RTX 5090: Nvidia dementiert Produktionsende, Lieferengpässe bleiben bestehen

Nvidia bestätigt begrenzte Liefermengen der RTX 5090; höhere Speicherpreise verteuern auch neue RTX-Spark-Laptops.

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Anhaltende Lieferengpässe bei Grafikkarten für Endverbraucher und Spieler lassen sich nach Angaben von Nvidia nicht kurzfristig durch den Chiphersteller lösen.

Am 16. Oktober 2026 erklärte Nvidia-Vizepräsidentin Ida Keita aus dem Bereich Developer Relations bei einer Veranstaltung zur Vorstellung der RTX-Spark-Reihe in Seoul, dass die Verknappung im Consumer-Segment auf ein unzureichendes Angebot an Speicherkomponenten über die gesamte Halbleiterkette hinweg zurückzuführen sei. Dies betreffe sowohl Grafikprozessoren als auch DRAM-Bausteine. Diese Entwicklung liege außerhalb der Einflussmöglichkeiten des Konzerns.

Spekulationen um RTX 5090 und drastische Aufpreise

Die Mangellage schlägt sich spürbar auf den Endkundenmarkt nieder. Das Flaggschiffmodell RTX 5090 wird im Handel teilweise für bis zu 15 Millionen Won gehandelt, was rund dem Fünffachen der unverbindlichen Preisempfehlung inklusive Steuern entspricht. In Japan lag die unverbindliche Preisempfehlung für die Karte bei 393.800 Yen, während die tatsächlichen Einzelhandelspreise bis September über 1 Million Yen stiegen.

Zuvor hatten Gerüchte für Verunsicherung gesorgt, wonach die Fertigung des Modells eingestellt werden könnte. Am 10. Oktober 2026 kamen Behauptungen auf, dass die zugrundeliegenden GB202-Chips vollständig in die RTX-PRO-Serie umgeleitet würden.

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Parallel dazu strich der US-Händler Micro Center mehrere Varianten von Herstellern wie Asus, MSI, Gigabyte, PNY und Zotac aus dem Angebot und kennzeichnete diese als nicht geführt. Auch aus Nvidias eigenem Marktplatz verschwanden entsprechende Produktseiten zeitweise.

Am 16. Oktober 2026 dementierte Jeff Fisher, Senior Vice President bei Nvidia, diese Berichte im Rahmen einer Veranstaltung in Taipeh. Entsprechende Meldungen über ein Produktionsende der RTX 5090 seien nicht zutreffend. Die Grafikkarte werde weiterhin ausgeliefert und bilde einen zentralen Bestandteil des Produktportfolios.

Gleichzeitig räumte Fisher ein, dass die Lieferkapazitäten tatsächlich eingeschränkt seien. Diese Engpässe beträfen jedoch den gesamten Markt und seien nicht auf Nvidia beschränkt. Einen Zeitpunkt für eine Entspannung der Lage nannte er nicht.

Speicherkosten belasten auch neue Mobilgeräte

Auch bei mobilen Endgeräten machen sich die gestiegenen Komponentenkosten bemerkbar. Die neuen RTX-Spark-Laptops bewegen sich je nach Ausstattung in einem Preisrahmen von rund 4,7 Millionen Won bis 10 Millionen Won. Verantwortliche des Herstellers führen das hohe Preisniveau maßgeblich auf die teurer gewordenen Speicherbausteine zurück.

Nach Angaben eines Unternehmensvertreters galt eine Ausstattung mit 128 Gigabyte während der Entwicklung als günstig und wurde als optimale Konfiguration eingeplant, da ein derartiger Preisanstieg nicht erwartet worden war. Nach Angaben von Keita ist das RTX-Spark-System in der Lage, KI-Modelle mit über 100 Milliarden Parametern lokal ohne zusätzliche Cloud- oder Token-Kosten auszuführen.

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Wie Finanzchefin Colette Kress im Rahmen einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen darlegte, ist die Nachfrage zwar anhaltend hoch und die Lagerbestände im Vertriebskanal seien gesund, doch bildeten Lieferengpässe einen Gegenwind für das Gaming-Geschäft im ersten Quartal und darüber hinaus.

Zwar seien die Bestände an TSMC-Silizium und GDDR7-Speicher vorerst ausreichend, doch entstünden Engpässe insbesondere bei den Fertigungspartnern, die von Nvidia sowohl mit Grafikchips als auch mit Speicher beliefert werden. Verzögerungen beim GDDR7-Nachschub könnten dort zu mehrwöchigen Wartezeiten führen, während die Blackwell-Kapazitäten bei der Foundry TSMC planmäßig liefen.

Halbleiterindustrie unter anhaltendem Druck

Hinter den Engpässen steht eine marktweite Verschiebung der Fertigungskapazitäten. Prognosen von IDC zufolge beanspruchen KI-Rechenzentren im Jahr 2026 rund 70 Prozent der weltweiten Speicherproduktion, verglichen mit 20 bis 30 Prozent im Jahr 2022. Nach Branchenangaben sind die Bestände an DRAM, NAND und High Bandwidth Memory (HBM) beim südkoreanischen Hersteller SK Hynix bis Ende 2026 ausverkauft. Der Vorstandsvorsitzende von Micron stellte unlängst eine bis 2028 anhaltende Speicherknappheit in Aussicht.