RTX Spark: NVIDIA und MediaTek starten Arm-Plattform für Windows

MediaTek und NVIDIA bringen Arm-Technik, starke Grafik und lokale KI auf Windows-PCs; erste Systeme sollen im Herbst von Partnern folgen.

In einer Kooperation haben MediaTek und NVIDIA am 28. August 2026 die neue RTX Spark-Plattform für Windows-PCs vorgestellt. Die Hardware-Lösung zielt auf das High-End-Segment ab und kombiniert Arm-basierte Prozessortechnologie mit leistungsstarken Grafikeinheiten.

Zu den zentralen Merkmalen der Plattform gehören bis zu 128 GB Unified Memory sowie die Unterstützung von NVIDIA-Technologien wie DLSS und Reflex, die sowohl für Gaming-Anwendungen als auch für rechenintensive Aufgaben im Bereich der künstlichen Intelligenz optimiert sind.

Technische Spezifikationen und Rechenleistung

Die RTX Spark-Plattform basiert auf einer Arm-Architektur, die eine hohe Energieeffizienz bei gleichzeitig gesteigerter Rechenkraft verspricht. Bereits Anfang Juni wurde auf der Computex ein entsprechender Superchip präsentiert, dessen Vera-CPU sich laut Herstellerangaben bereits in voller Produktion befindet und eine 1,8-mal höhere Geschwindigkeit als herkömmliche x86-Prozessoren erreichen soll. Aktuelle Demonstrationen auf der Gamescom zeigten Notebook-Konfigurationen mit einer 20-Core-Grace-CPU und 6144 RTX-Blackwell-Kernen.

Die Grafikleistung des Chips für Windows-Laptops und -Desktops wird als vergleichbar mit einer RTX 5070 Mobile eingestuft. Trotz dieser hohen Performance versprechen die Entwickler eine ganztägige Akkulaufzeit für mobile Endgeräte.

Die Plattform erreicht zudem eine KI-Leistung von 1 Petaflop, was sie insbesondere für lokale generative KI-Anwendungen prädestiniert. In der praktischen Erprobung im Rahmen der Gamescom liefen anspruchsvolle Titel wie Borderlands 4 und F1 25 stabil auf der neuen Hardware.

Software-Integration und Spiele-Unterstützung

Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Arm-basierten Windows-Plattform ist die Software-Kompatibilität. Microsoft verweist in diesem Zusammenhang auf die „Works on Windows on Arm“-Datenbank, die zum Start der RTX-Spark-Systeme bereits über 7.000 verifizierte Applikationen und Spiele umfasst.

Parallel dazu kündigte NVIDIA umfangreiche Gaming-Updates an. So wurde Ende August die DLSS 4.5 Ray Reconstruction für insgesamt 30 Spiele veröffentlicht, darunter Cyberpunk 2077, Alan Wake 2 und Call of Duty: Black Ops 7.

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Namhafte Publisher wie Electronic Arts, Ubisoft und Embark haben ihre Unterstützung für die Plattform zugesagt. Zu den konkret bestätigten Titeln mit nativer RTX-Spark-Unterstützung zählen:

  • F1 25 (einschließlich DLSS 4.5 Ray Reconstruction)
  • Apex Legends
  • Anno 117
  • ARC Raiders
  • THE FINALS

Zudem wird an einer nativen Unterstützung für das Javelin-Anticheat-System gearbeitet, um die Integrität von Online-Spielen auf der neuen Hardware-Architektur zu gewährleisten.

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Marktstart und Hardware-Partner im Herbst

Der kommerzielle Rollout der ersten RTX-Spark-Systeme ist für den kommenden Herbst geplant. Führende Hardware-Hersteller wie ASUS, Dell, HP, Lenovo und MSI bereiten entsprechende Produkte vor.

ASUS hat bereits angekündigt, im Rahmen der IBC 2026 in Amsterdam (11. bis 14. September) konkrete Hardware zu präsentieren. Dazu gehören die Laptops ProArt P16 und P14, die mit 120-Hz-OLED-Displays und einer Helligkeit von bis zu 1600 Nits ausgestattet sind.

Darüber hinaus umfasst das Portfolio des Herstellers den GR1X-Mini-PC sowie die externe Grafiklösung XG Core eGPU. NVIDIA-CEO Jensen Huang betonte im Rahmen der Produktvorstellungen, dass die durch KI getriebene Entwicklung neue Arbeitsplätze schaffen werde.

Die Marktreaktion auf die Ankündigungen fiel positiv aus, was sich unter anderem in einem moderaten Anstieg der NVIDIA-Aktie widerspiegelte. Durch die Kombination aus hoher GPU-Leistung und der Effizienz der Arm-Architektur positioniert sich RTX Spark als direkte Konkurrenz zu etablierten x86-Systemen im Premium-Bereich.