Die Radeon RX 9070 XT hat sich laut Steam Hardware Survey für August 2026 als beliebteste AMD-Grafikkarte etabliert. Mit einem Anteil von 1,46 Prozent unter den Steam-Nutzern übertrifft sie sämtliche Karten der Vorgängergenerationen RDNA 3 und RDNA 2, wie tweaktown.com berichtete.
Die RX 6600 aus der älteren Generation folgt mit 0,83 Prozent auf Platz zwei innerhalb des AMD-Portfolios. Im direkten Vergleich mit Nvidias Konkurrenzmodell RTX 5070 Ti, das einen Anteil von 1,82 Prozent erreicht, bleibt die RX 9070 XT zwar zurück, schließt aber sichtbar auf.
Raytracing und FSR 4 als Treiber
Als Erfolgsfaktoren für die wachsende Verbreitung der RX 9070 XT gelten laut tweaktown.com vor allem die Raytracing-Leistung der Karte sowie die Upscaling-Technologie FSR 4. Beide Features hatten AMD in der Vergangenheit im Vergleich zu Nvidias Angeboten Nachholbedarf beschert; die aktuelle Marktentwicklung deutet darauf hin, dass die RX 9070 XT in diesen Bereichen inzwischen konkurrenzfähig auftritt.
Leistungsvergleiche bestätigen Preis-Leistungs-Vorteil
Ein Vergleich von techspot.com untermauert die gestiegene Nachfrage mit konkreten Benchmark-Daten. Bei einem Preis von rund 730 bis 750 US-Dollar ist die RX 9070 XT in 52 getesteten Spielen meist zwischen 10 und 50 Prozent schneller als Nvidias RTX 5070, die mit etwa 800 bis 820 US-Dollar zu Buche schlägt.
Eine Ausnahme bildet Doom: The Dark Ages mit aktiviertem Path Tracing, wo die RTX 5070 bei 1440p um 32 Prozent schneller ist. In Cyberpunk 2077 erreicht die RX 9070 XT bei 4K-Auflösung mit Raytracing auf Ultra-Einstellungen sogar 190 Prozent der Leistung der RTX 5070 – 26 gegenüber 9 Bildern pro Sekunde.
Auch gegenüber günstigeren Nvidia-Modellen zeigt sich die AMD-Karte im Vorteil. Laut gamegpu.com kostet eine refurbished Sapphire Pulse RX 9070 XT bei Newegg 729,99 US-Dollar, eine Asus Dual RTX 5060 Ti mit 16 GB Speicher 699,99 US-Dollar – bei einer Preisdifferenz von lediglich 30 US-Dollar.
Die RX 9070 XT ist laut Steam Hardware Survey zur beliebtesten AMD-Grafikkarte aufgestiegen – und das aus gutem Grund. In 52 Spielen ist sie oft 10 bis 50 Prozent schneller als die teurere RTX 5070. Jetzt kostenlosen Benchmark-Vergleich anfordern
Die Leistungsunterschiede fallen dabei deutlich aus: In 52 Spielen erzielt die RX 9070 XT bei 1440p durchschnittlich 123 Bilder pro Sekunde gegenüber 76 Bildern bei der RTX 5060 Ti 16 GB, ein Plus von 62 Prozent. Bei 4K-Auflösung liegt der Vorsprung bei 71 Prozent, mit 72 gegenüber 42 Bildern pro Sekunde.
Übertaktungspotenzial und Modding-Aktivität
Die Karte zieht auch in der Overclocking-Community Aufmerksamkeit auf sich. Ein Nutzer erreichte mit einer PowerColor RX 9070 XT Red Devil in Kombination mit einem Ryzen 7 9800X3D im Benchmark 3DMark Steel Nomad 8026 Punkte, entsprechend 80,26 Bildern pro Sekunde.
Dafür kamen ein Undervolting von −120 mV, ein VRAM-Takt von 2800 MHz sowie ein um 10 Prozent angehobenes Power Limit von 363 Watt zum Einsatz, wie gamegpu.com berichtete. Mit Wasserkühlung sind demnach sogar über 8300 Punkte im selben Benchmark möglich.
Auch abseits offizieller Treiber-Updates arbeiten Entwickler an der Software-Unterstützung der Karte. Der Modder danielblnc erzielte mit einem DLSS-NR-Mod in der Version 0.2.12 auf einer RX 9070 XT in Cyberpunk 2077 bei 1080p mit Raytracing 34 Bilder pro Sekunde unter Einsatz von zweifacher Frame Generation, ausgehend von einer Basisbildrate von 16 bis 17 Bildern pro Sekunde. Ein Software-Konflikt mit dem sogenannten DLSS Enabler verhindert bislang jedoch eine vollständige Integration.
Speicherknappheit treibt die Grafikkartenpreise – Hersteller wie Gigabyte haben die Preise bereits erhöht. Wer jetzt noch eine GPU sucht, sollte die Preis-Leistungs-Sieger kennen, bevor die Preise weiter steigen. Preis-Leistungs-Sieger jetzt kostenlos sichern
Preisdruck durch Speicherknappheit
Trotz der positiven Marktresonanz zeichnet sich ein möglicher Kostenanstieg ab. Der Hersteller Gigabyte hat in China die Preise für Grafikkarten um bis zu 500 Yuan angehoben, wie udn.com berichtete. Die RX 9070 XT ist davon mit einem Aufschlag von 200 Yuan betroffen. Als Grund nennt der Bericht eine Speicherknappheit, die die gesamte Branche belastet und die Preisgestaltung mehrerer Kartenmodelle beeinflusst.

