Doch KI-Boom und Lieferengpässe könnten den Start der neuen Modelle verzögern.
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Spezifikationen der Super-Reihe im Detail
Die kommende Super-Serie soll auf 3GB-GDDR7-Speichermodule setzen – ein entscheidender Schritt nach oben. Branchenkreisen zufolge ermöglicht diese Umstellung eine Verdopplung des Videospeichers (VRAM) gegenüber den Standardkonfigurationen. Die Gerüchteküche brodelt, und Analysten haben bereits konkrete Zahlen für die einzelnen Modelle genannt:
- RTX 5080 Super: Das Flaggschiff der Reihe soll satte 24GB GDDR7-Speicher mit einer Bandbreite von 32 Gbit/s bieten. Die Gesamtleistungsaufnahme (TGP) wird auf 415 Watt geschätzt.
- RTX 5070 Ti Super: Auch diese Karte soll 24GB GDDR7 erhalten, bei einer TGP von 350 Watt.
- RTX 5070 Super: Hier deuten die Leaks auf 18GB GDDR7 und eine Leistungsaufnahme von 275 Watt hin. Zusätzlich sollen 256 CUDA-Kerne mehr als in der Basisversion verbaut sein.
- RTX 5060 Super: Die Einstiegsvariante könnte mit 12GB Speicher auf einem 128-Bit-Bus und Geschwindigkeiten von bis zu 28 Gbit/s daherkommen.
Der Trend zu mehr VRAM ist kein Zufall. Moderne Spiele und kreative Anwendungen fordern immer mehr Speicher – ein Problem, das Nvidia mit diesem Schritt angehen will.
Lieferengpässe und strategische Terminplanung
Ursprünglich wurde ein Launch der Super-Serie für das vierte Quartal 2026 erwartet. Doch nun mehren sich die Anzeichen für eine Verschiebung. Insidern zufolge könnte die Vorstellung erst auf der CES 2027 im Januar stattfinden. Der Hauptgrund: die Knappheit der 3GB-GDDR7-Module.
Die Hersteller priorisieren derzeit den boomenden KI-Markt, der enorme Mengen an Highspeed-Speicher verschlingt. Für die Consumer-Grafikkarten-Produktion bleibt da nur wenig übrig. Hinzu kommt: Der Druck von der Konkurrenz ist gering. AMD wird seine nächste RDNA-5-Architektur frühestens Mitte bis Ende 2027 auf den Markt bringen. Nvidia hat also Zeit, die Produktion zu optimieren.
Marktlage und Hardware-Trends
Die aktuelle RTX-50-Serie steht in der Kritik. Die Leistungssteigerung fällt überschaubar aus: Die RTX 5080 mit 10.752 CUDA-Kernen und 16GB VRAM bietet nur etwa zehn Prozent mehr Shader-Einheiten als die Vorgänger-Generation RTX 4080. Ganz anders die RTX 5090: Mit 21.768 CUDA-Kernen und 32GB VRAM ist sie ein echtes Kraftpaket – aber auch kaum verfügbar.
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Die hohe Nachfrage nach KI-Rechenleistung hat zu einer regelrechten „Paper Launch“-Situation geführt. Manche High-End-Karten sind praktisch nicht zu bekommen, und Scalper verlangen Aufschläge von über 40 Prozent auf die unverbindliche Preisempfehlung. Für Spieler, die auf 1080p oder 1440p unterwegs sind, empfehlen Hardware-Tester daher oft die aktuelle Generation – statt auf die Super-Reihe zu warten.
Branchenweite Veränderungen
Die gesamte Tech-Branche ist im Umbruch. Die Hersteller von DRAM-Speicher haben gemeinsam eine Marktkapitalisierung von einer Billion Euro erreicht – ein klares Zeichen für den unstillbaren Hunger nach Speicherchips.
Gleichzeitig experimentiert Nvidia mit neuen Produktkategorien. Das Projekt „RTX Spark“ – ein System-on-a-Chip (SoC) in Zusammenarbeit mit MediaTek – verunsichert die traditionellen Hersteller von PC-Komponenten. Sollte sich dieser Trend durchsetzen, könnte er die Zukunft des klassischen Desktop-PCs grundlegend verändern. Branchenkenner auf der Intel-Computex haben bereits angedeutet, dass der Aufstieg von KI-Agenten die Nachfrage nach herkömmlicher PC-Hardware nachhaltig beeinflussen könnte.

