Ein KI-Startup, das Software-Probleme automatisch behebt, hat eine Finanzierungsrunde über 125 Millionen Euro abgeschlossen. Damit erreicht Resolve AI eine Bewertung von einer Milliarde Euro – nur 16 Monate nach der Gründung.
Hinter der Investition stehen namhafte Risikokapitalgeber wie Lightspeed Venture Partners. Sie setzen auf die wachsende Kategorie „KI für Produktivsysteme“. Für deutsche DAX-Konzerne, die Milliarden in IT-Wartung stecken, könnte die Technologie enormes Einsparpotenzial bieten.
Das Problem: Ingenieure als Feuerwehr
Moderne Unternehmen kämpfen mit einem teuren Flaschenhals: Immer komplexere Software-Systeme in der Cloud binden wertvolle Ingenieurskapazitäten. Teams für Site Reliability (SRE) verbringen oft die meiste Zeit mit Fehleranalyse, statt neue Features zu entwickeln. Die IT-Budgets fließen so zu über 50 Prozent in die Wartung bestehender Systeme.
Genau hier setzt Resolve AI an. Die Plattform agiert wie ein autonomer KI-Ingenieur. Sie diagnostiziert Ausfälle und behebt sie – ohne menschliches Zutun. „Unsere KI übernimmt die mühsame Fehlersuche“, erklärt das Unternehmen. „Das setzt Kapazitäten für Innovation frei.“
Seit August 2024 gelten neue Regeln für KI‑Systeme – viele Unternehmen riskieren unwissentlich Bußgelder, wenn sie Kennzeichnung, Risikoklassifizierung und Dokumentation vernachlässigen. Gerade bei KI-Agenten in Produktivsystemen sind die Anforderungen an Nachweise und Transparenz hoch. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden zur EU‑KI‑Verordnung erklärt praxisnah, welche Pflichten jetzt gelten und welche Schritte Sie sofort umsetzen sollten, um Compliance und Kundenvertrauen zu sichern. Kostenlosen KI‑Verordnungs-Leitfaden herunterladen
So arbeitet der KI-Ingenieur
Das System integriert sich in bestehende Produktivumgebungen. Es verbindet Monitoring-Tools, Code-Repositories und Sicherheitssoftware zu einer dynamischen Landkarte der gesamten Anwendungsarchitektur.
Bei einem Ausfall wartet die KI nicht auf Menschen. Stattdessen identifiziert sie mögliche Ursachen und schickt parallele KI-Agenten auf jede Spur. Diese simultane Untersuchung reduziert die Diagnosezeit drastisch. Ein Kunde soll die Analyse kritischer Vorfälle um 72 Prozent beschleunigt haben.
Doch die Plattform hört nicht beim Finden des Problems auf. Sie generiert konkrete Lösungsvorschläge: Befehle für ausgefallene Kubernetes-Cluster, Konfigurationsskripte oder sogar Code-Anpassungen. Ein eingebauter Chatbot erklärt Ingenieuren die Systemarchitektur und zeigt Schwachstellen auf.
Große Namen als frühe Kunden
Die Technologie überzeugt bereits namhafte Unternehmen. Zu den Kunden zählen Salesforce, MongoDB und der Zahlungsdienstleister Coinbase. Ein Unternehmen berichtet, es benötige nun 30 Prozent weniger Ingenieure pro Vorfall.
Die Gründer, Spiros Xanthos und Mayank Agarwal, sind keine Unbekannten. Ihre vorherigen Observability-Firmen wurden von Splunk und VMware übernommen. Diese Branchenerfahrung gibt Investoren Sicherheit.
Wettlauf um die autonome IT
Die massive Finanzierung unterstreicht einen Paradigmenwechsel. Durch KI-Tools entsteht Code heute schneller denn je. Gleichzeitig wächst der Druck, diese Software stabil zu betreiben. Resolve AI positioniert sich als Schlüssel für diesen Balanceakt.
Mit dem frischen Kapital will das Startup seine KI-Agenten weiterentwickeln, Integrationen vertiefen und weltweit expandieren. Die Vision ist klar: Eine Zukunft, in der Software-Wartung kein Innovationsbremser mehr ist.
Für deutsche Industrie- und Finanzunternehmen, die mit Legacy-Systemen kämpfen, könnte diese Art von Autonomie der nächste große Effizienzhebel werden. Der Wettlauf um den autonomen Software-Ingenieur hat begonnen.
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