Rotterdam setzt neue Maßstäbe für die urbane Mobilität in Europa. Die niederländische Hafenstadt hat ihr Netz elektrischer, fahrerloser Shuttles deutlich ausgebaut. Damit löst sie nicht nur das lästige „letzte Meile“-Problem für Pendler, sondern treibt auch die europäische Verkehrswende voran.
Vom Pilotprojekt zum Alltagsverkehr
Die autonomen Elektro-Shuttles sind in Rotterdam kein Zukunftsexperiment mehr, sondern fester Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs. Wie aktuelle Berichte vom 1. Februar 2026 zeigen, verbinden die Fahrzeuge nun effizient U-Bahn-Stationen und den Flughafen mit Gewerbegebieten und Wohnvierteln. Der Fokus liegt darauf, Lücken im Verkehrsnetz zu schließen und den Umstieg vom eigenen Auto attraktiv zu machen.
Diese Entwicklung ist ein wichtiger Baustein der EU-Strategie für intelligente und nachhaltige Mobilität. Rotterdam demonstriert mit den Level-4-Fahrzeugen, die in festgelegten Zonen komplett ohne Fahrer auskommen, dass autonomer Verkehr in komplexen Stadtgebieten funktionieren kann. Für die Stadt sind die Shuttles ein zentrales Instrument, um Staus zu reduzieren und die CO₂-Emissionen zu senken.
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Erfolgsmodell ParkShuttle bekommt Zuwachs
Herzstück des Netzes ist das seit über 20 Jahren erprobte ParkShuttle-System. Es pendelt zwischen der U-Bahn-Station Kralingse Zoom und dem Rivium Business Park. Durch jüngste Upgrades und Erweiterungen hat die Anlage deutlich an Leistungsfähigkeit gewonnen.
Die elektrischen, zweirichtungsfähigen Shuttles des Herstellers 2getthere (eine Tochter von ZF) navigieren sicher durch gemischten Verkehr und eigene Spuren. Die neueste Generation kommt ganz ohne Begleitpersonal aus und verlässt sich auf fortschrittliche Sensoren. Das System befördert inzwischen täglich über 1.200 Passagiere. Die Taktfrequenz kann es dabei durchaus mit herkömmlichen Bussen aufnehmen.
Für Pendler bedeutet das: Sie können von der U-Bahn direkt und ohne Umweg mit dem Shuttle zum Büro gelangen. Die oft zeitraubende Suche nach einem Parkplatz oder der Fußweg entfällt.
Auch der Flughafen setzt auf Fahrerlose
Ein weiterer wichtiger Knotenpunkt ist der Rotterdam The Hague Airport (RTHA). Seit Mitte 2025 verbinden autonome Shuttles hier das Terminal mit der U-Bahn-Station Meijersplein. Die sogenannten „Autonomous e-ATAK“-Busse des Herstellers Karsan meistern den öffentlichen Straßenverkehr bereits zuverlässig.
Dieser Service schließt eine kritische Lücke für Reisende. Sie gelangen nun emissionsfrei und direkt von der Haustür per U-Bahn und Shuttle zum Flugzeug. Für den Flughafen ist das ein wichtiger Beitrag zu seinen eigenen Nachhaltigkeitszielen.
Blaupause für deutsche und europäische Städte
Die Entwicklung in Rotterdam wird in ganz Europa genau beobachtet. Städte wie Berlin, Paris oder Barcelona verfolgen den Fortschritt, während sie eigene Pläne für autonomen Nahverkehr schmieden. Die EU-Kommission braucht solche erfolgreichen Praxisbeispiele, um ihre Ziele für vernetzte und automatisierte Mobilität (CAM) voranzutreiben.
Die Vorteile sind vielfältig: Die Elektroantriebe stoßen keine Abgase aus. Die autonome Steuerung optimiert zudem den Energieverbrauch durch vorausschauende Fahrweise. Jede Fahrt mit dem Shuttle ersetzt potenziell eine Fahrt mit dem eigenen Auto – das entlastet die Straßen und verbessert die Luftqualität.
Die Zukunft: Voll vernetzte Smart City
Der nächste Schritt in Rotterdam ist die tiefere Integration der Shuttles in die Smart-City-Infrastruktur. Geplant ist die „Vehicle-to-Infrastructure“ (V2I)-Kommunikation. Dabei tauschen die Fahrzeuge Daten mit Ampeln und Straßensensoren aus, um den Verkehrsfluss weiter zu optimieren und die Sicherheit zu erhöhen.
Langfristig soll ein nahtloses, multimodales Verkehrssystem entstehen. Autonome Shuttles, Straßenbahnen, U-Bahnen und Wasserbusse werden dann ein intelligentes Gesamtnetz bilden. Mit der erfolgreichen Alltagstauglichkeit der Technologie beginnt nun die Phase der flächendeckenden Skalierung. Rotterdam zeigt, wie die Mobilität der Zukunft schon heute aussehen kann.
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