RTX 5090 ab heute in Deutschland: ASUS bringt 3.499-Euro-Grafikkarte

NVIDIA plant massive Expansion mit neuer GPU-Architektur und ARM-Prozessoren. Milliardenprojekte in Kasachstan und Australien stehen an.

Im Zentrum stehen die neue Vera-Rubin-GPU-Architektur und eine neue Klasse von ARM-basierten Prozessoren. Zeitgleich bringt ASUS heute die ProArt GeForce RTX 5090 in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf den Markt.

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Vera Rubin: Die nächste Generation für KI-Rechenzentren

Für das zweite Halbjahr 2026 plant NVIDIA die Veröffentlichung seiner Vera-Rubin-GPUs. Diese sind speziell für KI-Rechenzentren ausgelegt und werden im 3nm-Verfahren von TSMC gefertigt. Mit HBM4-Speicher ausgestattet, sollen sie über 40 Petaflops pro GPU liefern. Das ist ein gewaltiger Sprung nach vorn – selbst für Branchenverhältnisse.

Ergänzend dazu entwickelt das Unternehmen den RTX Spark, einen ARM-basierten System-on-Chip (SoC) für Windows-KI-PCs. Die Plattform verfügt über einen 12-Kern-CPU und eine 30-Kern-RTX-GPU mit mehr als 50 TOPS. Damit will NVIDIA etablierten Anbietern wie Intel und AMD Paroli bieten.

Auch im Bereich autonomer Systeme gibt es Neuigkeiten: Der Vera CPU ist ein 88-Kern-Arm-Prozessor, der speziell für KI-Agenten entwickelt wurde. Laut Unternehmensangaben erledigt er Aufgaben 1,8-mal schneller als herkömmliche x86-Architekturen. Zu den ersten Kunden zählen OpenAI, Anthropic und die New Yorker Börse. Die Hardware-Integration übernehmen Partner wie Dell, HPE und Lenovo.

Milliardenprojekte in Kasachstan und Australien

NVIDIAs Architektur fließt in mehrere Großprojekte ein. In Kasachstan wurde ein 10-Milliarden-Euro-Abkommen zwischen der Regierung, Firebird und NVIDIA geschlossen. Ziel ist die Entwicklung des „Data Center Valley“ in Ekibastuz. Die Anlage soll 2027 den Betrieb aufnehmen und schließlich auf 1 Gigawatt skalieren. Geplant ist ein Cluster mit 100.000 Vera-Rubin- und GB300-GPUs. Die kasachische Telekomgesellschaft Kazakhtelecom steuert eine Milliarde Euro zur ersten Phase bei. Das Projekt soll jährliche Exporteinnahmen von drei Milliarden Euro generieren.

In Australien hat Sharon AI eine sechsjährige strategische Partnerschaft mit NVIDIA geschlossen. Geplant ist eine 72-Megawatt-KI-Fabrik mit bis zu 40.000 Grace-Blackwell-GB300-GPUs. Sharon AI peilt eine Gesamtkapazität von 132 Megawatt an und will bis Mitte 2027 mehr als 55.000 NVIDIA-GPUs betreiben.

Das Londoner Startup Ineffable Intelligence setzt derweil auf Google Cloud. Nach einer 1,1-Milliarden-Euro-Startfinanzierung im April 2026 plant das Unternehmen, einen massiven Cluster aus Vera-Rubin-NVL72-GPUs für sein „Superlearner“-Projekt zu nutzen. Die Technologie basiert auf bestärkendem Lernen.

Neue Hardware für Profis und Gamer

ASUS hat heute die ProArt GeForce RTX 5090 in Deutschland, Österreich und der Schweiz veröffentlicht. Die Karte kostet 3.499 Euro und basiert auf der NVIDIA-Blackwell-Architektur. Sie verfügt über 32 Gigabyte GDDR7-Speicher und liefert 3.352 KI-TOPS. Ein spezielles Kühlsystem mit Flüssigmetall und Dampfkammer sorgt für optimale Temperaturen.

Im Enterprise-Segment bringt ASUS den ExpertCenter Pro ET900N G3 auf den Markt. Dieses System nutzt den NVIDIA GB300 Grace Blackwell Ultra Superchip und bietet 20 PetaFLOPS KI-Leistung sowie 748 Gigabyte vereinheitlichten Speicher. Der Desktop ist für anspruchsvolle professionelle Anwendungen gedacht – der Startpreis liegt bei knapp 100.000 US-Dollar.

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Auch der mobile Gaming-Markt wird bedient. In den Philippinen hat ASUS kürzlich die 2026er-Modelle seiner ROG-Strix- und SCAR-18-Laptops vorgestellt. Sie kommen mit Intel Core Ultra 9 Prozessoren und RTX-50-Serie-GPUs. Ähnliche Hardware, darunter das ROG Zephyrus Duo und das G16, soll am 23. Juni 2026 in Indien auf den Markt kommen.

Partnerschaften in Südkorea und Sicherheitslösungen

Bei einem Besuch in Seoul betonte NVIDIA-CEO Jensen Huang mehrere tiefgreifende Partnerschaften in Südkorea. LG arbeitet mit NVIDIA an KI-Fabriken für Robotik und autonomes Fahren. Die SK Group entwickelt gemeinsam Speicherlösungen für vier NVIDIA-Plattformen und baut eine KI-Cloud im Gigawatt-Maßstab.

Im Sicherheitsbereich hat Fortinet NVIDIAs KI-Plattformen in seine FortiAIGate-Lösung integriert. Die Zusammenarbeit nutzt NVIDIA-Blackwell- und Hopper-GPUs sowie Dynamo- und Nemotron-Sicherheitsmodelle, um KI-Workloads und autonome Agenten in Echtzeit zu schützen.

Während NVIDIA sein ARM-basiertes Ökosystem weiter stärkt, gibt es Gerüchte über eine mögliche x86-Kooperation. Branchenkreisen zufolge plant Intel möglicherweise „Serpent Lake“ für das erste Quartal 2028. Dieses würde ein NVIDIA-RTX-GPU-Tile in einen Intel-x86-SoC integrieren – basierend auf einer Partnerschaft, die ursprünglich im September 2025 angekündigt wurde.