RTX 3060: Drei Jahre alte Grafikkarte holt zu aktuellen Modellen auf

Die drei Jahre alte RTX 3060 mit 12 GB VRAM schließt bei 4K zur RTX 4060 auf, während Nvidia Preiserhöhungen und Treiberprobleme der 50er-Serie meldet.

Die drei Jahre alte GeForce RTX 3060 mit 12 GB holt gegenüber ihren Nachfolgern auf. Grund ist der größere Grafikspeicher.

Was vor drei Jahren als solide Mittelklasse-Karte startete, entwickelt sich zum Phänomen: Die Nvidia GeForce RTX 3060 mit 12 Gigabyte VRAM schließt die Leistungslücke zu aktuellen Modellen. Neue Tests zeigen, dass die ältere Karte von steigenden Speicheranforderungen moderner Spiele profitiert.

Speicher macht den Unterschied

Bei 1080p-Auflösung schrumpfte der Vorsprung der RTX 4060 gegenüber der RTX 3060 von 23,5 auf 18,8 Prozent. Noch deutlicher fällt der Trend bei der Konkurrenz aus: Die AMD Radeon RX 7600 führte einst mit 20,7 Prozent – heute sind es nur noch 11,8 Prozent.

Richtig zur Sache geht es bei höheren Auflösungen. Hier wird der Speicher zum entscheidenden Faktor:

  • 1440p: RTX 4060 nur noch 8,5 Prozent vorne (vorher 19,4 Prozent)
  • 1440p: RX 7600 führt mit mageren 5,0 Prozent (vorher 17,3 Prozent)
  • 4K: Die neuen Karten liegen hinten – die RTX 4060 erreicht 97,2 Prozent der RTX 3060-Leistung, die RX 7600 sogar nur 94,9 Prozent

Der Grund: Während die RTX 3060 satte 12 GB Speicher bietet, müssen viele aktuelle Einsteiger- und Mittelklassekarten mit mageren 8 GB auskommen.

Preisschock für Grafikkarten-Hersteller

Die wiederentdeckte Stärke alter Modelle kommt zu einem brisanten Zeitpunkt. Nvidia informierte seine Partner am 23. Juli über deutliche Preiserhöhungen für GPU- und VRAM-Kits. Betroffen sind sowohl der neue GDDR7-Speicher der RTX-50-Serie als auch der ältere GDDR6-Standard.

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Die Treiber: gestiegene DRAM-Kosten und knappe Speicherverfügbarkeit. Besonders extrem: 3-GB-GDDR7-Module kosten aktuell dreimal so viel wie 2-GB-Varianten. Hinzu kommen höhere Ausgaben für Kühlung, Verpackung und Platinen – Kosten, die letztlich die Kunden tragen werden. Einige RTX-50-Modelle liegen Berichten zufolge wegen der hohen Speicherpreise auf Eis.

Treiber-Ärger bei der 50er-Serie

Während die alte RTX 3060 ihre Stärken ausspielt, kämpft Nvidia mit Stabilitätsproblemen bei der aktuellen Generation. Der Hotfix-Treiber 610.82 vom 22. Juli behebt zwar Abstürze in „Halo: Campaign Evolved“ und ruckelnde Ladezeiten in „Path of Exile 2″ (DirectX 12). Doch das eigentliche Problem bleibt ungelöst:

Seit dem Start von Season 4 in „Battlefield 6″ (21. Juli) stürzen RTX-50-Karten auf der neuen Karte „Tsuru Reef“ regelmäßig ab. Electronic Arts rät betroffenen Spielern zur Notbremse: Treiber-Rollback auf Version 596.49 – und DLSS deaktivieren, um die Abstürze zumindest zu reduzieren.

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Neues Feature gegen Ruckler

Positiv: Nvidia testet in der Beta seiner App eine automatische Shader-Kompilierung. Das Tool nutzt Leerlaufzeiten des Systems, um Shader vorzubereiten und Ladehaken im Spiel zu vermeiden. Voraussetzung: GeForce Game Ready Treiber 595.97 oder neuer. Nutzer können selbst festlegen, wie viel Speicherplatz für die Shader-Dateien reserviert wird.