RTX Spark: Adobe und NVIDIA versprechen doppelte KI-Geschwindigkeit

Adobe-Anwendungen sollen auf RTX Spark bis zu doppelt so schnell arbeiten; erste Geräte sind seit dem 16. Oktober erhältlich.

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Adobe und NVIDIA bauen ihre Zusammenarbeit im Bereich der agentischen Kreation weiter aus. Wie aus Berichten vom 15. Oktober 2026 hervorgeht, optimiert Adobe zentrale Kreativanwendungen wie Photoshop, Premiere, Substance 3D, Frame.io und Brand Concierge gezielt für NVIDIAs System-on-Chip-Plattform RTX Spark.

Die angepassten Programme sollen eine bis zu doppelt so schnelle Ausführung von KI-Verarbeitungsprozessen, Schnittabläufen, Farbeinstellungen und Effekten ermöglichen.

Umfassende Beschleunigung im Adobe-Portfolio

Die Neuerungen betreffen mehrere Kernprogramme des Softwarekonzerns. In Photoshop wurde das Compositing auf eine vollständige GPU-Beschleunigung umgestellt, was Funktionen wie dem Entfernen-Werkzeug, dem Gaußschen Weichzeichner und Lichteffekten zugutekommt.

Premiere erhält für die Postproduktion eine RTX-Beschleunigung, die unter anderem Werkzeuge wie Sprachverbesserung und Objektmaskierung beschleunigt sowie die Wiedergabe, das Rendering, Farbeffekte und KI-gestützte Arbeitsabläufe optimiert.

Für 3D-Kreative bietet Substance 3D Painter künftig kürzere Rechenzeiten bei Texturierungsschritten, ein zügigeres Öffnen und Speichern umfangreicher Projekte sowie einen schnelleren Texturexport. Die Kollaborationsplattform Frame.io greift auf NVIDIA NVDEC sowie TensorRT mit CUDA zurück.

Frühe Messergebnisse bei ausgewählten Transkodier- und Suchprozessen zeigen eine rund fünffach schnellere Generierung von Embeddings, eine vier- bis fünffache Verbesserung der P95-Latenz sowie eine Verringerung der Such-Proxy-Größe um etwa 80 Prozent.

Zudem wurde der Adobe Brand Concierge mit NVIDIA Nemotron optimiert. Das System wird von NVIDIA bereits auf der eigenen Website eingesetzt; eine breite Verfügbarkeit für Unternehmenskunden ist für einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2026 angekündigt. Adobe plant, die Neuerungen auf der hauseigenen Konferenz Adobe MAX zu präsentieren, die vom 10. bis 12. November stattfindet.

Hardware-Architektur und Marktstart von RTX Spark

Die Plattform RTX Spark richtet sich an Windows-Laptops sowie kompakte Desktop-Rechner und ist für lokale KI-Aufgaben ausgelegt. Der Chip kombiniert eine Blackwell-RTX-Grafikeinheit mit 6.144 CUDA-Kernen und Tensor-Kernen der fünften Generation mit einer 20-Kern-Arm-Grace-CPU über eine NVLink-C2C-Verbindung.

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Die Entwicklung erfolgte unter Beteiligung von MediaTek. Das System bietet bis zu 128 Gigabyte Unified Memory und eine KI-Rechenleistung von bis zu einem Petaflop.

NVIDIA hatte RTX Spark am 31. Mai auf der Branchenkonferenz GTC Taipei angekündigt. Erste Geräte mit Windows 11 on Arm sind ab dem 16. Oktober 2026 im Handel erhältlich, darunter Modelle von Herstellern wie Acer, ASUS, Dell, Gigabyte, HP, Lenovo, MSI sowie neue Geräte der Reihe Microsoft Surface.

Die Geräte decken Formfaktoren von 14 bis 16 Zoll ab einer Bauhöhe von 14 Millimetern ab. Nach Angaben von NVIDIA unterstützen mehr als 100 Windows-Softwareanbieter das System, darunter neben Adobe auch Blackmagic Design, Blender, CapCut, ComfyUI und OTOY.

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Reaktionen und Marktumfeld

Seitens Adobe betonte Vizepräsidentin Deepa Subramaniam, dass die angepassten Programme doppelt so schnell liefen wie zuvor. Jason Paul, Vizepräsident für Local AI bei NVIDIA, hob hervor, dass die Anwendungen eine bis zu doppelt so hohe Leistung bei KI-Aufgaben erzielten.

Fachbeobachter merkten jedoch an, dass in den bisherigen Materialien detaillierte Zeitpläne, quantitative Leistungsziele sowie produktspezifische Angaben fehlen; insbesondere bleibe offen, nach welchen Kriterien die gemessene Geschwindigkeit genau ermittelt wurde.

An den Finanzmärkten zeigten die Wertpapiere beider Konzerne verhaltene Reaktionen: Die Adobe-Aktie notierte nachbörslich an der Nasdaq nach einem regulären Plus von 4,57 Prozent am Donnerstag um 0,02 Prozent tiefer bei 251,61 US-Dollar. Die Aktie von NVIDIA verzeichnete an der Schweizer Börse ein Minus von 4,00 Prozent auf 180,16 CHF.

Mehr zum Thema bei Engadget: „Adobe Rebuilt Photoshop And Premiere For NVIDIA’s RTX Spark Platform“