Die für die kommende RTX-60-Serie erwartete Rubin-Architektur (GR20x) von Nvidia verzögert sich einem Bericht von tomshardware.com vom 21.9.2026 zufolge erneut. Statt wie zuvor angenommen Ende 2027 soll die Consumer-Generation nun erst 2028 erscheinen. Als Quelle dient der Hardware-Leaker Kopite7Kimi, der die Verschiebung in einem X-Post als „postponed again“ bezeichnete.
Von Ende 2027 auf 2028
Kopite7Kimi hatte zuvor einen Zeitrahmen in der zweiten Hälfte 2027 genannt, wie videocardz.com berichtete. Die aktuelle Aussage bezieht sich demnach auf diese früheren Gerüchte, die nun als überholt gelten.
Bereits zuvor hatte der Leaker Kepler_L2 laut videocardz.com berichtet, dass Nvidias nächste Gaming-Generation und der Großteil von AMDs kommender diskreter GPU-Reihe auf 2028 verschoben seien. Laut sportskeeda.com nannte Kepler_L2 konkret 2028 für die nächste GPU-Generation beider Hersteller, mit Ausnahme des AMD-Chips „AT2″ (RDNA 5), der 2027 erscheinen soll.
Diese Einschätzung deckt sich mit Berichten von ifeng.com und tweaktown.com, wonach AMD 2027 zunächst nur den RDNA-5-Chip AT2 bringt – laut tweaktown.com als Chiplet für Microsofts Project Helix –, während weitere RDNA-5-Produkte erst 2028 folgen.
Nicht alle Leaker zeichnen dasselbe Bild: Moore’s Law Is Dead hatte laut biggo.com berichtet, Nvidia habe die Gaming-Version von Rubin bereits für die erste Hälfte 2027 genehmigt. Der Leaker Jukan bezeichnete diesen Zeitpunkt als „ridiculous“. Nvidia selbst hat weder ein Zeitfenster für RTX 60 noch das Rubin-Consumer-Lineup, die Namensgebung oder einen Launch-Termin offiziell bestätigt, wie videocardz.com festhält.
Speicherknappheit und KI-Priorisierung als Gründe
Als Ursachen für die Verzögerung nennt sportskeeda.com globale Speicherknappheit, steigende Komponentenkosten sowie TSMC-Kapazitätsengpässe, die durch die Nachfrage aus KI-Rechenzentren entstehen. Gamegpu.com ergänzt, dass Nvidia die Rubin-Server-Beschleuniger mit den höchsten Margen priorisiere und TSMC zudem Quoten bei fortschrittlicher Lithografie und Wafer-Bonding beschränke.
Die RTX-60-Serie auf Rubin-Basis verschiebt sich laut Hardware-Leakern erneut — nun auf 2028 statt Ende 2027. Wer jetzt vor der Frage steht, ob sich ein RTX-50-Kauf noch lohnt oder ob Warten die bessere Wahl ist, findet in diesem kostenlosen Report die wichtigsten Zeitplan- und Preisprognosen im Überblick. Jetzt kostenlosen GPU-Report anfordern
Die Zahlen aus Nvidias Q2-Bericht stützen diese These: Der Data-Center-Anteil am Unternehmensumsatz lag laut tweaktown.com bei 92,5 Prozent, während Vera Rubin bereits in Vollproduktion sei. Nvidia erwartet laut tomshardware.com allein in Q3 2027 rund 20 Milliarden US-Dollar Umsatz mit Vera Rubin. Rubin-Produkte sollen laut einem Nvidia-Bericht, den landofgames.ru zitiert, in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2027 ausgeliefert werden.
Ungewöhnlich lange Generationslücke
Technisch fällt auf, dass sowohl RTX 40 als auch RTX 50 auf dem TSMC-4N-Node basieren. Ein Wechsel auf 3N/3NP, wie ihn die Rubin-Beschleuniger nutzen, würde laut tomshardware.com damit rund sechs Jahre in Anspruch nehmen.
Die RTX-50-Serie „Blackwell“ debütierte auf der CES 2025 – bei einem Start der nächsten Generation zur CES 2028 läge die Generationslücke laut gamegpu.com bei 36 Monaten, was die RTX-50-Serie um mehr als drei Jahre verlängern würde. Die bislang längste Wartezeit zwischen zwei Generationen bestand laut gamesradar.com zwischen GeForce 8000 und GeForce 400 im Jahr 2006.
Auch eine RTX-50-Super-Reihe verzögert sich Gerüchten zufolge: Statt ursprünglich 2026 wird nun 2027 genannt, wie biggo.com berichtet. Die entsprechenden Gespräche seien versandet, Grund sei der Einsatz von 3-GB-GDDR7-Speicher gewesen, der auch in der RTX Pro 5500 zum Einsatz kommt.
Hohe Preise, unklare Aussichten
Die Preise der aktuellen RTX-50-Serie liegen laut wccftech.com auf dem höchsten Niveau seit dem Marktstart; die RTX 5090 wurde teils für über 9.000 US-Dollar gelistet. Ein OEM erwartet laut wccftech.com ein Preisplateau 2027 und eine Normalisierung 2028, während andere Prognosen von einer DRAM-Knappheit bis ins nächste Jahrzehnt ausgehen.
Die RTX 5090 wurde teils für über 9.000 US-Dollar gelistet, und ein OEM erwartet erst 2028 eine Normalisierung der Preise. Wer sein Budget für die nächsten zwei Jahre planen will, braucht belastbare Preis- und Verfügbarkeitsprognosen statt Foren-Gerüchte. Dieser Report ordnet Speicherknappheit, Komponentenkosten und Leaker-Aussagen ein. Preisprognose-Report jetzt sichern
Kopite7Kimi kündigte an, weitere Updates zu GR20x vorerst zu minimieren, bis konkretere Informationen vorliegen. Spezifikationen zur Architektur wurden bislang nicht veröffentlicht. Auch bei Intel bleibt die Lage unübersichtlich: Die Zukunft der diskreten Gaming-GPUs nach der „Xe²“-Generation gilt laut ifeng.com als ungeklärt.
Mehr zum Thema bei Tom’s Hardware: „Nvidia’s next-gen RTX 60 GPUs might not be released until 2028, prominent leaker claims — gaming takes a back …“

