RTX 5090: Nvidias Grafikkarten-König kostet 3.679 Euro

Nvidia und AMD präsentieren neue Spitzenmodelle, während DDR5-Knappheit DDR4-Speicher ein unerwartetes Comeback beschert.

Während Nvidia und AMD mit ihren Flaggschiffen neue Leistungsrekorde aufstellen, sorgt eine weltweite Knappheit bei DDR5-Speicher für eine überraschende Renaissance alter Technologien.

High-End-Grafikkarten: Die neue Spitze der Leistung

Nvidias RTX 5090 hat sich als unangefochtener König der Grafikkarten etabliert. Mit 32 Gigabyte GDDR7-Speicher stemmt das Flaggschiff selbst anspruchsvollste Titel wie Cyberpunk 2077 in 4K Ultra – zwischen 80 und 100 Bildern pro Sekunde sind drin. Mit aktiviertem DLSS knackt die Karte sogar die 140-FPS-Marke.

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Der Preis für diese Leistung ist happig: Ab 3.679 Euro ist die RTX 5090 zu haben. Deutlich vernünftiger kalkuliert Nvidia bei der RTX 5080: Für rund die Hälfte des Preises (ab 1.165 Euro) liefert sie immerhin 70 bis 80 Prozent der Spitzenleistung.

AMD setzt mit der RDNA-4-Serie auf das Preis-Leistungs-Segment. Die RX 9070 XT gilt Analysten als bester Kompromiss für 1440p und 4K – und das ab 649 Euro. Für Einsteiger und 1080p-Zocker empfehlen sich die Intel Arc B580 oder die RTX 5050.

DDR4 feiert ein unerwartetes Comeback

Die eigentliche Überraschung des zweiten Quartals 2026: DDR4-Speicher und kompatible Mainboards erleben eine Renaissance. Der Grund dafür ist die enorme Nachfrage nach DDR5-RAM durch die KI-Industrie. Die Preise für moderne Speicherriegel bleiben hoch, die Verfügbarkeit ist angespannt.

Mainboard-Hersteller wie ASUS und MSI haben darauf reagiert und die Produktion älterer AM4- und LGA1700-Boards mit DDR4-Unterstützung hochgefahren. Auch AMD springt auf den Zug auf: Der Konzern hat im zweiten Quartal 2026 ältere Prozessoren wie den Ryzen 3 3100U und den Ryzen 7 4700LE wieder ins Programm genommen. Diese Chips basieren auf den Architekturen Zen+ und Zen 2 – technisch veraltet, aber für günstige Komplettsysteme völlig ausreichend.

Branchenvertreter rechnen frühestens 2028 mit einer Entspannung bei den DRAM-Kapazitäten.

GTA 6 treibt die Hardware-Nachfrage an

Ein weiterer Treiber für den aktuellen Hardware-Boom ist der für den 19. November 2026 angekündigte Release von Grand Theft Auto 6. Die Systemempfehlungen für den Blockbuster sind anspruchsvoll: Hardware-Guides vom 16. Juni empfehlen mindestens 16 Gigabyte VRAM – etwa eine RTX 5070 Ti – und Prozessoren wie den Ryzen 7 7800X3D.

Der PC-Gaming-Markt wächst dabei weiterhin schneller als der Konsolenmarkt. Anfang 2026 verzeichnete Steam einen Spitzenwert von 42,7 Millionen gleichzeitigen Nutzern. Zwar sind Konsolen wie PlayStation 5 oder Xbox Series X mit rund 649 Euro günstiger in der Anschaffung. Doch über fünf Jahre gerechnet fressen die monatlichen Abogebühren für Online-Spiele diesen Vorteil wieder auf.

Workstations und Notebooks: Neue Maßstäbe

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Auch im Profi-Segment tut sich einiges. Am 17. Juni wurden Details zu AMDs Threadripper „Mustang Peak“ bestätigt. Die auf Zen 6 basierenden Prozessoren werden im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt, nutzen den neuen TR6-Sockel und unterstützen PCIe 6.0 sowie acht Speicherkanäle.

Im Notebook-Bereich setzt das ROG Zephyrus Duo neue Maßstäbe: Zwei 16-Zoll-3K-OLED-Displays, ein Intel Panther Lake Ultra 9 und eine RTX 5090 Laptop-GPU – das dürfte spannend werden für mobile Enthusiasten.

Und der Mini-PC-Markt? Nachdem Intel 2023 das NUC-Geschäft aufgegeben hat, führt Asus die Traditionslinie fort. Neue Spieler wie der GMKtec K12 mit OCuLink-Unterstützung für externe Grafikkarten zeigen, dass kompakte Systeme längst keine Kompromisse mehr bedeuten müssen.