwartet. Die ROCm-7.14-Version enthält außerdem Optimierungen für große KI-Modelle wie Llama 3.1 8B und Whisper Large v3.

