RemoveMacAI für macOS 27: Tool löscht Apple Intelligence vom Mac

Das macOS-Werkzeug entfernt lokale KI-Modelle und sperrt Apple-Intelligence-Dienste; Fachmedien weisen auf mögliche Risiken hin.

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Das quelloffene Werkzeug RemoveMacAI ermöglicht es Nutzern von Apple-Silicon-Computern unter macOS 27, die integrierten Funktionen von Apple Intelligence vollständig abzuschalten und heruntergeladene Sprachmodelle vom System zu löschen.

Ein wesentlicher Treiber für das Interesse an dem Projekt ist der erhebliche Speicherbedarf der KI-Komponenten, der in Einzelfällen drastisch über den offiziellen Angaben liegt. So zeigte die systemeigene Speicheranzeige auf dem MacBook Air eines Autors von The Verge nach eigenen Messungen 35,05 GB für Apple Intelligence an.

Große Diskrepanzen beim tatsächlichen Speicherbedarf

Apple beziffert den Bedarf für die On-Device-Modelle regulär auf bis zu 14 GB für Rechner mit M3-Chip oder neuer und mindestens 12 GB Arbeitsspeicher, während für andere Konfigurationen bis zu 8 GB genannt werden. Der Entwickler von RemoveMacAI veranschlagt die Größe der Basismodelle auf etwa 12 GB. Berichte und Nutzertests zeichnen jedoch ein anderes Bild.

MacRumors ermittelte bei eigenen Messungen 20,67 GB auf einem Mac mini mit M4 Pro, 22,42 GB auf einem MacBook Air mit M3 sowie 24,35 GB auf einem MacBook Pro mit M3 Pro. Auf einem MacBook Neo wurden rund 14 GB gemessen, obwohl Apple für diese Geräteklasse maximal 8 GB ausweist. Einzelne Berichte aus Foren wie Reddit nannten Werte von bis zu 30,16 GB.

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Die Freigabe des belegten Platzes variiert: Bei einem Test von AppleInsider sank die Speicheranzeige nach einer manuellen Bereinigung zwar von 27,59 auf 3,07 GB, was einer Differenz von 24,52 GB entspricht, der tatsächlich nutzbare freie Speicherplatz erhöhte sich jedoch nur um etwa 14 GB.

Technische Umsetzung und betroffene Funktionen

Da Apple in macOS 27 die zuvor vorhandene zentrale Deaktivierungsoption für Apple Intelligence gestrichen hat, greift RemoveMacAI auf administrative Steuerungsmechanismen zurück. Das unter der MIT-Lizenz stehende Kommandozeilenprogramm nutzt Apples Asset-Dienst zur Modellbereinigung und richtet ein Konfigurationsprofil ein, das erneute Downloads durch die Umleitung auf einen geschlossenen lokalen Port unterbindet.

Durch den Eingriff entfallen sämtliche KI-bezogenen Dienste des Betriebssystems. Dazu zählen die überarbeitete Siri, Schreibwerkzeuge, Genmoji, der Image Playground, die ChatGPT-Anbindung sowie intelligente Zusammenfassungen und Antwortvorschläge.

Auch Inline-Textergänzungen, Bereinigungs- und Raumfunktionen in Fotos sowie Code-Vervollständigungen in Xcode werden blockiert. Die reguläre Diktierfunktion bleibt hingegen uneingeschränkt einsatzbereit.

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Systemintegrität und Warnungen vor Risiken

Das Skript verändert keine geschützten Dateien im Systemverzeichnis und belässt den Systemintegritätsschutz (SIP) aktiviert. Die vorgenommenen Anpassungen sollen macOS-Updates überstehen und lassen sich über einen Umkehrbefehl wieder rückgängig machen.

Für das neuere Update macOS 27.0.1 setzt das Werkzeug mindestens die Version 0.2.3 voraus; ältere Betriebssystemversionen wie macOS 26 werden nicht unterstützt. Vor der Ausführung verlangt der Installer eine Bestätigung des Nutzers und das Konfigurationsprofil muss manuell in den Systemeinstellungen genehmigt werden.

Trotz des Zuspruchs in Entwicklerforen wie Hacker News raten Fachmedien wie MacRumors zur Vorsicht und stufen den Einsatz als Handeln auf eigenes Risiko ein. Grund dafür ist unter anderem, dass die im Hintergrund genutzten Restriktionsschlüssel bereits in macOS 26.4 als veraltet markiert wurden, wenngleich sie unter macOS 27.0.1 weiterhin greifen. Zudem sieht Apple regulär keinen vom Nutzer initiierten Löschvorgang für die lokalen KI-Modelle vor.

Mehr zum Thema auf GitHub: „omlahore/RemoveMacAI“