Auf einer Veranstaltung in San Francisco haben Nvidia und Microsoft mit RTX Spark eine neue Hardware- und Softwareplattform für Windows-Computer vorgestellt. Die Initiative bringt den KI-Technologiestack von Nvidia direkt auf Laptops und Desktop-Systeme, um KI-Agenten und anspruchsvolle Sprachmodelle ohne Cloud-Anbindung lokal auszuführen.
Vorbestellungen für entsprechende Laptops sind bereits möglich, die Auslieferung beginnt am 16. Oktober 2026. Kompakte Desktop-Rechner sollen ab November 2026 folgen.
Leistungsdaten des RTX-Spark-Superchips
Herzstück der neuen Rechnergeneration ist der RTX-Spark-Superchip. Laut Herstellerangaben kombiniert die Plattform eine Blackwell-RTX-Grafikeinheit mit bis zu 6.144 Kernen und einen Grace-Hauptprozessor mit bis zu 20 Kernen. Bei einer Speicherbandbreite von 600 Gigabyte pro Sekunde liefert das System eine Rechenleistung von einem Petaflop im FP4-Format. Der gemeinsame Arbeitsspeicher beläuft sich auf bis zu 128 Gigabyte Unified Memory.
Flankiert wird die Hardware durch Microsoft Execution Containers (MXC), die ab sofort allgemein verfügbar sind, um die Ausführung lokaler KI-Workloads unter Windows abzusichern und zu standardisieren. Zahlreiche Hardwarehersteller bringen entsprechende Geräte auf den Markt, darunter Acer, Asus, Dell, HP, Lenovo, Microsoft, MSI und Gigabyte.
Vorschau auf Hochleistungssysteme für Entwickler
Neben den regulären Consumer- und Prosumer-Geräten gaben die Unternehmen eine Vorschau auf die sogenannte DGX Station for Windows. Diese Workstation basiert auf dem GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip, der eine Grace-CPU mit 72 Kernen auf Basis der Neoverse-V2-Architektur mit einer Blackwell-Ultra-GPU über NVLink-C2C koppelt.
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Das System verfügt über bis zu 748 Gigabyte kohärenten Speicher, aufgeteilt in 252 Gigabyte HBM3e und 496 Gigabyte LPDDR5X. Mit einer Rechenleistung von bis zu 20 Petaflops im FP4-Format ist die Workstation laut Nvidia darauf ausgelegt, Modelle mit bis zu einer Billion Parametern lokal zu berechnen.
Für den Betrieb ist bei einer Leistungsaufnahme von 1.600 Watt ein dedizierter 20-Ampere-Stromkreis erforderlich. Geräte dieser Leistungsklasse werden von Asus, Dell, Gigabyte, HP, MSI und Supermicro für das vierte Quartal 2026 vorbereitet; offizielle Preise wurden bislang nicht genannt.
Erste Geräte von Microsoft, Dell, HP und Asus
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Mehrere Hersteller haben ihre Modellreihen bereits detailliert vorgestellt. Microsoft bietet das Surface Laptop Ultra als 15-Zoll-Gerät mit Nvidia RTX Spark N1X an. Das Modell erscheint in Konfigurationen mit 18 oder 20 Prozessorkernen und bis zu 128 Gigabyte LPDDR5X-Speicher.
Die Einstiegsvariante mit 24 Gigabyte Arbeitsspeicher und 512 Gigabyte SSD-Speicher startet bei 2.599 US-Dollar, während das Spitzenmodell für 5.899,99 US-Dollar gelistet ist.
Dell integriert den chip im XPS 16 Creator Edition, der mit einem 3,2K-Tandem-OLED-Bildschirm ausgestattet ist und in den USA in einer 18-Kern-Variante für 3.799 US-Dollar vorbestellt werden kann. Ergänzend kündigte Dell einen neu gestalteten Creator Edition Desktop sowie die Workstation Dell Pro Precision mit GB300-Chip an.
HP plant den Verkaufsstart seiner Notebooks HP OmniBook Ultra 16 ab 3.199,99 US-Dollar und HP OmniBook X 14 ab 2.999,99 US-Dollar für den 16. Oktober 2026. Asus wiederum öffnete weltweite Vorbestellungen für die Kreativ-Notebooks ProArt P16 und P14 sowie den Mini-PC ProArt GR1X, die ebenfalls ab dem 16. Oktober 2026 mit bis zu 128 Gigabyte Unified Memory bereitstehen.

