Nvidia hat auf der IFA 2026 eine neue Hardware-Plattform namens RTX Spark angekündigt, die lokale KI-Verarbeitung mit hoher Rechenleistung in Laptops und Desktop-Rechner bringen soll. Die ersten RTX-Spark-PCs sollen im Oktober 2026 auf den Markt kommen.
Zwei Konfigurationen für unterschiedliche Leistungsklassen
Herzstück der Plattform ist der Chip RTX Spark N1X, der laut einem Bericht von Tom’s Hardware in zwei Varianten erscheint: Eine Ausführung kombiniert eine 20-Core-Grace-CPU mit einer 6.144-Core-Blackwell-GPU und bis zu 128 GB Unified Memory, eine kleinere Variante setzt auf eine 18-Core-CPU mit 5.120-Core-GPU und bis zu 32 GB Unified Memory.
Nach Angaben von Hothardware sollen RTX-Spark-Systeme bis zu 1 Petaflop lokaler KI-Leistung erreichen. Nvidia positioniert die Rechner damit als Konkurrenz zu Apple-Silicon-Systemen, wie Tom’s Guide berichtete – auch die Bauform mit einem 14-Millimeter-Chassis wird in diesem Zusammenhang genannt.
Für Gamer verspricht Nvidia laut PCWorld zudem 100 Bilder pro Sekunde bei 1440p-Auflösung mit aktivem Raytracing und DLSS Frame Generation. Als Demonstrationen dienten laut Techradar die Titel DOOM The Dark Ages und 007 First Light. An den Gaming-Demos beteiligten sich nach Angaben von Hothardware zudem die Publisher Electronic Arts, Embark und Ubisoft.
Software-Ökosystem und KI-Modelle
Neben der Hardware kündigte Nvidia auch neue Software an, darunter das Tool NVIDIA PAIR sowie Optimierungen für llama.cpp, die laut Unternehmensangaben bis zu 1,9-fach schnellere Verarbeitung ermöglichen sollen, und für vLLM. Als Partner für diesen Software-Bereich nennt Nvidia Microsoft, Hermes Agent, OpenClaw und Perplexity.
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Parallel stellte das Unternehmen eine Reihe neuer KI-Modelle vor, die auf der RTX-Spark-Plattform laufen sollen: Nemotron 3.5 Lightning mit 30 Milliarden Parametern, GLM-5.3-Flash, Qwen3.8-Flash-Next, LTX 2.5, MiniMax-H3, Muse Glimmer mit 30 Milliarden Parametern sowie DeepSeek v4 Flash mit 284 Milliarden Parametern.
Nach Angaben von Asus unterstützt die RTX-Spark-Plattform lokale Sprachmodelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern sowie die Verarbeitung von 4K-KI-Video.
Breite Unterstützung durch Hardware-Hersteller
Die Plattform wird von einer Reihe großer PC-Hersteller aufgegriffen. Lenovo präsentierte auf der IFA seine 2-in-1-Laptops Yoga Pro 9n und Yoga 9n 2-in-1 mit Nvidia RTX Spark, ausgestattet mit bis zu 128 GB RAM, 4 TB SSD-Speicher sowie einem 15,3-Zoll-OLED-Display mit 165 Hz beziehungsweise einem 16-Zoll-OLED-Display mit 120 Hz. Preise und Verfügbarkeitstermine nannte Lenovo bislang nicht.
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Acer zeigte den kompakten Desktop-Rechner „Acer SFF RTX Spark“, der ebenfalls auf die 6.144-Core-GPU, die 20-Core-CPU, bis zu 1 Petaflop KI-Leistung und 128 GB Unified Memory setzt.
Eine Verfügbarkeit will Acer zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben. Asus präsentierte mit den Laptops ProArt P16 und ProArt P14 sowie dem Mini-PC GR1X ebenfalls Geräte mit der neuen Nvidia-Plattform.
Laut einem Bericht von Wccftech zählen darüber hinaus Dell, HP, Gigabyte und MSI zu den OEM-Partnern, die RTX-Spark-Systeme anbieten wollen. Konkrete Preise für die Systeme hat Nvidia bislang nicht genannt, wie Wired berichtete. Auch bei den übrigen Herstellern stehen entsprechende Angaben zu Kosten und exakten Verkaufsstarts noch aus – klar ist bislang nur der grobe Zeitrahmen für den Marktstart im Oktober 2026.
Mehr zum Thema bei Tom’s Hardware: „Nvidia’s RTX Spark N1X launches in October for laptops and desktops — 18 or 20 CPU cores, paired with 5,120 …“

