Apple bereitet den abschließenden Schritt seines Architekturwechsels vor. Berichten zufolge wird das Unternehmen die Übersetzungsschicht Rosetta 2 im Jahr 2027 einstellen, um den Übergang zu einer neuen, rein ARM-basierten Architektur zu vollziehen. Damit endet die Ära der Unterstützung für Anwendungen, die ursprünglich für Intel-Prozessoren entwickelt wurden.
Auslaufen von Rosetta 2 und Ende des Intel-Supports
Die Unterstützung für Rosetta 2 soll nach der Veröffentlichung von macOS 27, das unter dem Codenamen „Golden Gate“ geführt wird, enden. Bereits im Frühjahr dieses Jahres wurden mit der Version macOS 26.4 Warnhinweise für Nutzer von Intel-basierten Apps eingeführt. Mit dem Erscheinen von macOS 27 wird der Emulator vollständig entfernt. Dies hat zur Folge, dass reine Intel-Anwendungen nach einem Upgrade auf die darauffolgende Version macOS 28 nicht mehr funktionsfähig sein werden.
Dieser Schritt markiert den Schlusspunkt einer langjährigen Übergangsphase. Der letzte Mac mit Intel-Prozessor kam im August 2020 auf den Markt, während der offizielle Verkauf entsprechender Geräte bereits im Jahr 2023 eingestellt wurde. Aktuelle Systemoptimierungen unterstreichen diesen Fokus: Das Update macOS Tahoe 26.6 verbessert bereits den Spotlight-Index für die kommende Version macOS 27, während Intel-Macs voraussichtlich keine neuen Funktionsupdates mehr erhalten werden.
Roadmap der Apple-Silicon-Generationen
Parallel zum Ende der Intel-Unterstützung treibt Apple die Entwicklung eigener Chipsätze voran. Für den kommenden Herbst wird die Einführung des M6-Basischips erwartet. Dabei sollen die Varianten Pro, Max und Ultra in dieser Generation übersprungen werden. In der ersten Jahreshälfte 2027 ist die Einführung des M7-Chips geplant.
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Für das Jahr 2028 visiert Apple die Veröffentlichung eines M7 Ultra an, dessen KI-Leistung das Niveau von Nvidia-Blackwell-Systemen erreichen soll. Technologisch wird zudem für 2028 der Umstieg auf einen 1,4-Nanometer-Fertigungsprozess angestrebt. Um diese Ziele zu erreichen, wurde die Leitung der Chip-Entwicklung neu strukturiert. Rony Friedman, der maßgeblich an sechs Generationen des Apple Silicon beteiligt war, leitet nun eine neue globale Initiative für Chip-KI. Die Führung des Forschungs- und Entwicklungszentrums in Israel wurde von Tal Inbar übernommen.
Anpassungen im Software-Ökosystem
Drittanbieter reagieren bereits auf den Wegfall von Rosetta 2. CodeWeavers hat eine erste Preview-Version von CrossOver mit nativer ARM64-Unterstützung für Apple Silicon veröffentlicht. Ziel dieser Entwicklung ist es, die Abhängigkeit von der Rosetta-Übersetzung zu beenden. In Tests auf einem MacBook Air mit M5-Chip wurde beobachtet, dass die native ARM-Version bei Anwendungen wie Dota 2 zwar eine variierende Leistung zeigt, die Betriebstemperatur jedoch um 16 Grad Celsius höher lag.
Die kommende Version CrossOver 27, die für Anfang 2027 erwartet wird, soll ausschließlich Apple Silicon unterstützen. Bestehende Einschränkungen der aktuellen Preview betreffen das Fehlen von D3DMetal sowie die Unmöglichkeit, bestehende Software-Container („Bottles“) zu konvertieren.
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Strategische Neuausrichtung und eingestellte Projekte
Im Zuge der Fokussierung auf die neue Architektur und aus Gründen der Effizienz hat Apple Berichten zufolge mehrere Hardware-Projekte gestrichen. Dazu gehören die geplanten High-End-Chips M2 Extreme und M3 Extreme. Auch zwei unveröffentlichte Mac-Pro-Modelle, die auf dem M3 Ultra oder Intel-Prozessoren basieren sollten, werden nicht erscheinen. Nach 20 Jahren wird die Produktlinie des Mac Pro damit eingestellt.
Aktuell befinden sich iPadOS 27 und macOS 27 in der Beta-Phase. Apple hat hierzu ein zweites Update für die dritte Beta-Version veröffentlicht (Build-Nummern macOS 26A5378n und iPadOS 24A5380I). Zeitgleich wurden Sicherheits-Updates für ältere Systeme (14.8.8 und 15.7.8) sowie für macOS Tahoe 26.6 bereitgestellt, die über 100 Schwachstellen schließen. Ein Teil dieser Sicherheitslücken in Open-Source-Komponenten wurde unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz identifiziert.

