Die Chip-Revolution nimmt Fahrt auf: Gleich mehrere Hersteller haben in dieser Woche ihre ersten Laptops mit NVIDIAs neuem RTX-Spark-Chipsatz vorgestellt. Lenovo, HP und ASUS liefern sich ein Wettrennen um die ersten Geräte mit der Kombination aus ARM-Prozessor und Blackwell-Grafik.
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Lenovo Yoga Pro 9n: Erste Details durchgesickert
Bereits am Dienstag dieser Woche tauchten geleakte Bilder und technische Daten zum Lenovo Yoga Pro 9n auf – einem der ersten Notebooks mit dem NVIDIA RTX Spark (N1X)-Chip. Das Gerät kommt mit einem 15-Zoll-OLED-Display und einem Gehäuse aus Thunder-Gray-Aluminium.
Besonderes Highlight: Das haptische Trackpad unterstützt den Yoga Pen Gen 2 für kreative Arbeiten. Im Inneren arbeitet eine 20-Kern-ARM-CPU mit zehn Cortex-X925- und zehn Cortex-A725-Kernen. Die Grafik übernimmt eine Blackwell-GPU mit 6.144 CUDA-Kernen und Tensor-Cores der fünften Generation.
Die Ausstattung liest sich wie ein Wunschzettel: HDMI, zwei USB-C- und zwei USB-A-Anschlüsse, SD-Kartenleser und ein physischer Kamera-Killswitch. Der Akku soll einen ganzen Arbeitstag durchhalten. Ein konkreter Preis steht noch aus, die Markteinführung ist für Herbst 2026 geplant.
HP und ASUS ziehen nach
Einen Tag später, am Mittwoch, machte HP offiziell Nägel mit Köpfen: Die OmniBook Ultra 16 und OmniBook X 14 sind die ersten HP-Modelle mit RTX Spark. Sie richten sich an Kreative, Gamer und Entwickler und versprechen enorme KI-Rechenleistung bei langer Akkulaufzeit. Für Unternehmen bringt HP zudem den Desktop-Superchip ZGX Fury GB300 und das abgesicherte ZGX Nano für regulierte Branchen.
Auch ASUS ist im Rennen: Die ProArt P16 und P14 sollen im dritten Quartal 2026 in den Handel kommen. Die P16 bietet ein 16-Zoll-UHD+-OLED-Display mit 120 Hertz, die kleinere P14 ein 14-Zoll-3K-OLED-Panel. Beide Modelle unterstützen bis zu 128 GB LPDDR5X Unified Memory.
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Architektur: Ein Quantensprung für Windows on ARM
Die RTX-Spark-Plattform kombiniert NVIDIAs Grace-CPU-Architektur mit Blackwell-GPUs – ein echter Game-Changer für Windows-Notebooks. Branchenbeobachter sehen darin eine Zeitenwende für das Windows-on-ARM-Ökosystem, das bisher vor allem von Qualcomms Snapdragon X Elite und Microsofts Prism-Emulation geprägt war.
Die Leistungsdaten sind beeindruckend: 1 Petaflop FP4-KI-Leistung, NVLink-C2C für ultraschnelle Verbindungen und bis zu 128 GB Unified Memory. Das dürfte selbst rechenintensive KI-Anwendungen auf einem Notebook möglich machen.
Preise: Premium-Segment im Visier
Die erste Welle der RTX-Spark-Geräte – darunter das Dell XPS 16, das Surface Laptop Ultra sowie die Modelle von Lenovo und ASUS – wird sich klar im Premium-Segment bewegen. Analysten rechnen mit Einstiegspreisen von über 2.000 Euro für die High-End-Konfigurationen. Der Marktstart ist für den Herbst 2026 vorgesehen.
Ob die neue Plattform den Durchbruch für Windows on ARM bringt, wird sich dann zeigen. Eines ist jetzt schon klar: Der Kampf um die Notebook-Zukunft ist eröffnet – und NVIDIA mischt kräftig mit.

