ROG XG Station 3: ASUS kündigt eGPU-Dock mit bis zu 120 Gbps an

Das externe ASUS-Dock unterstützt aktuelle Desktop-Grafikkarten, lädt Notebooks mit bis zu 140 Watt und benötigt Windows 11 ab Version 25H2.

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ASUS hat am 3. November 2026 das externe Grafikkarten-Dock ROG XG Station 3 offiziell angekündigt. Das offene Gehäuse bindet moderne Desktop-Grafikkarten über Thunderbolt 5 an Notebooks und kompakte Rechner an. Die Neuheit setzt als Betriebssystem zwingend Windows 11 ab Version 25H2 voraus, während macOS nicht unterstützt wird. Das Modell war erstmals auf der Computex 2025 gezeigt worden.

Hohe Bandbreite über Thunderbolt 5 und PCIe-Tunneling

Das ROG XG Station 3 nutzt die Thunderbolt-5-Schnittstelle, die eine bidirektionale Übertragungsrate von 80 Gbps bereitstellt. Bei hohem Video-Durchsatz lässt sich über den Bandwidth Boost eine einseitige Übertragung von bis zu 120 Gbps erzielen. Das integrierte PCIe-Tunneling ist auf 64 Gbps begrenzt, was rechnerisch etwa einer PCIe 4.0 x4-Verbindung entspricht. Aus diesem Grund bleibt die nutzbare Grafikleistung unter der einer vollständigen Desktop-Anbindung mit 16 Lanes.

Das Dock arbeitet abwärtskompatibel mit Schnittstellen nach den Standards Thunderbolt 4 sowie USB4, drosselt die Übertragung in diesem Fall jedoch auf 40 Gbps. Die volle Leistung steht folglich ausschließlich an Rechnern mit Thunderbolt-5-Anschluss zur Verfügung.

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Unterstützung für moderne GPUs und kabellose BTF-Karten

ASUS spezifiziert die Unterstützung für verschiedene moderne Grafikkartengenerationen. Dazu zählen Desktop-Modelle der Serie NVIDIA GeForce RTX 50 von der RTX 5070 bis zur RTX 5090 sowie die NVIDIA RTX PRO 6000. Aus dem Hause AMD werden Karten der Serie Radeon RX 9000 wie etwa die RX 9070 XT unterstützt, während von Intel unter anderem die Arc B580 genannt wird.

Als erstes Modell der ROG-XG-Station-Reihe verfügt das Dock über einen integrierten GC-HPWR-Slot für BTF-2.5-Karten. Dieser Standard erlaubt den Betrieb kompatibler Modelle – etwa der ROG Astral GeForce RTX 5090 BTF Edition oder der TUF Gaming GeForce RTX 5080 BTF OC Edition – gänzlich ohne sichtbare PCIe-Stromkabel.

Die Außenmaße des Docks betragen 324,6 x 173 x 104,7 mm. Für den Einbau von Grafikkarten stehen maximal 361 x 139,3 x 93,9 mm zur Verfügung. Optisch ist eine ansteuerbare Aura-Sync-Beleuchtung im Gehäuse integriert.

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Anschlüsse, Stromversorgung und Lieferumfang

Für die Peripherieanbindung und das Laden mobiler Rechner bietet das Gerät mehrere Schnittstellen. Der Upstream-Port mit Thunderbolt 5 stellt eine Ladeleistung von bis zu 140 W per USB Power Delivery für das verbundene Notebook bereit.

Ein zweiter Downstream-Port nach Thunderbolt 5 liefert bis zu 36 W und unterstützt bis zu drei 4K-Displays in einer Daisy-Chain-Konfiguration. An der Gehäusefront sind zudem zwei USB-C-Anschlüsse mit jeweils 10 Gbps verbaut.

Im Lieferumfang befinden sich ein Thunderbolt-5-Kabel, eine Kurzanleitung sowie eine Garantiekarte. Eine Grafikkarte ist nicht enthalten. Zudem liefert ASUS kein Netzteil mit: Das Dock nimmt Standard-Netzteile im Format SFX oder SFX-L auf. Der Hersteller empfiehlt dabei eine Stromversorgung von mindestens 750 W mit einer Zertifizierung nach 80 Plus Gold.

Preise und der genaue Verkaufsstart wurden bislang nicht mitgeteilt. Das Vorgängermodell ROG XG Station 2 aus dem Zeitraum Dezember 2016/2017 setzte damals noch auf Thunderbolt 3 mit 40 Gbps. Es bot ein integriertes 680-W-Netzteil nach 80 Plus Gold, von dem 500 W für die GPU und 100 W für die Laptop-Ladung bereitstanden, und kam zu einem Startpreis von 565 Euro auf den Markt.