RTX Spark: Microsoft richtet Windows für Arm-Laptops und neue Chips neu aus

Der neue Laptop-Chip kombiniert Grace-CPU und Blackwell-Grafik; frühe Tests bescheinigen dünnen Geräten hohe Effizienz.

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Die Zusammenarbeit von Microsoft und Nvidia bei der Plattform RTX Spark markiert eine grundlegende Neuausrichtung für Windows-Mobilrechner. Anstelle der traditionellen x64-Architektur setzen die ersten Systeme auf Arm-Prozessoren, während das Betriebssystem umfassend an die veränderten Hardware-Strukturen angepasst wird.

Für Entwickler bedeutet dieser Schritt, dass bestehende Anwendungen auf ihre Arm-Kompatibilität geprüft werden müssen, während Microsoft künftig mehrere Prozessorarchitekturen parallel pflegen muss.

Chip-Architektur mit Grace-CPU und Blackwell-Grafik

Das gemeinsam mit MediaTek entwickelte System-on-a-Chip namens RTX Spark N1X wird bei TSMC im N3-Verfahren gefertigt. Das Design verzichtet vollständig auf Prozessoren von Intel oder AMD. Stattdessen kommt eine Grace-Arm-CPU zum Einsatz, die mit einer Blackwell-Grafikeinheit kombiniert wird.

Bei der Datenübertragung zwischen den Einheiten setzt Nvidia auf die hauseigene Schnittstelle NVLink-C2C, die laut Herstellerangaben Bandbreiten von 600 bis 900 GB/s erreicht, verglichen mit 64 GB/s bei einer PCIe-Gen-5-x16-Anbindung. Bis zu 1 Petaflop FP4-Rechenleistung stehen für KI-Prozesse zur Verfügung.

Die Plattform wird in zwei Hauptvarianten für Laptops angeboten:
– Eine Ausführung mit 20 Kernen (zehn Performance-Kerne Cortex-X925 und zehn Effizienz-Kerne Cortex-A725 mit bis zu 4,1 GHz), 6.144 CUDA-Kernen (48 SMs) sowie bis zu 128 GB LPDDR5X-9400-Gemeinschaftsspeicher.

Die Verlustleistung liegt zwischen 45 und 80 Watt im Notebook-Segment sowie bei bis zu 140 Watt in kompakten Desktop-Rechnern.
– Eine Variante mit 18 Kernen (neun Performance- und neun Effizienz-Kerne mit bis zu 3,9 GHz), 5.120 Shader-Einheiten (40 SMs) und 64 GB Speicher bei einer TDP von 45 bis 80 Watt.

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Bis zu 96 GB des gemeinsamen Speichers lassen sich direkt der Grafikeinheit zuweisen. Für ältere Windows-Programme, die noch für x86-Systeme kompiliert wurden, integriert Microsoft den Prism-Emulator.

Softwareanpassung und Leistungswerte

Nach Angaben von Nvidia soll RTX Spark eine bis zu doppelt so hohe Energieeffizienz wie eine Kombination aus Intel Core Ultra 9 285H und RTX 5070 bei 60 Watt Gaming-Last bieten.

In eigenen Vergleichen gibt der Hersteller einen Leistungsüberhang um den Faktor drei bis fÜnf gegenüber anderen Windows-Systemchips an, wobei sich diese Messungen auf Intel Panther Lake und AMD Strix Halo bei zugeschalteter Bildgenerierung beziehen.

Frühe Testergebnisse zeigen eine hohe Effizienz bei dünnen Mobilgeräten, während die reine Rohleistung bestehende Systeme mit separaten Hochleistungs-GPUs oder Apple-M-Chips nicht durchgehend distanziert.

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Im Surface Laptop Ultra lieferte das System im Geekbench 7 Werte von 2.604 Punkten im Single-Core und 26.310 Punkten im Multi-Core-Betrieb. In PugetBench erreichte das Notebook 11.762 Punkte in Photoshop sowie 87.098 Punkte in Premiere.

Über 100 Softwarehäuser unterstützen die Architektur bereits, darunter Adobe mit überarbeiteten Versionen von Photoshop und Premiere Pro, Blackmagic Design mit einer nativen Version von DaVinci Resolve Studio 21 sowie Blender mit der Version 5.3 Alpha inklusive DLSS 4.5.

Im Bereich lokaler KI-Modelle umfasst das Ökosystem unter anderem das quelloffene Nemotron 3.5 Bolt 74B, das durch 2-Bit-Quantisierung in 24 GB Speicher betrieben werden kann, sowie das routing-Werkzeug PAIR unter Apache-2.0-Lizenz.

Marktperspektive der neuen Geräteklasse

Gerätepartner wie Acer, Asus, Dell, HP, Lenovo, Gigabyte, MSI und Microsoft bereiteten 14 bis 16 Zoll große Modelle mit Gehäusedicken ab 14 Millimetern vor, während kompakte Desktops für November 2026 terminiert wurden.

Die Einstiegspreise reichen von 2.599 beziehungsweise 2.600 US-Dollar für Konfigurationen mit 18 Kernen über 3.700 US-Dollar für 20-Kern-Modelle bis hin zu Spitzenpreisen von bis zu 6.499 US-Dollar. Ob sich RTX Spark im Alltag durchsetzt, hängt maßgeblich davon ab, wie stabil das Zusammenspiel von Windows on Arm, CPU und GPU über verschiedenste Anwendungsszenarien hinweg gelingt.

Mehr zum Thema bei Tom’s Hardware: „We test the RTX Spark Superchip in Microsoft’s Surface Laptop Ultra — Nvidia’s Windows on Arm platform …“