Moderne Smartphones übernehmen im Straßenverkehr vielfältige Aufgaben, die über einfache Wegbeschreibungen hinausgehen. Das iPhone bietet über das Betriebssystem iOS verschiedene native Funktionen, die auf die Anforderungen während der Fahrt abgestimmt sind. Diese reichen von Navigations- und Parkhilfen über automatisierte Notfallsysteme bis hin zu speziellen visuellen Werkzeugen, die Beschwerden wie Reisekrankheit mindern sollen.
Navigation und Parkplatzsuche im System
Ein zentraler Bestandteil für Fahrer ist die Kartennavigation. Apple Maps ermöglicht es, die geschätzte Ankunftszeit während einer aktiven Route direkt per Siri oder über die Kontaktliste live mit anderen Personen zu teilen. Ergänzend dazu bietet das System eine automatisierte Parkplatz-Erinnerung, die sich in den Einstellungen des Mobiltelefons unter Apps und Maps festlegen lässt.
Sobald die Verbindung zwischen dem Smartphone und dem Fahrzeug via Bluetooth oder CarPlay getrennt wird, speichert das Gerät die Parkposition automatisch ab. Diese Standortdaten verbleiben auf dem iPhone und werden nicht auf der Head-Unit des Fahrzeugs gesichert.
Um Beeinträchtigungen durch Spiegelungen und Blendeffekte bei der CarPlay-Nutzung – egal ob kabelgebunden über Lightning oder drahtlos – zu verringern, bieten sich verschiedene Anpassungen an.
Dazu gehören das Neigen des Bildschirmwinkels, die Regulierung von Kontrast und Helligkeit im Infotainmentsystem, die Aktivierung des Dunkelmodus sowie das Berücksichtigen des Umgebungslichts. Zudem können Systemaktualisierungen von iOS Anzeigeprobleme beheben.
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Fokus während der Fahrt und Unfallerkennung
Zur Vermeidung von Ablenkungen steht der dedizierte Fahrmodus zur Verfügung, der sich in den Fokuseinstellungen konfigurieren lässt. In diesem Zustand werden eingehende Anrufe stummgeschaltet und automatische Antworten an Absender versendet. Gleichzeitig bleibt der Sprachassistent Siri freihändig ansprechbar, um Nachrichten, Musikwiedergabe oder Navigationsbefehle zu steuern.
Auf Hardwareseite integriert Apple ab dem iPhone 14 eine serienmäßig aktive Unfallerkennung. Das System registriert schwere Aufpralle, startet daraufhin einen zeitlich begrenzten Countdown und setzt im Notfall eigenständig einen Notruf ab, sofern keine Reaktion der Insassen erfolgt.
Visuelle Ansätze gegen Reisekrankheit
Ein weiteres Anwendungsfeld betrifft das Phänomen der Reisekrankheit, von dem nach Untersuchungen von Jaguar Land Rover mehr als 70 Prozent der Menschen betroffen sind. Jaguar Land Rover entwickelte auf Basis von 20.000 realen und virtuell simulierten Testmeilen sowie maschinellem Lernen einen personalisierten Wellness-Score, der Beschwerden um bis zu 60 Prozent senken konnte.
Erkenntnisse aus diesen Tests fließen in Fahrerassistenzsysteme wie den adaptiven Tempomaten und den Spurhalteassistenten ein, um Beschleunigen, Bremsen und Spurpositionierung fahrgastfreundlicher zu gestalten.
Auf Seiten der Smartphone-Hersteller kommen softwarebasierte Lösungen zum Einsatz, um widersprüchliche Sinneseindrücke zwischen den Augen und dem Innenohr zu verringern.
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Apple integriert mit der Version iOS 18, die im September verfügbar gemacht wurde, die Funktion Vehicle Motion Cues in den Bedienungshilfen. Dabei bewegen sich animierte Punkte am Bildschirmrand synchron zu den Fahrzeugbewegungen bei Links- oder Rechtskurven, ohne den Bildschirminhalt zu überdecken. Sichtbarkeit und Muster lassen sich konfigurieren oder für den schnellen Zugriff im Kontrollzentrum hinterlegen.
Einen ähnlichen Weg verfolgt Google mit dem Feature Android Motion Assist, dessen Bereitstellung gestaffelt zunächst auf Pixel-Telefonen erfolgt. Das System nutzt die vorhandenen Bewegungssensoren des Geräts, um animierte Punkte einzublenden, deren Größe, Farbe, Deckkraft und Form angepasst werden können.
Beide Ansätze verstehen sich als Hilfestellung; bei anhaltender Übelkeit bleibt die Empfehlung bestehen, das Display wegzulegen und den Blick auf den Horizont zu richten.

