RTX 4070 Super: Inoffizieller Mod schaltet Multi Frame Generation frei

Community-Tools ermöglichen höhere Frame-Generation-Modi auf älteren RTX-Karten und DLSS auf AMD-GPUs, doch Leistung und Stabilität variieren.

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Rund um Multi Frame Generation und DLSS 5 ist in den vergangenen Tagen eine ganze Reihe inoffizieller Werkzeuge aufgetaucht, mit denen Nutzer Grafikkartenfunktionen auf Hardware aktivieren, für die NVIDIA offiziell keine Unterstützung vorsieht. Laut Berichten vom 1. Oktober 2026 kursieren mittlerweile mehrere parallele Projekte, die von Modifikationen auf RTX-40-Karten bis zu Portierungen auf AMD-Grafikkarten reichen.

Multi Frame Generation auf älteren RTX-Karten

PC Gamer testete einen inoffiziellen Freischalter für Multi Frame Generation auf einer RTX 4070 Super, die von NVIDIA offiziell nur bis zum zweifachen Modus unterstützt wird – aktuelle RTX-50-Karten bieten dagegen offiziell bis zu sechsfache Bildgenerierung. Im Testaufbau mit 1440p-Auflösung, hohen Grafikdetails, DLSS Balanced und deaktiviertem Raytracing ließ sich der Mod auf bis zu vierfache Generierung begrenzen.

Die Ergebnisse fielen je nach Titel unterschiedlich aus. Bei Black Myth: Wukong stiegen die Durchschnittsbildraten von 64 FPS ohne Frame Generation über 99 FPS mit offiziellem 2x-Modus auf 170 FPS mit dem inoffiziellen bis zu 4x-Modus. In Cyberpunk 2077 ging es von 134 über 197 auf 219 FPS, bei Pragmata von 111 über 162 auf 242 FPS.

Lost Records: Bloom & Rage kam auf 82, 128 und 201 FPS, Bloodlines 2 auf 97, 99 und 234 FPS, The Thaumaturge auf 130, 163 und 224 FPS. Die 1-Prozent-Lows zeigten jedoch ein uneinheitlicheres Bild: Bei Cyberpunk 2077 sanken sie etwa von 91 FPS im offiziellen 2x-Modus auf 86 FPS im inoffiziellen 4x-Modus, bei Lost Records von 40 auf 54 FPS.

PC Gamer beobachtete zudem Ghosting, Artefakte und teils Ruckeln – bei Cyberpunk 2077 flackerte das Bild im 4x-Modus häufig. Getestet wurden ausschließlich Einzelspieler-Titel, da entsprechende Mods laut dem Bericht Anti-Cheat-Systeme auslösen können.

Headtopics bestätigte ähnliche Beobachtungen: Auf einer RTX-40-GPU ließ sich Multi Frame Generation per inoffiziellem Mod bis zum vierfachen Modus freischalten, wobei die Bildraten in Cyberpunk 2077 und The Thaumaturge deutlich stiegen, zugleich aber Artefakte und Ghosting besonders bei höheren Generierungsraten zunahmen. NVIDIA unterstützt mehr als den zweifachen Modus auf RTX-40-Karten offiziell nicht, Stabilität und Optimierung blieben demnach eingeschränkt.

DLSS 5 über Drittanbieter-Software

Parallel dazu berichteten VideoCardz, Wccftech und TechRadar über das Tool Borderless Gaming, das einen von GitHub separat installierten DLSS-5-Neural-Rendering-Effekt über die eigene BGFX-Pipeline einbindet, ohne Spieldateien oder DLLs zu ersetzen. Entwickler Andrew Sampson erklärte laut Wccftech, die Frame-Generation-Implementierung sei mit Zehntausenden Stunden Gameplay trainiert worden.

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Laut VideoCardz und TechRadar könne selbst eine RTX 3090 je nach Spiel und Einstellungen etwa 30 FPS erreichen. NVIDIA unterstützt die eigene DLSS-5-Implementierung bislang offiziell nur auf RTX-50-Karten, eine Unterstützung für RTX 40 soll laut den Berichten erst nach weiterer Optimierung folgen. Die BGFX-Umsetzung sei ausdrücklich nicht mit einer nativen DLSS-Integration gleichzusetzen.

