RTX Spark: NVIDIA-Chip mit 1 Petaflop KI-Leistung kommt Oktober

Acer präsentierte einen kompakten RTX-Spark-Desktop, während ASUS und HP weitere Geräte zeigten. Der Marktstart ist ab Oktober 2026 vorgesehen.

Acer hat auf der next@Acer-Konferenz den Desktop-PC „Acer SFF RTX Spark“ präsentiert. Das kompakte Gerät basiert auf dem NVIDIA RTX Spark Superchip und soll bis zu 1 Petaflop KI-Leistung sowie bis zu 128 GB Unified Memory bieten. Wann das System tatsächlich in den Handel kommt, hat Acer noch nicht mitgeteilt, wie ein Bericht von manilainsight.com festhält.

Damit reiht sich Acer in eine ganze Welle von Herstellern ein, die auf der IFA 2026 in Berlin (2. bis 5. September) Geräte mit dem neuen NVIDIA-Chip vorgestellt haben.

Was der RTX-Spark-Superchip leistet

Der von NVIDIA entwickelte RTX Spark kombiniert eine Grace-CPU mit bis zu 20 Kernen und eine Blackwell-GPU mit 6.144 CUDA-Kernen. Der Chip unterstützt bis zu 128 GB Unified Memory und erreicht laut Herstellerangaben bis zu 1 Petaflop FP4-Rechenleistung. Damit lassen sich laut NVIDIA große Sprachmodelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern, 3D-Szenen über 90 GB sowie 4K-KI-Videoinhalte verarbeiten.

Weitere Hersteller setzen auf denselben Chip

Neben Acer haben auch ASUS und HP auf der IFA eigene RTX-Spark-Geräte vorgestellt. ASUS zeigte die ProArt-Laptops P16 und P14 sowie den Mini-PC GR1X. Der P16 ist 12,9 mm dünn, wiegt 1,77 Kilogramm und verfügt über ein 4K-OLED-Display mit 120 Hz sowie einen 99,9-Wh-Akku.

Der kleinere P14 bringt es auf 13,9 mm Dicke, 1,48 Kilogramm Gewicht, ein 3K-OLED-Display und einen 90-Wh-Akku. Der GR1X-Mini-PC misst 150 x 150 x 51 mm, unterstützt 10-Gigabit-Ethernet und Wi-Fi 7, ist nach MIL-STD-810H zertifiziert und für eine Dauerlast von 140 Watt ausgelegt.

HP wiederum kündigte die Laptops OmniBook Ultra 16 und OmniBook X 14 an. Der Ultra 16 verfügt über ein 16-Zoll-3K-OLED-Display, bis zu 128 GB gemeinsamen Speicher, einen 99-Wh-Akku mit bis zu 17 Stunden Laufzeit und lädt in 30 Minuten auf 50 Prozent Kapazität. Mit einer Bauhöhe von 15,73 mm gilt er laut hothardware.com als eines der dünnsten RTX-Spark-Notebooks überhaupt.

Der OmniBook X 14 misst 13,53 mm, bietet ein 14-Zoll-OLED-Display und bis zu 15 Stunden Akkulaufzeit. Beide Modelle nutzen die RTX-Spark-Variante N1X mit bis zu 20 CPU-Kernen, 6.144 GPU-Kernen und bis zu 128 GB LPDDR5x-9400-Speicher. HP ergänzte die Ankündigung zudem um den OmniDesk, einen Desktop, der für dauerhaft laufende KI-Agenten konzipiert ist.

Software-Ökosystem rund um RTX Spark

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Parallel zur Hardware zeigte NVIDIA auf der IFA eine KI-Video-Pipeline für RTX Spark, die Inhalte mit 30 Bildern pro Sekunde generiert und auf 60 FPS interpoliert. In einem Benchmark benötigte das System für einen zweisekündigen Full-HD-Clip 6:30 Minuten, mit einem sogenannten Half-Frame-Trick verkürzte sich die Zeit auf 1:25 Minuten.

Die Software-Roadmap sieht laut NVIDIA eine bereits verfügbare AI-Super-Resolution-Funktion vor, während Frame Generation folgen soll und eine HDR-Unterstützung sich noch in Entwicklung befindet.

Zusätzlich veröffentlichte NVIDIA die Open-Source-Software PAIR (Personal AI Router), die KI-Agenten-Workloads auf mehrere PCs im Heimnetzwerk verteilt. In einem Benchmark reduzierte sich die Bearbeitungszeit einer Fünf-Agenten-Aufgabe mit drei Geräten von 18 Minuten auf 8:48 Minuten.

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PAIR unterstützt Windows, macOS und Linux und ist mit Geräten ab der GeForce-RTX-20-Serie, RTX PRO, DGX Spark sowie Apple M4 kompatibel. Zur Absicherung nutzt die Software einen sechsstelligen Code sowie mTLS-Verschlüsselung und lässt sich mit Ollama und LM Studio verbinden; aktuell befindet sie sich in der Beta-Phase für Windows, Linux und macOS.

Marktstart im Herbst geplant

Laut NVIDIA sollen RTX-Spark-PCs ab Oktober 2026 von ASUS, Dell, HP, Lenovo, Microsoft und MSI erhältlich sein. Ein konkreter Termin für Acers SFF-RTX-Spark-Desktop steht bislang aus.