RTX 50 SUPER: Nvidias Grafikkarten stecken in Speicher-Engpass

Die Einführung der Nvidia GeForce RTX 50 SUPER-Serie verzögert sich aufgrund massiv gestiegener GDDR7-Speicherpreise. Hersteller warten auf günstigere Konditionen.

Die neuen Grafikkarten von Nvidia stecken fest – im wahrsten Sinne des Wortes. Grund sind explodierende Speicherpreise.

Eigentlich sollte die nächste Generation der GeForce-Grafikkarten längst in den Regalen stehen. Doch die Einführung der RTX 50 SUPER-Serie verzögert sich. Zwar haben erste Hardware-Partner die GPU-Chips bereits erhalten, doch die Serienproduktion liegt auf Eis. Das Problem: die Speicherchips.

GDDR7-Speicher wird zum Kostenfaktor

Die neuen Modelle setzen auf 3GB-GDDR7-Module – und die kosten ein Vermögen. Branchenkreisen zufolge zahlen die Hersteller zwischen 60 und 70 Euro pro Chip. Zum Vergleich: Herkömmliche 2GB-GDDR7-Chips schlagen mit rund 20 Euro zu Buche. Der Preisunterschied ist enorm.

Weil die SUPER-Reihe aber genau diese hochdichten Module benötigt, um die versprochenen Speichermengen zu erreichen, stockt die Produktion. Mindestens ein großer Board-Partner hat die GPU-Hardware zwar erhalten, wartet aber auf günstigere Speicherpreise.

Das steckt in den neuen Karten

Die betroffenen Modelle basieren auf Nvidias Blackwell-Architektur und bieten deutlich mehr Leistung als ihre Vorgänger:

  • RTX 5080 SUPER: 24 GB VRAM, 415 Watt TGP (55 Watt mehr als zuvor)
  • RTX 5070 Ti SUPER: 24 GB VRAM, 350 Watt TGP
  • RTX 5070 SUPER: 18 GB VRAM, 275 Watt TGP

Selbst die Einsteigerkarte RTX 5050 mit 9 GB VRAM liegt wegen der Speicherkosten auf Eis. Ein neuer Termin? Fehlanzeige.

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Engpässe in der gesamten Branche

Die Preissprünge bei GDDR7 sind kein Einzelfall. Der gesamte DRAM-Markt gerät 2026 unter Druck. Im ersten Quartal stiegen die Preise um 90 bis 95 Prozent, im zweiten Quartal legten sie noch einmal 58 bis 63 Prozent zu.

Der Serverhersteller Inventec warnte am 16. Juli 2026 vor Lieferzeiten von 40 Wochen und mehr bei Server-Speicher. Grund ist die Verlagerung der Produktionskapazitäten hin zu High Bandwidth Memory (HBM) für KI-Anwendungen. Die Folge: weniger Kapazität für normale Grafikspeicher. Eine Entspannung? Frühestens 2028, so die Experten.

Hersteller reagieren mit kreativen Lösungen

Um die Lücken im Sortiment zu füllen, schwenken einige Hersteller auf alternative Strategien um. MSI brachte kürzlich vier neue „V1″-Versionen der RTX 5060 auf den Markt. Diese nutzen einen abgespeckten GB205-Chip – eigentlich aus der RTX 5070 bekannt – statt des üblichen GB206-Dies. Die Kern-Daten (3.840 CUDA-Kerne, 8 GB GDDR7) bleiben gleich, nur Leistungsaufnahme und Taktraten weichen leicht ab.

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Palit geht noch einen Schritt weiter: Der Hersteller reaktivierte die RTX 3060 Infinity 2 OC. Die alte Karte setzt auf die bewährte Ampere-Architektur und GDDR6-Speicher. Der Grund: Die GDDR6-Lieferkette läuft stabil – im Gegensatz zum teuren und knappen GDDR7.