Zusätzlich dokumentiert NeoTeo das Projekt DLSS Unlocked 1.2.0, das RTX 20, 30 und 40 sowie Windows und Linux via Proton abdeckt und die Modi 2x, 3x und 4x unterstützt, vorausgesetzt DirectX 12 sowie natives DLSS-Upscaling und Frame Generation sind vorhanden.

Ein separates Projekt namens dlssg_for_sm75 nutzt auf einer RTX 2060 Max-Q eine spezielle Runtime mit Turing-Backend und wurde mit The Witcher 3 Next-Gen unter DirectX 12 validiert, wobei maximal drei generierte Frames dokumentiert sind.

Auch SmartCDKeys beschreibt einen Weg zu bis zu vierfacher Bildgenerierung auf RTX-40-Karten über eine Kombination aus mehreren Tools, betont jedoch, dass die Methode ausschließlich bei Spielen mit nativer DLSS-Multi-Frame-Generation funktioniert und Bildunschärfe sowie zusätzliche Latenz auftreten können.

DLSS auf AMD-Grafikkarten

Noch weiter geht das Community-Tool d4r, das laut PC Central und Guru3D offizielle NVIDIA-DLSS-Bibliotheken auf AMD-RDNA-3-Grafikkarten unter Linux/Proton ausführt – unter Einsatz von ZLUDA, das CUDA-Aufrufe über ROCm/HIP übersetzt.

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Zielarchitektur ist Navi 32, darunter die Radeon RX 7700 XT und RX 7800 XT. Unterstützt werden laut Guru3D DLSS 3 mit CNN-Architektur sowie DLSS 4 und 4.5 mit Transformer-Architektur, nicht jedoch DLSS 5.

Im Test mit Silent Hill: Townfall bei 2560×1440 erzielte die RX 7700 XT mit DLSS 3 Quality 72,4 FPS, mit DLSS 4 Quality 69,4 FPS und mit DLSS 4.5 Quality nur noch 51,5 FPS. Im Ultra-Performance-Modus erreichte DLSS 4 94,5 FPS gegenüber 88,9 FPS bei DLSS 3. Der Rechenaufwand pro Frame lag bei DLSS 4 bei rund 2,8 Millisekunden, bei DLSS 4.5 bei rund 7,5 Millisekunden.

In allen getesteten Modi war AMDs eigenes FSR 4 schneller. Beide Quellen betonen, dass keine offizielle Unterstützung besteht und bislang keine praktikable Lösung für Windows existiert.

Noch experimenteller ist ein separates DLSS-5-Mod für Radeon-Karten der Serien RX 7000 und 9000. Laut PCW Plus sank die Bildrate in Cyberpunk 2077 bei maximalen Einstellungen auf einer RX 9070 XT zunächst von 80 FPS ohne Neural Rendering auf nur 11 bis 12 FPS mit aktiviertem Mod. Nach mehreren Alpha-Updates verbesserte sich die Leistung jedoch deutlich: Alpha 0.3.3 brachte laut Bericht 23 Prozent mehr Leistung gegenüber früheren Builds, Alpha 0.4.0 weitere 74 Prozent, wodurch Cyberpunk 2077 anschließend rund 50 FPS erreichte.

Oclab bestätigte anhand der GitHub-Release-Notizen den Leistungssprung von rund 74 Prozent durch Alpha 0.4.0 und berichtete von zusätzlichen rund 8 Prozent Gesamtleistung sowie bis zu 9 Prozent in stark belasteten Szenen durch Alpha 0.4.1. Als kompatibel gelten demnach mindestens Karten der RX-9000-Serie, während einige RX-7000-Modelle je nach Spiel, Treiber und System ebenfalls funktionieren können. Beide Quellen weisen darauf hin, dass es sich um frühe Entwicklungsstände handelt, deren Stabilität und Kompatibilität weiterhin schwanken.

Risiken bleiben bestehen

Mehrere Berichte mahnen zur Vorsicht: NeoTeo verweist auf einen separaten Test mit einem RTX-5050-Laptop, bei dem die Bildrate in Cyberpunk 2077 durch einen Mod von etwa 85 auf 40 FPS einbrach.

Übereinstimmend warnen die Quellen vor möglichen Artefakten, Instabilität und Leistungseinbußen sowie davor, dass Anti-Cheat-Systeme derartige Modifikationen erkennen können – weshalb mehrere Berichte den Einsatz ausdrücklich auf Einzelspieler-Titel beschränken. Der Einsatz dieser Drittanbieter-Software erfolgt damit durchweg auf eigenes Risiko der Nutzer.