RTX 6080: NVIDIA-Grafikkarten könnten sich bis 2028 verzögern

Berichte nennen mögliche Rubin-Verzögerungen und schildern frühere Konflikte mit Board-Partnern; Manli führt neue Ampere-Modelle in Asien.

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Aktuelle Branchenberichte deuten auf weitreichende strategische Anpassungen bei NVIDIA hin. Während die kommende GPU-Generation der RTX-60-Serie (Rubin-Architektur) offenbar mit deutlichen Verzögerungen konfrontiert ist, rücken neue Details über das angespannte Verhältnis zu früheren Board-Partnern sowie eine unerwartete Rückkehr älterer Ampere-Modelle in den Fokus.

Mögliche Verzögerungen bei der Rubin-Architektur

Branchenberichte vom 30. September 2026 weisen darauf hin, dass die Markteinführung der nächsten Grafikkartengeneration möglicherweise später erfolgt als ursprünglich erwartet. Während Spekulationen über die RTX-60-Serie mit Rubin-Architektur die erste Hälfte des Jahres 2027 als Ziel ausmachten, äußerten Marktbeobachter erhebliche Zweifel an diesem Zeitplan. Ein Start im Jahr 2027 gilt demnach als unwahrscheinlich.

Hardware-Leaks vom 29. September 2026 konkretisieren, dass sich die RTX-6080-Serie sogar bis in das Jahr 2028 verschieben könnte. Als Hauptgrund wird die Priorisierung der Fertigungskapazitäten für den Bereich Künstliche Intelligenz und Rechenzentren angeführt. Zudem soll die Roadmap für die RTX-50-Super-Modelle derzeit angepasst werden.

Belastend wirken laut Berichten zudem Engpässe bei Speichermodulen sowie steigende Preise und längere Lieferzeiten für grundlegende Komponenten wie Platinen (PCB), Power-ICs, Kondensatoren und Widerstände. Von offizieller Seite liegen bisher keine Bestätigungen für diese Verschiebungen vor.

Dokumentierter Druck auf Board-Partner

Parallel zu den Berichten über künftige Hardware wurden Ende September Details über die historische Zusammenarbeit zwischen NVIDIA und seinen Board-Partnern (AIC) bekannt. Der ehemalige EVGA-Produktmanager Brendon Ray Hedrick, der zwischen 2016 und 2019 für das Unternehmen tätig war, beschrieb die Rahmenbedingungen für Hardware-Hersteller.

Demnach seien Partner verpflichtet worden, mindestens ein Modell zur offiziellen Startpreisempfehlung von NVIDIA anzubieten. Dies habe oft dazu geführt, dass Produkte mit Verlust verkauft werden mussten, um eine Reduzierung der GPU-Zuteilungen durch NVIDIA zu verhindern.

Als Beispiel wurde die RTX 2080 angeführt, deren Startpreis bei 699 US-Dollar lag, während NVIDIAs eigene Founders Edition für 100 US-Dollar mehr angeboten wurde.

Auch bei der RTX 3090 Ti FTW3 habe EVGA laut Berichten bei einem Verkaufspreis von 1.399 US-Dollar Verluste hingenommen, während die Founders Edition von NVIDIA zeitgleich für 1.099 US-Dollar erhältlich war.

Die wirtschaftliche Bilanz dieser Praxis war für Partner wie EVGA schwierig. Obwohl NVIDIA-Grafikprozessoren 78 Prozent des Umsatzes von EVGA ausmachten, blieb der Gewinn in diesem Segment gering. Branchenexperten schätzten die Marge von EVGA auf rund 5 Prozent, während Wettbewerber etwa 10 Prozent erreichten.

Deutlich profitabler sei hingegen das Geschäft mit Netzteilen gewesen. Hedrick richtete laut Berichten die Frage an NVIDIA-CEO Jensen Huang, ob das Unternehmen bestimmte Situationen heute mit mehr Großzügigkeit oder Reife behandeln würde.

Rückkehr der Ampere-Karten in asiatischen Märkten

Trotz der Entwicklung hin zu neuen Architekturen verzeichnet der Markt eine Rückkehr älterer Technologie. Berichten vom 1. Oktober 2026 zufolge listet die Marke Manli in asiatischen Märkten zwei neue Modelle auf Basis der Ampere-Architektur: eine RTX 3060 sowie eine RTX 3050 mit 6 GB Speicher.

Die Karten verfügen über ein schlichtes Design ohne Werksübertaktung und werden zu Preisen ab 299,99 US-Dollar (ca. 2.032 CNY) bzw. 239,99 US-Dollar (ca. 1.626 CNY) geführt.

Die Gründe für dieses Comeback liegen in der stabilen Lieferkette. Die Samsung-8nm-Fertigung bietet eine hohe Ausbeute, und der verwendete GDDR6-Speicher ist deutlich kostengünstiger als der moderne GDDR7-Speicher der RTX-50-Serie. Damit umgeht NVIDIA die aktuelle Krise bei Hochleistungsspeichern.

Bereits im Juli gab es Berichte, wonach Hersteller wie Asus und Colorful die Produktion der RTX 3060 wieder aufgenommen hätten, was durch die aktuellen Markteinführungen bestätigt wird.