RTX Spark: ASUS, Lenovo und Acer starten KI-PC-Offensive

ASUS, Lenovo und Acer präsentieren RTX-Spark-Geräte. NVIDIA plant den Verkaufsstart erster Windows-PCs für Oktober 2026.

Im Rahmen der IFA 2026 in Berlin hat der Hardware-Hersteller ASUS am 2. September neue Modelle seiner ProArt-Serie sowie einen kompakten Desktop-Rechner vorgestellt. Die Geräte basieren auf der neuen RTX-Spark-Plattform von NVIDIA, die speziell für rechenintensive Anwendungen und künstliche Intelligenz ausgelegt ist. Neben ASUS zeigten auch Mitbewerber wie Lenovo und Acer erste Implementierungen der neuen Systemarchitektur.

ASUS setzt auf dünne Formfaktoren und hohe KI-Leistung

Mit dem ProArt P16 und dem ProArt P14 präsentierte ASUS zwei Laptops, die sich durch eine kompakte Bauweise auszeichnen. Das Modell P16 weist eine Bauhöhe von 12,9 mm auf und wiegt 1,77 kg, während es mit einem 99-Wh-Akku ausgestattet ist. Das kleinere ProArt P14 ist mit 13,9 mm geringfügig dicker, erreicht jedoch ein niedrigeres Gewicht von 1,48 kg und verfügt über einen 90-Wh-Akku.

Ergänzt wird das Portfolio durch den Mini-PC GR1X. Das Gehäuse misst 150x150x51 mm und ist mit einer Dual-Fan-Kühlung versehen, um die Abwärme der verbauten Hardware zu bewältigen. Herzstück dieser Geräte ist die RTX-Spark-Plattform. Laut Herstellerangaben liefert diese eine KI-Leistung von bis zu 1 Petaflop.

Die technische Basis bilden eine Grace-CPU mit 20 Kernen sowie eine Blackwell-GPU mit 6.144 Kernen, unterstützt durch 128 GB Unified Memory. Finanzanalysten von Morgan Stanley schätzen den Preis für diese Konfigurationen auf etwa 2.899 US-Dollar.

Trotz der Leistungsversprechen bleibt die tatsächliche CUDA-KI-Performance abzuwarten. Hintergrund ist ein Vorfall aus dem Juli 2026, bei dem der Einsatz von CUDA auf dem Surface Laptop Ultra (N1X) Berichten zufolge scheiterte. Eine unabhängige Verifizierung der Leistungswerte für die neuen ASUS-Geräte steht noch aus.

Anzeige

Wer sich für die neueste PC-Hardware interessiert, sollte auch sein Betriebssystem optimal im Griff haben. Dieser kostenlose Experten-Report zeigt Ihnen, wie Sie typische Fehler in Windows 11 selbst beheben und hunderte Euro an IT-Kosten sparen können. Gratis-Report: Erste Hilfe für Windows 11 jetzt herunterladen

Lenovo und Acer folgen mit RTX-Spark-Hardware

Einen Tag nach der ASUS-Präsentation zeigte Lenovo am 3. September das Yoga Pro 9n. Dieses Notebook nutzt ebenfalls die RTX-Spark-Architektur mit der 20-Kern-CPU und 6.144 CUDA-Kernen.

Das Gerät ist mit bis zu 128 GB LPDDR5X-Speicher ausgestattet, der eine Geschwindigkeit von 9.400 MT/s erreicht. Das verbaute 15,3-Zoll-OLED-Display bietet eine Auflösung von 2.560×1.600 Pixeln, eine variable Bildwiederholrate von 48 bis 165 Hz sowie eine Spitzenhelligkeit von 1.100 Nits.

Das System arbeitet mit einer TDP von 80W und wird von einem 92,5-Wh-Akku gespeist. Zudem kündigte Lenovo ein Yoga 9n 2-in-1 mit 16-Zoll-Display und bis zu 64 GB Unified Memory an.

Acer beteiligte sich ebenfalls an den Neuvorstellungen und präsentierte ein Konzept für einen SFF (Small Form Factor) RTX Spark Mini-PC. Dieses System entspricht in den Kernspezifikationen den Modellen von ASUS und Lenovo, einschließlich der Angabe von 1 Petaflop KI-Leistung.

Konkrete Angaben zu Preisen oder einem Markteinführungstermin für dieses Konzept liegen jedoch nicht vor. Für das vierte Quartal 2026 stellte Acer lediglich das Intel-basierte Modell Veriton RI110 für den nordamerikanischen Markt in Aussicht.

Anzeige

Damit die Leistung moderner Hochleistungs-PCs nicht durch Software-Probleme ausgebremst wird, bietet dieser Ratgeber schnelle Lösungen für gängige Update- und Systemfehler. Erfahren Sie in der kostenlosen Anleitung von IT-Experte Manfred Kratzl, wie Sie Ihr System stabil halten. Kostenlosen Windows 11 Problemlöser-Guide sichern

Marktstart der neuen Windows-PC-Klasse im Oktober

NVIDIA bestätigte am 2. September, dass die ersten RTX-Spark-Windows-PCs im Oktober 2026 im Handel erscheinen sollen. Die Plattform wird in zwei N1X-Konfigurationen angeboten: Die leistungsstärkere Variante umfasst die 20-Kern-Grace-CPU, eine GPU mit 6.144 Kernen und bis zu 128 GB Unified Memory. Eine zweite Version bietet 18 CPU-Kerne, 5.120 GPU-Kerne und bis zu 32 GB Speicher.

Als Ziel für die neue Hardware gibt NVIDIA eine Spieleleistung von 100 FPS bei einer Auflösung von 1440p unter Verwendung von DLSS 5 an. Zu den OEM-Partnern gehören neben ASUS, Lenovo und Acer auch Dell, Gigabyte, HP, MSI und Microsoft. Softwareseitig wird die Plattform bereits von Publishern wie EA, Ubisoft und Embark unterstützt; im Rahmen der Messe wurde unter anderem Alan Wake mit DLSS 4.5 Ray Reconstruction demonstriert.