RTX 5070 Ti: Händler verlangen 1.339 Dollar statt 749 Dollar UVP

Knappes Speicherangebot bremst die Fertigung, während Händlerpreise für Nvidias RTX 5070 Ti deutlich über der UVP liegen.

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Die Endkundenpreise für Nvidias Grafikkarten der aktuellen Generation ziehen massiv an. Bei großen US-Händlern liegt das derzeit günstigste gelistete Modell der GeForce RTX 5070 Ti bei 1.339,99 US-Dollar. Damit verlangt der Handel rund 79 Prozent mehr als die unverbindliche Preisempfehlung von 749 US-Dollar.

Wie Branchendaten zeigen, kletterte dieser Minimalpreis innerhalb von nur acht Tagen um 160 US-Dollar beziehungsweise 13,6 Prozent, nachdem das günstigste Modell am 29. Oktober 2026 noch für 1.179,99 US-Dollar geführt worden war.

Massive Preisaufschläge bei führenden US-Händlern

Ein Blick auf die Händlerangebote verdeutlicht die Preisdynamik im US-Markt, wobei sämtliche Angaben vor Verkaufssteuern gelten. Beim Onlinehändler Newegg ist das preiswerteste Angebot eine Gigabyte AERO OC für 1.339,99 US-Dollar.

Weitere Modelle von Drittanbietern bewegen sich dort zwischen 1.249 US-Dollar und 1.499 US-Dollar, was nahe an die Verdopplung der UVP heranreicht. Das günstigste direkt von Newegg gelistete Exemplar ist eine MSI SHADOW für 1.409,99 US-Dollar.

Beim Konkurrenten B&H wird eine Asus PRIME OC für 1.399,99 US-Dollar geführt, während für die Asus TUF GAMING OC 1.499,99 US-Dollar fällig werden – ein Aufschlag von mehr als 100 Prozent auf die UVP. Auch Best Buy listet eine Gigabyte GAMING OC für rund 1.400 US-Dollar.

Internationale Märkte verzeichnen ähnliche Teuerung

Auch europäische Käufer sind von den Preissteigerungen betroffen. Im deutschen Preisvergleich über Geizhals liegt das niedrigste Angebot bei 1.300 Euro für eine Karte von PNY, was etwa 48 Prozent über der offiziellen UVP von 879 Euro liegt. Bei Amazon ist die Grafikkarte ab etwa 1.400 Euro gelistet – mindestens 60 Prozent über der ursprünglichen Launch-UVP von 879 Euro.

In Großbritannien verlangt der Händler Overclockers UK für das günstigste Modell 1.129,99 Pfund, was mindestens 55 Prozent über der UVP von 729 Pfund liegt. Vor einem Jahr kostete die gleiche GPU dort 698,99 Pfund, bevor der Preis Anfang Oktober 2026 auf 929,99 Pfund anzog.

Besonders extrem fällt das Bild in Spanien aus: Beim Händler PcComponentes reichen 20 gelistete Modelle von 1.449,99 Euro bis hin zu 2.562,07 Euro. Die günstigste Variante, eine Palit GamingPro-S, liegt mit 560,99 Euro beziehungsweise 63,1 Prozent über der UVP von 889 Euro.

Die Hälfte des Sortiments übersteigt die doppelte UVP von 1.778 Euro, während das Spitzenmodell AORUS MASTER für 2.562,07 Euro fast das Dreifache der UVP erreicht. In China erhöhen Board-Partner von Nvidia laut aktuellen Berichten die Preise für das Modell um rund 1.000 RMB, was etwa 150 US-Dollar entspricht.

Speicherknappheit belastet die Produktion

Entgegen kursierenden Gerüchten über eine Einstellung betont Nvidia gegenüber PCMag, dass die RTX 5070 Ti keineswegs End-of-Life sei und sich weiterhin offiziell in Produktion befinde.

Die Nachfrage nach GeForce-RTX-Grafikkarten sei hoch und alle Modelle würden fortlaufend ausgeliefert, allerdings gestalte sich die Versorgung mit Speicher knapp. Auch der Hersteller Asus erklärte, dass das Modell nicht eingestellt sei, Engpässe beim Speicher jedoch die Fertigung bremsten.

Die Marktlage betrifft das gesamte Segment: Ein Preisupdate von TechSpot weist für Grafikkarten in den vergangenen drei Monaten einen Preisanstieg von durchschnittlich 35 Prozent aus. So kostet die reguläre RTX 5070 bei einer UVP von 549 US-Dollar in den USA rund 900 US-Dollar.

Die RTX 5080 bewegt sich nahe der doppelten UVP von 999 US-Dollar, während für die RTX 5090 fast 7.000 US-Dollar verlangt werden, was etwa dem 2,5-Fachen der Empfehlung entspricht. Beide Spitzenmodelle waren zwischenzeitlich im US-Marketplace von Nvidia nicht abrufbar, sind jedoch ebenfalls nicht eingestellt.

Zugleich ist auch die RTX 5060 Ti mit 16 Gigabyte kaum lieferbar, während Varianten mit 8 Gigabyte breit verfügbar bleiben. Der Mangel an Speicherchips treibt parallel dazu die Preise für DDR5-Arbeitsspeicher.