Der chinesische Smartphone-Hersteller Realme stellt sein hauseigenes Betriebssystem Realme UI ein. Künftig setzt das Unternehmen auf die Software der Mutterfirma Oppo – ein Schritt mit weitreichenden Folgen für Millionen Nutzer.
Bereits seit Jahren teilen sich Realme UI und Oppos ColorOS eine gemeinsame technische Basis. Nun macht Realme ernst: Wie aus Branchenkreisen verlautet, sollen alle aktuellen Modelle auf ColorOS 17 umgestellt werden. Die Umstellung ist mehr als ein reines Rebranding – sie formalisiert eine Entwicklung, die technisch längst vollzogen ist.
Diese Geräte erhalten das Update
Die Liste der betroffenen Modelle liest sich wie das gesamte aktuelle Realme-Portfolio. Von der GT-Serie (GT 8 Pro, GT 7, GT 6) über die Number-Serie (14 bis 16 Pro+) bis hin zu den günstigeren P-, C- und Narzo-Reihen – nahezu alle Geräte sind für den Wechsel vorgesehen. Auch das Realme Pad 3 und die Note-Modelle 80, 70 und 70T stehen auf der Liste.
Ein offizieller Zeitplan steht noch aus. Klar ist jedoch: Die Umstellung erfolgt auf Basis von Android 17 (Codename „Cinnamon Bun“). Nutzer dürften von den neuen Funktionen profitieren – darunter eine verbesserte Multitasking-Leiste, schärfere Sicherheitsprotokolle für unbekannte Apps und eine universelle Zwischenablage.
Strategische Neuausrichtung im BBK-Konzern
Der Schritt ist Teil einer größeren Neuordnung innerhalb des Mutterkonzerns BBK Electronics. Nur einen Tag zuvor wurde bekannt, dass auch OnePlus seinen westlichen Kunden einen Wechsel von OxygenOS zu ColorOS 17 anbietet. Für Nutzer bedeutet das: Wegfall der minimalistischen Optik und kleinerer Eigenheiten wie des berühmten Taschenrechner-Easter-Eggs. Im Gegenzug winken Features wie die Trinity Engine und die OHealth-Synchronisation.
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Noch gravierender: OnePlus lagert offenbar sein gesamtes Europageschäft an Oppo aus. Wie es für den nordamerikanischen Markt weitergeht, bleibt unklar.
Realme zieht sich aus China zurück
Parallel zu den Software-Entscheidungen vollzieht Realme einen radikalen Strategiewechsel: Das Unternehmen verlässt den chinesischen Heimatmarkt. Die verbleibenden Lagerbestände sollen bis November 2026 abverkauft sein. Künftig konzentriert sich Realme vollständig auf internationale Märkte – mit Fokus auf die Number-Serie. Die GT- und Neo-Nachfolger könnten dagegen außerhalb Chinas gar nicht mehr erscheinen.
Konkurrenz schläft nicht
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Während Realme und Oneplus ihre Software umstellen, treibt die Konkurrenz das Tempo. Xiaomi hat bereits am 22. Juli mit der Auslieferung von HyperOS 3.3 auf Android-17-Basis begonnen. Die Updates für Flaggschiffe wie das Xiaomi 17 und 17 Ultra sind mit 7,5 bis 9,5 Gigabyte allerdings gewaltig – sie bringen vor allem Stabilitätsverbesserungen und den Sicherheitspatch vom Juni 2026.
Oppo selbst hält unterdessen am gewohnten Rhythmus fest. Für die Find-X9- und Reno15-Serie gibt es zunächst ein Juli-Update für ColorOS 16 mit neuen Kamera-Filtern und Performance-Optimierungen – die Brücke zur großen Android-17-Welle, die bei Realme und OnePlus noch in diesem Jahr anrollen dürfte.

