Mit dem neuen quelloffenen Befehlszeilenwerkzeug RemoveMacAI des GitHub-Entwicklers omlahore lassen sich die KI-Funktionen von Apple Intelligence unter macOS 27 vollständig abschalten. Das Hilfsprogramm löscht zudem die lokal auf dem Datenträger abgelegten KI-Modelle. Nach Angaben des Entwicklers lassen sich durch den Eingriff rund 12 GB Speicherplatz auf dem System freigeben.
Hoher Speicherbedarf der lokalen Modelle
Die fest im Betriebssystem verankerten KI-Komponenten beanspruchen erhebliche Systemressourcen. Wie das Fachportal MacRumors berichtete, belegen die Modelle für Apple Intelligence je nach eingesetztem Gerät zwischen 20,67 und 30,16 GB Speicherplatz.
In einem Bericht schilderte ein Fachautor sogar eine Belegung von 35,05 GB auf seinem MacBook Air. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die reinen Basismodelle typischerweise 12 bis 15 GB einnehmen, während das Volumen zusammen mit Caches und aktiven Zusatzfunktionen auf 20 bis 30 GB und mehr anwachsen kann.
Der tatsächliche Raumgewinn durch die Bereinigung variiert allerdings in der Praxis. Medienberichten zufolge liegt die erwartete Speicherersparnis oft nur bei rund 7 bis 12 GB.
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In einzelnen Fällen sei überhaupt kein Speicherplatzgewinn messbar, da der freigegebene Verbrauch innerhalb der Systemverwaltung direkt der Kategorie „System Data“ zugeschlagen wird. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Speicheranzeige von macOS den neu gewonnenen Platz unter Umständen nicht unmittelbar ausweist.
Weitreichende Auswirkungen auf Betriebssystemfunktionen
Die Deaktivierung durch das Dienstprogramm greift tief in den Funktionsumfang ein. Zu den betroffenen Elementen gehören Siri mitsamt der Menüleisten-Schaltfläche und der Sprachaktivierung, die Textwerkzeuge (Writing Tools), Genmoji sowie der Image Playground.
Ebenfalls abgeschaltet werden die ChatGPT-Integration, inhaltsbezogene Zusammenfassungen in Mail, Safari, Notizen, Nachrichten und Mitteilungen sowie smarte Antworten und die Inline-Textvorhersage.
Auch Bildfunktionen wie Clean Up und Spatial Photos sowie die Code-Vervollständigung in Xcode entfallen. Ein Fachbericht beziffert die Gesamtzahl der gestrichenen Kernfunktionen auf elf, wobei das reguläre Systemdiktat weiterhin einsatzbereit bleibt.
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Weitere Einschränkungen betreffen Visual Intelligence, Bestandteile des Foundation-Models-Frameworks, Kurzbefehle mit der Aktion „Use Model“ sowie die natürliche Spracheingabe für Kalendereinträge. Zudem verlieren Drittanbieter-Anwendungen ihre Funktion, sofern sie auf Apples geräteinterne Foundation-Modelle zurückgreifen.
Technische Funktionsweise und Sicherheitsbedenken
Technisch stützt sich das Werkzeug auf Apples internes Unified Asset Framework. Die Ausführung erfolgt über den XPC-Dienst „com.apple.siri.uaf.subscription.service“ mittels der Operation „ResetAssetSets“. Dabei werden fünf spezifische Sets für Basiskataloge, Bildgenerierung, räumliche Fotos, die Fotobereinigung sowie Code-Modelle mit einem Zeitlimit von 120 Sekunden einzeln gelöscht.
Über ein Konfigurationsprofil werden Download-Anfragen künftig auf einen geschlossenen lokalen Port umgeleitet, um ein erneutes Herunterladen zu unterbinden.
Das Werkzeug lässt sich über die Paketverwaltung Homebrew installieren und erfordert keine Deaktivierung des Systemintegritätsschutzes (SIP). Systembereiche unterhalb des Verzeichnisses /System bleiben unverändert, und laut Entwicklerangaben finden weder Netzwerkanfragen noch Datenerfassungen statt.
Die Modifikationen sollen macOS-Updates überstehen, lassen sich über den Befehl „removemacai revert“ rückgängig machen oder über Auswahlparameter gezielt auf einzelne Funktionen beschränken.
Trotz dieser Sicherheitsvorkehrungen warnen Fachmedien vor Risiken. MacRumors, das das Werkzeug am 05.10.2026 vorstellte, empfiehlt den Einsatz nicht. Als Begründung wird angeführt, dass die für die Sperre genutzten Konfigurationsschlüssel bereits in macOS 26.4 als veraltet eingestuft wurden.

